Suche nach sportlicher Leitung: FC hat keine Zeit! Bleibt Funkel in neuer Rolle?

Friedhelm Funkel auf dem Trainingsplatz - Thomas Kessler (li.) sieht zu. (Foto: Bucco)
Friedhelm Funkel auf dem Trainingsplatz - Thomas Kessler (li.) sieht zu. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln muss schnell handeln: Sobald die Ligazugehörigkeit feststeht, müssen die Geißböcke zeitnah einen neuen Sport-Geschäftsführer und Cheftrainer präsentieren. Welche Rolle spielt dabei womöglich Friedhelm Funkel?

Friedhelm Funkel will den 1. FC Köln am Sonntag zurück in die Bundesliga führen. Dann hätte der 71-Jährige seine Mission erfüllt. Doch was wird dann aus dem Trainer-Routinier? Dass der erfahrene Übungsleiter über die Saison hinaus Cheftrainer der Geißböcke bleibt, ist nach GEISSBLOG-Informationen unwahrscheinlich.

Der Grund: Funkel fühlt sich zwar noch fit, doch auch er selbst zweifelt daran, ob er noch einmal die Kraft für eine vollständige Saison inklusive Vorbereitung, Trainingslagern und den Aufs und Abs an 34 Spieltagen hätte. Doch seine Expertise will man am Geißbockheim sehr wohl behalten und auch künftig darauf zurückgreifen.

Balanceakt nach Keller-Aus nötig

Daher laufen im Hintergrund die Gedankenspiele, wie man Funkel auch künftig einbinden will. Auffällig war zuletzt, wie vehement sich der 71-Jährige für Thomas Kessler nicht nur als Interims-, sondern als dauerhaften Sportchef einsetzt. Funkel sieht in dem 39-Jährigen den geeigneten Kandidaten, den nötigen Balanceakt hinzubekommen zwischen dem bereits eingeschlagenen Weg der vergangenen Jahre und den nötigen Veränderungen im sportlichen Bereich.

Einig ist man sich beim FC: Ex-Sportchef Christian Keller hatte in einigen Bereichen den FC vorangebracht und wichtige Veränderungen angestoßen. Diese Entwicklung soll fortgesetzt, bereits ausgearbeitete Pläne (u.a. in der Infrastruktur und Digitalisierung) umgesetzt werden. Kessler könnte dafür sorgen, kennt er doch alle Maßnahmen, die bereits auf den Weg gebracht wurden.

Funkel als Kessler-Berater?

Doch einig ist man sich beim FC auch, dass im sportlichen Bereich vieles im Argen liegt und längst nicht Bundesliga-tauglich ist. Hier könnte Funkel helfen. Zusammen mit Kessler könnte der 71-Jährige zunächst den neuen Cheftrainer der Geißböcke auswählen und mit darauf achten, dass dieser zur Mannschaft passt. Weil Funkel die Truppe nun gut kennt, wäre er in der Lage, zusammen mit Kessler einen geeigneten Kandidaten zu finden.

Anschließend könnten Kessler, Funkel und der neue Chefcoach die Kaderplanung für die nächste Saison übernehmen. Kessler hätte mit Funkel einen erfahrenen Berater an seiner Seite, könnte andererseits die ersten Schritte als die sportliche Nummer eins beim FC gehen und sich auf das Wort des Trainer-Routiniers verlassen. Zwischen dem Duo herrschen schon länger große Wertschätzung und Vertrauen.

Setzt der FC auf Kontinuität?

Wird Funkel also im Sommer Kessler-Berater bei der Trainersuche und der Kaderplanung? Nicht auszuschließen, denn der noch amtierende Vorstand hat kaum noch Argumente, selbst einen externen Sport-Geschäftsführer auszuwählen, ehe man im September abtritt. Der FC würde mit dem Duo Kessler/Funkel vielmehr auf Kontinuität setzen und einen Übergang schaffen, um die guten Veränderungen der letzten Jahre fortzusetzen und die nötigen Korrekturen am Weg zu vollziehen.

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