„Nicht ganz so, wie wir das gewohnt sind“: Schwäbe erst wacklig, dann stark

Marvin Schwäbe ließ zwei Schüsse gegen RB Leipzig nach vorne prallen. (Foto: IMAGO / Huebner)
Marvin Schwäbe ließ zwei Schüsse gegen RB Leipzig nach vorne prallen. (Foto: IMAGO / Huebner)

Der 1. FC Köln hat seine erste Niederlage der Saison kassiert. Beim 1:3 gegen RB Leipzig stand auch Marvin Schwäbe im Fokus – mal mehr, und mal weniger gewollt.

Vor dem 0:1 in der Red-Bull-Arena hielt Marvin Schwäbe zunächst glänzend, beim Nachschuss von Assan Ouédraogo war er dann jedoch machtlos. Auch beim 1:2 kurz vor der Pause war es ähnlich: Erst die starke Parade, dann war der Keeper beim Abstauber von Romulo ohne Chancen. Zwei Szenen, die am Samstagabend gezeigt haben: Schwäbe war zwar da, aber Leipzig war einfach konsequenter.

Zwischendurch allerdings gab es ungewohnte Momente von der Kölner Nummer eins. In der 25. Minute eilte der Keeper aus seinem Strafraum, grätschte jedoch den Ball vorbei. Der FC hatte Glück, dass Leipzig nach dem 1:1 durch Thielmann in dieser Situation nicht postwendend den Ausgleich erzielte. „Da hat er sich verschätzt, wo er rausgelaufen ist und den Ball falsch eingeschätzt hat“, erklärte Sportdirektor Thomas Kessler später.

Zwei Wackler rund um die Pause

Weitere Wackler folgten dabei kurz vor und kurz nach der Pause: In der 43. Minute ließ Schwäbe erst einen Ball nach Romulos Abschluss nach vorne klatschen – Christoph Baumgartner wäre beinahe zum Nutznießer geworden. In der 47. Minute war es dann wieder Romulo per Kopf nach einem Raum-Freistoß. Schwäbe parierte zwar, konnte den Ball aber nicht festhalten. Szenen, die den Kölner Kapitän selbst wohl am meisten geärgert haben dürften.

„Sicher ist der eine oder andere Ball nicht ganz so bei ihm geblieben, wie wir das gewohnt sind“, gab auch Kessler zu. Gleichzeitig stellte der Sportchef klar: „Marvin war nicht dafür verantwortlich, dass wir das Spiel verloren haben.“ Vielmehr sei Schwäbe danach „wieder gut im Spiel“ gewesen. Insbesondere die Großchance von Diomande, als der Leipziger frei auf ihn zu lief, vereitelte Schwäbe dann wieder stark in gewohnter Manier, blieb lange stehen und hielt den FC im Spiel. „Es gab noch die eine Situation in der Tiefe, die er sehr abgeklärt verteidigt hat. Das ist ein Zeichen, dass er großes Vertrauen in sich selbst hat“, lobte Kessler.

Zweites direktes Freistoß-Tor in Folge

Einen bitteren Beigeschmack hatte derweil erneut ein Standard: Wie schon gegen Wolfsburg, als Maximilian Arnold per direktem Freistoß traf, musste Schwäbe auch diesmal gegen Leipzig einen Ball aus der Torwartecke fischen. Raum schoss jedoch so platziert, dass Schwäbe den Ball erst spät sah und keine Chance hatte. Schuld traf dabei wenn überhaupt die Mauer, die beim Absprung kein gutes Timing erwischt hatte.

Unterm Strich war es also ein gemischter Auftritt für Schwäbe wie auch für den gesamten FC. Für beide gilt jedoch auch: Das 1:3 gegen einen Champions-League-Anwärter darf nur kurz wehtun. Vielmehr dürfte die Leistung, speziell in der zweiten Halbzeit, Rückwind für die nächsten Auftritte gegen Stuttgart und Hoffenheim geben.

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