Der 1. FC Köln hat sein erfolgreiches Sturmduo zurück: Tim Lemperle und Damion Downs haben gegen Preußen Münster ihre gemeinsame Torgefahr unter Beweis gestellt. Für die Kölner ein Trumpf im Endspurt – mehr jedoch „leider nicht mehr“.
Die Chancen von Damion Downs und Tim Lemperle hätten am Sonntag gegen Preußen Münster wohl für ein halbes Dutzend Tore des 1. FC Köln gereicht. Schon nach drei Minuten scheiterte Downs aussichtsreich an Torhüter Johannes Schenk, ehe sein Sturm-Kollege keine zehn Minuten später das wichtige 1:0 nach Flanke von Jan Thielmann erzielte.
In der Folge war es insbesondere der Torschütze, der ein ums andere Mal am Gäste-Keeper hängengeblieben war. Downs hingegen hatte im ersten Durchgang nach seiner Großchance Mühe, aus seinen aussichtsreichen Positionen zu weiteren klaren Abschlüssen zu kommen. Das änderte sich jedoch im zweiten Durchgang.
Downs trifft erst und verzweifelt dann
Erst erzielte der Stürmer, der erstmals nach seiner Handverletzung Anfang März in der Startelf gestanden hatte, in der 56. Minute ein überragendes Tor zum 3:1. Dann jedoch scheiterte Downs innerhalb von zehn Minuten gleich drei Mal mit hochkarätigen Chancen (59./61./65.). „Ich hatte bei den einfacheren Situationen heute mehr Probleme“, sagte der Stürmer selbst nach dem Spiel.
Downs jedoch wird es verkraften können, immerhin erzielte er seinen zehnten Saisontreffer mehr als sehenswert. „Beim Tor habe ich den Ball mit der Brust angenommen, habe aber gemerkt, dass er mir etwas zu weit weggesprungen ist. Ich habe deshalb versucht den Ball noch mal etwas mehr in meine Richtung zu lupfen. Dann hatte ich einen ziemlich freien Schuss, den ich dann genommen habe“, beschrieb der 20-Jährige das 3:1 aus seiner Sicht. Dabei gab Downs zu: „Heute hätte ich ein, zwei Dinger mehr machen müssen, aber das gehört dazu.“
Erster Startelf-Einsatz seit sechs Monaten
Zum ersten Mal seit einem halben Jahr standen Downs und Lemperle dabei gemeinsam in der Startelf. Zuletzt war dies in der Hinrunde bei der 1:5-Niederlage gegen den SV Darmstadt der Fall gewesen. In der Folge hatte zumeist der ein oder andere jeweils abwechselnd mit Verletzungen zu kämpfen gehabt, sodass es bis zum 30. Spieltag dauerte, ehe Trainer Gerhard Struber wieder auf sein erfolgreiches Stum-Duo setzen konnte.
Dabei sei das Zusammenspiel der beiden „brutal gut“ gewesen, wie Downs hinterher erklärte. „Tim und ich verstehen uns richtig gut auf dem Platz, das hat man in mehreren Phasen des Spiels gesehen.“ Dabei mache es dem Angreifer „extrem viel Spaß“ mit Lemperle gemeinsam auf dem Platz zu stehen. Obwohl beide ähnliche Spielertypen seien, „können wir als Stürmer viele Sachen abdecken. Wir können den Ball am Fuß haben, aber auch in die Tiefe gehen. So können wir uns gut abwechseln und der Defensive viele Probleme machen.“
Beide haben Tiefe, beide haben Dynamik, beide können Bälle gut sichern, beide sind für Gegner schwer zu handeln und beide sind torgefährlich.
GErhard struber über damion downs und tim lemperle
Auch Struber, der für Downs erstmals seit drei Spieltagen Imad Rondic wieder auf die Bank setze, zeigte ich hinterher zufrieden mit seiner Angriffsreihe. „Sie bringen uns Unberechenbarkeit“, sagte der Trainer. „Beide haben Tiefe, beide haben Dynamik, beide können Bälle gut sichern, beide sind für Gegner schwer zu handeln und beide sind torgefährlich. Das tut uns gut und macht uns in unserer Ausrichtung noch einmal schwerer auszurechnen.“
Das sagt Christian Keller zum Erfolgs-Duo
Auch Sportchef Christian Keller hat der Auftritt des Duos am Ostersonntag „gut gefallen.“ Wenngleich der Geschäftsführer anmerkte, dass beide „in Sachen Effizienz, in Sachen Anlaufen, in Sachen Positionierung“ noch Luft nach oben hätten. Dennoch wollte Keller nach dem erfolgreichen Spiel mit insgesamt drei Stürmertoren, schließlich hatte auch Luca Waldschmidt getroffen, nicht allzu kritisch mit seinen Angreifern sein.
„Sie haben beide ein Tor gemacht, sie waren beide sehr engagiert gegen den Ball, sie haben viele Bälle gesichert und unserem Spiel viel Tiefe gegeben. Das war wichtig für uns“, schloss der 46-Jährige lobend ab. Sollten sowohl Lemperle als auch Downs im Saison-Endspurt fit bleiben, haben beide Angreifer noch vier Spiele, die sie gemeinsam absolvieren können. Dann zieht es Lemperle bekanntlich zur TSG Hoffenheim, während Downs seinen Vertrag verlängern und zum Bundesliga-Torjäger beim FC werden soll. Dann nur „leider nicht mehr“ zusammen mit Tim Lemperle, drückte auch Damion Downs sein Bedauern über den Wechsel seines Sturmpartners aus.








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