Said und Malek El Mala wollen in der kommenden Saison beim 1. FC Köln durchstarten. Dabei hätten beide ihre Karriere beinahe schon geendet, ehe sie richtig Fahrt aufnehmen konnte. Viktoria Köln gab den beiden Brüdern jedoch eine Chance.
Die vergangenen zwei Jahren dürften Said und Malek El Mala wie im Traum vorgekommen sein. Schließlich ist es noch nicht lange her, da hatten die beiden Brüder mit einer Karriere im Profi-Fußball schon praktisch abgeschlossen. Das Duo spielte in der Jugend im Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Mönchengladbach. 2021 waren die El Malas dort jedoch aussortiert worden. Said nach der U15, der ein Jahr ältere Malek am Ende der U16-Saison.
Mit dieser Enttäuschung umzugehen, fiel beiden nicht leicht. Said wollte sogar ganz mit dem Fußballspielen aufhören, wie beide nun in einem Interview im Geißbockecho ihres neuen Clubs erzählen. „Ich habe ihn überredet, dass wir zumindest noch mit unseren Freunden spielen“, berichtet Malek. Also ging es für die beiden zum TSV Meerbusch, ganz in die Nähe der Heimat der beiden in Krefeld.
Nur die Viktoria hat an die El Malas geglaubt
Während der beiden Spielzeiten in der U17 konnte das Duo einen Verein aus dem Umland auf sich aufmerksam machen: die Viktoria aus Köln. „Die Viktoria war der einzige Verein, der in uns etwas gesehen hat“, gibt Said zu. Doch auch in Höhenberg mussten die beiden Brüder zunächst das Probetraining durchlaufen – mit Erfolg. Beide wechselten 2023 nach Köln.
Dort liefen sie zunächst für die U19 der Viktoria auf. Said erzielte in 19 Spielen elf Tore und sechs Vorlagen, sein älterer Bruder traf in 22 Spielen zehn Mal und bereitete sieben weitere Treffer vor. Dabei war Malek El Mala früher eigentlich Abwehrspieler, im Probetraining schnitt er als Stürmer jedoch besser ab und agierte fortan in vorderster Reihe. Mit ihren Leistungen wurde das Duo dann schnell auch ein Thema für die Profis von Trainer Olaf Janßen.
Janßen verrät: Mitspieler ratlos wegen El Mala
Der nun zum SV Sandhausen wechselnde Fußballlehrer erinnert sich dabei noch an die erste Trainingseinheit von Malek. In einer Eins-gegen-Eins-Trainingsform seien nach einer Viertelstunde Spieler zu Janßen gekommen und hätten gefragt, ob er sie noch alle habe und wie sie El Mala denn verteidigten sollten. „Er hat den Ball vorbeigelegt und dann seine Geschwindigkeit ausgespielt. Die Mitspieler konnten ihn nicht bremsen.“ Dabei fügt Janßen hinzu: „Zu meiner Zeit wäre er nach ein, zwei solcher Versuche von einem erfahrenen Spieler hart umgegrätscht worden.“
Die große Stärke der beiden Brüder sei dabei ihre Unbekümmertheit. Beide stammen aus einem bodenständigen Elternhaus, versuchen abseits des Platzes ein normales Leben zu führen. Nach den Trainingseinheiten im Nachwuchs ging es für die beiden Brüder häufig noch auf den Bolzplatz, wodurch sie sich das Straßenkicker-Gen beibehalten haben.
Jetzt gilt es, dranzubleiben und stetig besser werden zu wollen.
Olaf janßen
Laut Janßen müssten beide jedoch in manchen Situationen „noch ein bisschen mehr Ernsthaftigkeit reinbekommen, um die Dinge zu greifen, die möglich sind.“ Das Potenzial sei dabei längst noch nicht ausgeschöpft. „Jetzt gilt es, dranzubleiben und stetig besser werden zu wollen.“ Der 1. FC Köln soll dabei ab der kommenden Saison der nächste Partner in der Entwicklung der beiden talentierten Brüder werden.








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