Der 1. FC Köln erlebt unter Lukas Kwasniok einen bemerkenswerten Start in die Bundesliga-Saison. Nun steht der Aufsteiger mit seinem Trainer vor zwei absoluten Highlights.
Von Linda Dragovic
Für Lukas Kwasniok ist es die erste Saison als Cheftrainer in der Bundesliga. Zuvor trainierte der 44-Jährige den FC Carl Zeiss Jena, den 1.FC Saarbrücken und zuletzt den SC Paderborn. Nach einem ordentlichen Start in die Bundesliga mit dem 1. FC Köln, warten mit Borussia Dortmund und dem FC Bayern München nun die beiden Aushängeschilder des deutschen Fußballs auf den FC. Doch auch auf diese Spiele blickt der FC voller Vorfreude und Optimismus.
„Das werden zwei Highlight-Spiele, die wir genießen und alles raushauen können. Wir haben schon letztes Jahr im Pokal gezeigt, dass wir was reißen können. Ich liebe solche Spiele und wir freuen uns drauf“, sagte FC-Innenverteidiger Dominique Heintz schon nach dem Spiel gegen den FC Augsburg.
FC-Trainer erwartet bei Premiere „ein Knistern“
Eine Aussage, die Lukas Kwasniok nicht unkommentiert ließ: „Vor dem Spiel lieben wir sie alle“, sagte der FC-Trainer, für den es das erste Aufeinandertreffen mit den beiden Champions-League-Clubs sein wird. Kwasniok mahnte jedoch auch: „Wenn du Pech hast, kriegst du eine Reise. Dann lieben wir sie alle nicht.“ Das Spiel beim BVB wird dabei überhaupt erst das achte Bundesliga-Spiel in Kwasnioks Trainer-Laufbahn. „Das ist nichts Routiniertes“, erklärte Kwasniok und erwartet: „Das erste Mal vor der Gelben Wand wird ein Knistern.“
Das Duell mit dem BVB verspricht dabei ein Spiel mit viel Kampfgeist und hoher Intensität. In sieben Partien holte der BVB bislang 14 Punkte und hält damit Anschluss zur Tabellenspitze. Dortmund, die bis vor ihrem letzten Spiel gegen den FC Bayern München noch ungeschlagen waren, treffen mit dem FC derweil auf eine Mannschaft, die nach dem erfolgreichen Saisonstart selbst mit breiter Brust in die Partie gehen kann.
Kwasniok will „Punkt klauen“
In den drei letzten direkten Aufeinandertreffen gab es für den FC allerdings nichts zu holen. In der Abstiegssaison unterlag der FC in Dortmund mit 0:1, zuhause gab es sogar ein 0:4. Im März 2023 machte Dortmund das halbe Dutzend voll und siegte mit 6:1 gegen die Geißböcke.
Entsprechend weiß auch Kwasniok, dass die Hürde beim BVB durchaus nicht zu verachten ist. Womöglich wählt der Trainer auch eine eher defensivere Ausrichtung, sagte er noch nach dem Spiel gegen den FC Augsburg: „Jetzt gehen wir in die Trainingswoche und versuchen, gegen den BVB den einen Punkt, den man von Beginn an hat, zu klauen.“
Habe das Gefühl, dass sie in einer völlig anderen Liga unterwegs sind.
Lukas KWasniok
Nur vier Tage später geht es für den FC gegen den FC Bayern München weniger um Punkte, als vielmehr um das Weiterkommen im DFB-Pokal. Die Mannschaft um Cheftrainer Vincent Kompany ist in der Bundesliga aktuell das Maß aller Dinge und hat noch keinen einzigen Punkt abgegeben. „Ich habe das Gefühl, dass sie in einer völlig anderen Liga unterwegs sind. Mal schauen, ob das im Pokal anders ist“, sagte Kwasniok zum Duell mit dem Rekordtitelträger im DFB-Pokal.
Zum insgesamt siebten Mal treffen der FC und die Bayern dabei im Pokal aufeinander – nur einmal konnten sich die Kölner dabei durchsetzen. 2003 gab es das Duell im Pokal zuletzt. Als damaliger Zweitligist ging der FC am Ende sang- und klanglos mit 0:8 unter. Zu diesem Zeitpunkt war Lukas Kwasniok selbst noch als Spieler beim FC Rastatt aktiv. 22 Jahre später wird der Trainer auf eine solche „Reise“ gerne verzichten wollen.








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