Mathematiker Struber, die Gefahr des Verzettelns und ein Versprechen

Gerhard Struber will sich im Aufstiegsrennen nicht verzetteln. (Foto: Bucco)
Gerhard Struber will sich im Aufstiegsrennen nicht verzetteln. (Foto: Bucco)

Gerhard Struber will sich beim 1. FC Köln nicht an den Rechenspielen zum möglichen Aufstieg beteiligen. Zusammen mit Sportchef Christian Keller muss Thomas Kessler derweil zweigleisig planen.

Der 1. FC Köln hat den Aufstieg in der eigenen Hand. Sieben Spieltage vor Saisonende können die Geißböcke nur noch an sich selbst scheitern. Holen die Kölner mindestens 18 Punkte aus den verbliebenen Partien, ist die Bundesliga-Rückkehr perfekt. Mit einem Sieg am letzten Spieltag gegen den 1. FC Kaiserslautern, würde sogar ein Punkt weniger reichen, da der FCK dann nur noch auf 64 Punkte kommen könnte und Paderborn – aktuell dahinter – auf 66.

Dabei wäre freilich vorausgesetzt, dass die Konkurrenten im Aufstiegsrennen selbst alle Spiele gewinnen würden. Das jedoch dürfte so unwahrscheinlich sein, wie dass der FC selbst die letzten sieben Partien allesamt für sich entscheiden wird. Da spielt es auch keine Rolle, dass die Kölner aus eben jenen Spielen in der Hinrunde 19 von 21 möglichen Punkten einfahren konnten.

Struber will nicht rechnen

Überhaupt beschäftigt man sich beim 1. FC Köln derzeit ausschließlich mit dem Hier und Jetzt. „Rechnen tun andere“, sagte Gerhard Struber am Donnerstag auf die Tabelle angesprochen. Und weiter: „Wir wollen uns nicht mit Gedankenspielen oder mathematischen Meisterleistungen verzetteln.“ Vielmehr wolle der FC jeweils das nächste Spiel in den vollen Fokus bringen.

Es wäre gefährlich, wenn wir uns darauf einlassen würden.

Gerhard Struber

Die vielen Punkte- und Rechenspiele seien „gefährlich, wenn wir uns darauf einlassen würden“, mahnte Struber. „Das machen wir nicht und dafür haben wir auch keine Zeit. In das nächste Spiel geht die volle Energie“, meinte der Trainer und schob nachdrücklich hinterher: „Das kann ich euch versprechen.“

Verantwortliche müssen zweigleisig planen

Während Struber mit seinem Trainerteam und den Spielern also die tägliche Arbeit und stets das nächste Spiel im Blick hat, müssen die Verantwortlichen drumherum jedoch bereits jetzt über den Tellerrand hinausblicken. Insbesondere Sportchef Christian Keller und Lizenzbereichsleiter Thomas Kessler stecken bereits in den personellen Kaderplanungen für die kommende Saison.

„Es ist klar, dass wir den Kader zweigleisig planen müssen“, sagte Kessler, der freilich „in Richtung Bundesliga“ schaut. Auch der ehemalige Torhüter versprach dabei: „Wir machen unsere Arbeit“ – forderte von den Spielern aber selbiges ein. „Die Mannschaft muss einen brutalen Fokus haben.“ Die aktuelle Tabelle zeige dabei, wo es für den FC am Ende der Saison hingehen soll. „Da kommen wir aber nicht über das Erzählen hin, sondern nur über das Gewinnen“, sagte Kessler. Mit einem Sieg am Samstagabend gegen die Hertha wäre der FC seinem Ziel jedoch schon wieder einen großen Schritt näher.

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