Der 1. FC Köln hofft nach dem Wahl-Wochenende in Köln auf eine Wende für den Ausbau am Geißbockheim. Verhilft der neue Oberbürgermeister zum Durchbruch?
Am Mittwoch ist es soweit: Der 1. FC Köln hat nur drei Tage nach der Wahl den neuen Oberbürgermeister Torsten Burmester zum Gespräch empfangen. Worum es in diesem Austausch gehen soll, ist kein Geheimnis: Der FC will so schnell wie möglich die Grundlagen legen, um unter einer neuen Administration den Ausbau am Geißbockheim voranzutreiben.
Und das auf beiden Seiten: Schließlich ist nicht nur Burmester erst am Sonntag zum neuen OB gewählt worden und dabei noch gar nicht offiziell im Amt. Am Samstag wurde auch der neue FC-Vorstand gewählt, und so werden Jörn Stobbe, Jörg Alvermann und Ulf Sobek mit dabei sein, wenn Burmester auf eine FC-Delegation trifft.
Mit der SPD soll es kein neues Moratorium geben
Zunächst soll es wohl ein informeller Austausch werden. Denn Burmester muss erst noch abwarten, bis er am 1. November offiziell als Stadtoberhaupt von Köln seinen Dienst antritt. Darüber hinaus ist noch nicht klar, welches Ratsbündnis in Köln künftig regieren wird. Zuletzt hatte dieses aus Grüne, CDU und Volt bestanden. So wird es dieses Mal nicht mehr kommen. SPD-Politiker Burmester hofft, dass seine Partei Teil eines neuen Bündnisses wird.
Dafür aber muss es Lösungen geben, und die werden erst einmal hinter verschlossenen Türen verhandelt. Vor fünf Jahren hatten die Grünen der CDU die Pistole auf die Brust gesetzt und ein Moratorium für den Geißbockheim-Ausbau zur Voraussetzung gemacht, damit die Christdemokraten Teil des Ratsbündnisses werden dürften. Die CDU hatte dieses Zugeständnis gemacht und damit sein Versprechen an den FC verraten. Mit der SPD soll es ein solches Moratorium künftig nicht mehr geben.
Blockade-Politik soll enden
Die Sozialdemokraten hatten als einzige der großen Parteien im Wahlkampf ohne Hintertür zum FC und dessen Ausbauplänen gestanden. Entsprechend will die SPD in die Gespräche mit den anderen Parteien über ein mögliches Ratsbündnis gehen. Derweil nimmt Burmester am Mittwoch erstmals Kontakt zu den Geißböcken auf, um die Grundlagen für eine erfolgreichere Zusammenarbeit zu legen als in den vergangenen fünf Jahren der Blockade-Politik durch den alten Stadtrat.
Klar ist: Der FC hatte sich eine Wahl Burmesters zum OB gewünscht. Im Wahlkampf hatten die Geißböcke sich klar gegen die Positionen der Grünen gestellt und sich für eine Unterstützung der Club-Pläne ausgesprochen. Dabei geht es einerseits um den Bau des Leistungszentrums, aber vor allem um die geplanten Fußballplätze auf den Gleueler Wiesen. Diese waren bislang ebenso verhindert worden wie der Bau von Satellitenplätzen, auf die der FC hätte ausweichen können. Nun soll es mit Burmester an der Spitze Kölns und mit Stobbe an der Spitze des FC endlich voran gehen.








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