Der 1. FC Köln hat bald womöglich einen neuen Nationalspieler in seinen Reihen: Damion Downs steht im vorläufigen Kader der USA für den Gold Cup. Folgt auf die Reise zur Nationalmannschaft die Vertragsverlängerung am Geißbockheim?
Am Montag veröffentlichte der Kontinentalverband CONCACAF die vorläufigen Aufgebote der Gold-Cup-Teilnehmer. Bis zu 60 Spieler umfassen die Kader der 16 Nationen aus Nord- und Zentralamerika sowie der Karibik. Und einer dieser zahlreichen Akteure ist ein Aufstiegsgarant des 1. FC Köln.
Damion Downs, gemeinsam mit Tim Lemperle der beste Torjäger der abgelaufenen Saison, hat es in die Auswahl der USA geschafft. Bis zum 4. Juni muss Nationalcoach Mauricio Pochettino sein endgültiges Aufgebot bestimmen, dieses umfasst dann 26 Spieler.
Downs-Debüt unter Pochettino?
Laut Sky soll Downs bereits für das Trainingscamp im Vorfeld des Gold Cups nominiert worden sein, was für einen Platz im finalen Kader sprechen könnte. Schließlich dürfte Pochettino wohl kaum alle 60 Spieler seiner vorläufigen Auswahl auf dem Trainingsrasen versammeln.
Dass der Star-Coach (zuvor unter anderem Tottenham, PSG und Chelsea) großes Interesse an Downs hat, ist längst bekannt. Im Februar hatte Pochettino seinen Assistenten Miguel D’Agostino nach Köln geschickt, um den 20-jährigen Angreifer zu beobachten (der GEISSBLOG berichtete exklusiv). In der damaligen Abstellungsperiode hatte Downs‘ Handbruch eine Nominierung allerdings unmöglich gemacht.

Nun winkt mit dem Gold Cup die riesige Chance, sich für die Weltmeisterschaft 2026 zu empfehlen. Das Kontinentalturnier findet vom 14. Juni bis 6. Juli in den USA und Kanada statt, dient also auch als Generalprobe und Casting für die WM im nächsten Jahr. Das US-Team trifft in der Vorrunde in Gruppe D zunächst auf Trinidad und Tobago, Gastland Saudi-Arabien und Haiti. Sollte Downs dabei sein und mit seiner Mannschaft weit kommen, dürfte der Trainingsauftakt am Geißbockheim ohne ihn steigen. Für die USA debütieren könnte er bei den Testspielen gegen die Türkei (7. Juni) oder die Schweiz (11. Juni).
In der gerade beendeten Saison absolvierte der Deutsch-Amerikaner seine ersten Länderspiele – für die U20 des DFB. Im Sommer 2024 hatte ihn der US-Verband zwar in den vorläufigen Kader für die Olympischen Spiele in Paris berufen, letztlich aber nicht nominiert. Diesmal, mit zehn Zweitliga-Toren und fünf Vorlagen im Gepäck, dürfte der FC-Stürmer bessere Chancen auf eine Turnierteilnahme haben.
Als Bundesliga-Torjäger zur WM?
Darüber hinaus wird es immer wahrscheinlicher, dass Downs auch in der kommenden Saison für die Geißböcke auflaufen wird. Laut Sky deute „vieles daraufhin, dass er dem FC erhalten bleibt“. Downs‘ Vertrag läuft Stand jetzt bis zum 30. Juni 2026. Am Geißbockheim ist man optimistisch und offenbar weit vorangeschritten, was eine vorzeitige Verlängerung angeht – ansonsten müsste der Torjäger in diesem Sommer verkauft werden, damit nicht das nächste Eigengewächs ablösefrei wechselt.
Im Januar hatte Downs im Interview mit dem GEISSBLOG auf die Frage, ob er sich eine Vertragsverlängerung vorstellen könne, gesagt: „Auf jeden Fall. Ich fühle mich hier beim FC wohl und wenn die Zeit so weit ist, dann wird man sich unterhalten.“ In Köln hat er die Chance auf einen Bundesliga-Stammplatz, was wiederum seinen WM-Aussichten zuträglich wäre.








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