Marvin Obuz ist mit einem Doppelpack und einem Seitenhieb zu Rot-Weiss Essen zurückgekehrt. Nach seinem Comeback für den Drittligisten sprach der Flügelspieler über das fehlende Vertrauen beim 1. FC Köln.
Es war zwar nur ein erstes Testspiel, doch Marvin Obuz avancierte direkt zum gefeierten Mann des Tages. Bei Rot-Weiss Essens erster Vorbereitungspartie, einem 10:0-Erfolg gegen Landesligist VfB Bottrop, steuerte der Ex-Profi des 1. FC Köln zwei Tore bei und wurde von den Fans euphorisch wieder bei RWE aufgenommen. „Wenn man so herzlich empfangen wird, tut das schon gut“, freute sich Obuz nach seinem geglückten Comeback.
In der Saison 2023/24 hatte der gebürtige Kölner auf Leihbasis für Essen gespielt und sich mit sieben Treffern sowie 14 Assists zum Top-Scorer aufgeschwungen. Umso enttäuschender verlief die anschließende Heimkehr zum FC. Obuz wurde in der 2. Bundesliga lediglich fünfmal eingewechselt, durfte nur knapp 100 Minuten an der Aufstiegsmission mitwirken.
Obuz: „Es passt hier einfach perfekt“
Nach seiner gefeierten Rückkehr nach Essen erklärte er nun: „Ich versuche, das als Motivation anzusehen. Ich möchte dieses Vertrauen, was ich im letzten Jahr nicht bekommen habe, mitnehmen und es passt hier einfach perfekt. Daher bin ich mir sicher, dass auch wieder starke Leistungen kommen werden.“
Ein kleiner, verständlicher Seitenhieb in Richtung Geißbockheim. Sportdirektor Thomas Kessler hatte zuletzt schon sein Bedauern für Obuz‘ Abgang ausgedrückt und öffentlich zugegeben: „Diese Personalie tut mir persönlich extrem leid, weil ich Marvin für einen sehr guten Fußballer halte, der – das muss man ehrlich sagen und das passiert leider im Laufe einer Saison, wenn du unter Druck stehst und aufsteigen willst – hintenübergekippt ist.“
Kessler hätte sich von Ex-Coach Gerhard Struber einen anderen Umgang mit dem 23-Jährigen gewünscht, ergänzte: „Wenn Marvin die Chance bekommen hat, hat er sie in einer Formation bekommen, wo er nicht zu Hause war. Dann sollte er in Testspielen glänzen, wo die Hälfte der Mannschaft auf Länderspielreise und die andere Hälfte gedanklich im Feierabend war.“ Das sei „einfach unfair“ gewesen.
Obuz will mit RWE „das Maximale herausholen“
Für Obuz war es nicht das erste Mal in seiner noch jungen Karriere, dass er sich in einer Zuschauerrolle wiederfand. „Ich hatte eine ähnliche Phase am Anfang meiner Zeit bei Rot-Weiss und auch bei Holstein Kiel, die noch ähnlicher zu der in Köln war. Ich denke, ich kann nun besser auf solche Umstände reagieren“, sagte er nach dem Sieg gegen Bottrop.
Jetzt also spürt Obuz wieder das notwendige Vertrauen und will bei RWE als Leistungsträger vorangehen – womöglich erneut einen Aufstieg feiern. „Wr haben auf jeden Fall sehr viel Qualität und können das Maximale herausholen“, weiß der Flügelflitzer, dass Essen zu den Mitfavoriten in der 3. Liga zählt. Wobei er nach dem Testspiel-Auftakt auch zu bedenken gab: „Wir sind erst am Anfang der Vorbereitung, erst müssen wir als Mannschaft wieder zusammenkommen – und dann werden wir in Ruhe besprechen, welche Zielsetzung wir haben.“








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