Das Oberverwaltungsgericht Münster hat kurzfristig den für Donnerstag angesetzten Termin zur Verhandlung über den geplanten Geißbockheim-Ausbau abgesagt. Das bestätigte der 1. FC Köln.
Sind die Pläne des 1. FC Köln zum Ausbau am Geißbockheim wirksam oder nicht? Darüber sollte eigentlich am Donnerstag das Oberverwaltungsgericht Münster letztinstanzlich entscheiden. Nach einer Verhandlungen sollte noch am selben Tag das Urteil gefällt werden.
Der 1. FC Köln hatte sich darauf eingestellt. Philipp Türoff sollte nach Münster reisen und noch am Nachmittag für die Medienvertreter wieder in Köln Rede und Antwort zum Urteil stehen. Für Freitag stand Präsident Jörn Stobbe bereit, um ebenso Stellung zu beziehen und das Urteil einzuordnen. Doch all das ist jetzt hinfällig.
Verhandlung auf unbestimmte Zeit verschoben
Der Grund: eine neue Stellungnahme, eingereicht am Mittwoch, einen Tag vor dem erwarteten Urteil, zum Thema Artenschutz. Das OVG müsse dieser Stellungnahme zunächst nachgehen, hieß es. So wurde plötzlich und für den FC ohne jede Vorwarnung die Verhandlung gestrichen und auf unbestimmte Zeit verschoben. Das Gericht teilte keinen neuen Verhandlungstermin mit.
Damit geht die Gerichts-Posse in die nächste Runde. Dabei hatte Türoff noch in dieser Woche dem GEISSBLOG erklärt: „Wir haben die Hoffnung, dass endlich Klarheit geschaffen wird. Dieses Verfahren läuft seit vielen Jahren. Es gab bereits Urteile, es gab den Weg über Leipzig und anschließend wieder zurück. Irgendwann muss doch einmal eine Entscheidung stehen, mit der alle Beteiligten arbeiten können.“
Türoff im GEISSBLOG: „Ein Erfolg wäre…“
Doch statt einer Entscheidung gab es nun die nächste Verzögerungstaktik der Ausbau-Gegner. Dass sich das Gericht darauf einließ, bedeutet nichts Gutes für den FC. Dabei sollte es in der letzten Verhandlung gar nicht mehr um neue Argumente zum Umwelt- und Artenschutz gehen, sondern um die Gültigkeit des Bebauungsplans.
Türoff hatte dem GEISSBLOG erklärt: „Ein Erfolg wäre zunächst die Bestätigung, dass der Bebauungsplan rechtmäßig zustande gekommen ist. Dann würde vor aller Augen deutlich werden, dass der 1. FC Köln über Jahre hinweg genau das getan hat, was man in einem demokratischen Rechtsstaat tun soll. Wir haben uns an die Verfahren gehalten. Wir haben die politischen Prozesse durchlaufen. Wir haben Mehrheiten gesucht und bekommen. Wenn all das nun bestätigt wird, dann zeigt das auch, dass dem Verein in den vergangenen Jahren an vielen Stellen Unrecht widerfahren ist.“ Doch dieser Wunsch ist nun erst einmal wieder vom Tisch.








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