In seinen ersten Wochen zeigt Isak Johannesson, warum ihn der 1. FC Köln für eine vergleichsweise hohe Ablösesumme von Fortuna Düsseldorf losgeeist hat. Trotzdem mahnt Trainer Lukas Kwasniok vor einer zu großen Erwartungshaltung.
Isak Johannesson und Eric Martel dürften sich in der kommenden Saison ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Beide Mittelfeldspieler gelten als wahre Lauf-Maschinen und machen vor keinem Extra-Meter halt. In der vergangenen Zweitliga-Saison spulte der Kölner Neuzugang mit 386,1 Kilometern die meisten aller Spieler ab. Bei 32 Einsätzen sind das knapp über zwölf Kilometer pro Spiel.
Martel stand eine Partie weniger auf dem Feld als der Isländer, lief mit 352 aber auch knapp 30 Kilometer weniger als sein neuer Teamkollege. Zum Vergleich: In der Bundesliga wäre Johannesson mit seinem Wert in der vergangenen Spielzeit auf Rang vier gelandet. Kaishu Sano, der mit 393 Kilometern die Saison auf Rang eins beendete, stand allerdings auch in allen 34 Partien für Mainz 05 auf dem Feld. Würde man Johannessons Laufleistung auf 34 Spieltage hochrechnen, wäre der 22-Jährige am Ende bei knapp 410 Kilometern gelandet.
Kwasniok schwärmt und scherzt über Ablöse
In seinen ersten Wochen beim 1. FC Köln überzeugt der Neuzugang von Fortuna Düsseldorf jedoch nicht alleine mit seiner Laufstärke. Johannesson ist als klassischer Box-to-Box-Spieler auf der Acht praktisch überall zu finden, lässt sich zum Teil tief zwischen die Innenverteidiger fallen oder stößt auf der anderen Seite bis in den gegnerischen Sechzehner. Dabei fordert der Isländer immer wieder proaktiv den Ball und dient als wichtige Anspielstation für praktisch alle Mannschaftsteile.
Mit seinem sehenswerten Treffer mit dem linken Fuß gegen Siegburg stellte der FC-Profi zudem seine Torgefahr erstmals unter Beweis. „Er bringt alles mit“, schwärmte auch Lukas Kwasniok nach dem 7:0-Erfolg am Mittwoch. Dabei legte der Trainer schmunzelnd nach: „Deswegen war er auch nicht ganz so günstig.“ Etwas mehr als fünf Millionen Euro hatte sich der FC die Dienste des ehemaligen Fortunen kosten lassen. Dass Johannesson überhaupt für diese Summe wechseln konnte, lag an der vertraglich verankerten Ausstiegsklausel.
Fünfmal Champions League, noch nie Bundesliga
„Er ist ein guter Fußballer“, fuhr Kwasniok mit seinem Lob fort. „Er kann viel und auch intensiv laufen, hat eine gute Dynamik, einen guten ersten Step und kann an den Gegenspielern vorbei gehen.“ Allerdings mahnte der Trainer auch, dass Johannesson in Deutschland bislang erst in der 2. Bundesliga gespielt hat. Zwar hat der Spieler auch bereits fünf Champions League- und acht Conference-League-Spiele für den FC Kopenhagen in seiner Vita stehen. Seine Bundesliga-Tauglichkeit müsse er jedoch „erstmal unter Beweis stellen“, so Kwasnioks Worte.
Trotzdem deutet sich schon jetzt an, dass Johannesson mit Blick auf eine mögliche Startelf zum Pflichtspiel-Auftakt in zwei Wochen gegen Jahn Regensburg gute Karten haben dürfte. „Wir haben die Fantasie, dass er in der nächsten Saison eine wichtige und tragende Rolle spielen kann“, meinte Kwasniok. Und das, obwohl Johannesson noch keine Minute in der Bundesliga auf dem Feld gestanden hat.








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