Lukas Kwasniok trifft erstmals in seiner Trainerkarriere auf Borussia Dortmund. Bislang konnte der Trainer des 1. FC Köln damit einem Konflikt mit seinem Sohn aus dem Weg gehen. Jetzt nicht mehr.
Gegen den FC Bayern München hat Lukas Kwasniok schon mit seinen früheren Mannschaften gespielt, zumindest gegen die U17 und die U21. Verloren hat er von diesen fünf Spielen nur eines (zwei Siege, zwei Unentschieden). Bevor es für den 1. FC Köln aber im DFB-Pokal in der kommenden Woche gegen den Rekordmeister geht, muss der FC zunächst nach Dortmund.
Beim BVB tritt der FC am Samstagabend an, und das Spiel wird für den 44-jährigen FC-Coach zum Debüt. Noch nie stand Kwasniok gegen eine Mannschaft von Borussia Dortmund an der Seitenlinie, schon gar nicht im Signal Iduna Park vor über 80.000 Zuschauern. Auch für den noch immer neuen FC-Coach ein besonderes Erlebnis.
„Das kann ich ja mal rausposaunen…“
„Bisher bin ich noch vor jedem Spiel nervös“, gestand Kwasniok am Donnerstag. „Ich darf den FC in der Bundesliga trainieren, und dass das in Dortmund noch mal anders besonders ist, steht außer Frage.“ Zumal es das Topspiel des 8. Spieltags sein wird, Anpfiff um 18.30 Uhr, Flutlicht, zudem mit über 8.000 mitreisenden FC-Fans auch wieder eine besondere Kulisse, nicht nur in Schwarz-Gelb.
Dabei hat Kwasniok diese Kulisse schon häufiger erlebt, und zwar privat. „Das kann ich hier ja mal rausposaunen: Mein Sohnemann ist Dortmund-Sympathisant“, erzählte Kwasniok am Donnerstag auf der Pressekonferenz. „Es war immer etwas Besonderes, mit ihm dorthin zu fahren und die Spiele anzuschauen. Jetzt dort an der Seitenlinie zu stehen, wird ein Erlebnis werden.“
Wenige gute Erinnerungen an Dortmund
Bislang also fuhr Kwasniok mit der Familie nach Dortmund, nun wird die Familie zwar auch wieder von der Tribüne aus zuschauen, aber nicht alle werden mit ganzem Herzen dem FC die Daumen drücken. Kwasniok selbst wünscht sich mindestens einen Punkt für die Geißböcke. „Es wäre schön, wenn aus einem guten Erlebnis und gutes Ergebnis würde.“
Dafür spricht, dass der FC auf eine erstaunlich spielschwache Dortmunder Mannschaft trifft. Der BVB hat in den ersten sieben Saisonspielen die wenigsten (!) Torschüsse aller Bundesliga-Teams abgegeben (76). Andererseits kassierten die Geißböcke in den letzten zehn Auswärtsspielen in Dortmund alleine vier Mal mindestens fünf Gegentore.








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