FC stellt neuen Geschäftsführer vor: „Hohe Fachkompetenz und tiefes Verständnis“

Philipp Liesenfeld wird neuer Geschäftsführer Marketing und Vertrieb beim 1. FC Köln. (Foto: 1. FC Köln/Henrik Steinert)
Philipp Liesenfeld wird neuer Geschäftsführer Marketing und Vertrieb beim 1. FC Köln. (Foto: 1. FC Köln/Henrik Steinert)

Der 1. FC Köln hat einen neuen Geschäftsführer präsentiert: Philipp Liesenfeld verantwortet künftig die Bereiche Marketing und Vertrieb. Der 37-Jährige kommt aus den eigenen Reihen und rückt an die Seite von Finanzboss Philipp Türoff.

Die erste Personalie, die der 1. FC Köln nach dem Aufstieg in die Bundesliga verkündet, ist nicht sportlicher Natur. Wie die Geißböcke am Mittwochvormittag bekannt gegeben haben, rückt Philipp Liesenfeld in die Geschäftsführung auf. Als Marketingchef folgt er auf Markus Rejek, von dem sich der FC im Februar vorzeitig getrennt hatte.

Liesenfeld arbeitet bereits seit 2012 für den Club, hatte zuletzt die Leitung der Stabsstelle Unternehmensentwicklung und Internationalisierung inne. In dieser Funktion zählte er zu den wichtigsten Mitarbeitern Rejeks. Nach dessen Aus finalisierte Liesenfeld gemeinsam mit dem einzig verbliebenen Geschäftsführer Philipp Türoff unter anderem den Adidas-Deal.

Wolf: „Große Dynamik und Weitsicht“

„Wir freuen uns sehr, mit Philipp Liesenfeld eine Führungspersönlichkeit aus den eigenen Reihen für diese Schlüsselposition gewonnen zu haben“, sagt FC-Präsident Werner Wolf. „Die Entscheidung für ihn fiel nach einem intensiven, mehrstufigen Auswahlprozess, den wir gemeinsam mit einem renommierten externen Personalberatungsunternehmen durchgeführt haben.“

Liesenfeld habe sich dabei in einem viermonatigen Prozess gegen eine Vielzahl an externen, hochqualifizierten Managern durchgesetzt. „Er bringt nicht nur eine hohe Fachkompetenz und ein tiefes Verständnis für unseren Club und seine Werte mit, sondern auch die notwendige innovative Denkweise, um die kommenden Herausforderungen, insbesondere die Eigenvermarktung ab 2026, erfolgreich zu gestalten. Wir sind überzeugt, dass er die Bereiche Marketing und Vertrieb mit großer Dynamik und Weitsicht führen wird.“

Zur Wahrheit gehört allerdings wohl auch, dass das scheidende FC-Präsidium auch Absagen erhalten haben soll. Dem Vernehmen soll es einige Kandidaten abgeschreckt haben, dass Stand jetzt unklar ist, wer ab Herbst im Club das Sagen hat.

Das sagen Liesenfeld und Türoff

„Ich bedanke mich beim Vorstand und dem Gemeinsamen Ausschuss für das große Vertrauen, das sie in mich setzen. Der 1. FC Köln ist für mich seit über einem Jahrzehnt weit mehr als nur ein Arbeitgeber. Die neue Aufgabe gehe ich mit riesiger Motivation, großem Respekt und voller Tatendrang an. Gemeinsam mit meinem Team möchte ich die positive Energie des Aufstiegs nutzen, unsere Marke weiter stärken, die Digitalisierung vorantreiben und die Beziehung zu unseren Fans und Partnern noch intensiver gestalten“ , sagt Liesenfeld zu seiner neuen Aufgabe.

Geschäftsführer-Kollege Türoff ergänzt: „Philipp Liesenfeld und ich haben in den vergangenen Monaten bereits intensiv im Bereich der Vermarktung zusammengearbeitet und konnten beispielsweise die Partnerschaft mit adidas gemeinsam realisieren. Ich freue mich außerordentlich auf die Fortsetzung unserer Zusammenarbeit in der neuen Konstellation.“

Die Eigenvermarktung ab 2026 ist ein wichtiger Schritt in der strategischen Ausrichtung des FC, die wir mit Mut und Kreativität angehen werden.

Philipp LIesenfeld

Eine zentrale Aufgabe Liesenfelds: Der FC wird sich ab 1. Juli 2026 erstmals seit 25 Jahren wieder selbst vermarkten, ohne eine externe Agentur (seit 2014 Infront). Diesen gewaltigen Schritt gilt es vorzubereiten. Liesenfeld kommt dabei gewiss zugute, dass er die internen Prozesse kennt und schon Teil der bisherigen Planungen war. „Die Eigenvermarktung ab 2026 ist ein wichtiger Schritt in der strategischen Ausrichtung des FC, die wir mit Mut und Kreativität angehen werden, um die wirtschaftliche Basis des FC weiterhin zu stärken“, sagt Liesenfeld selbst zu der Herausforderung.

Kessler bleibt in der Verantwortung

Ebenfalls beschlossene Sache ist nach GEISSBLOG-Informationen, dass Thomas Kessler weiterhin den sportlichen Bereich verantworten wird. Unklar ist dabei noch, ob er dies wie aktuell als Sportdirektor tut oder ebenfalls in die Geschäftsführung aufsteigt.

Denkbar ist, dass Türoff und Liesenfeld bis zur Vorstandswahl eine Doppelspitze bilden und Kessler zunächst ohne Geschäftsführer-Posten die volle Entscheidungsgewalt für den sportlichen Bereich erhält. Im Herbst könnte dann das neue Präsidium entscheiden, ob Kessler in die Chefetage aufrückt oder eine externe Lösung gesucht wird.

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