„Mit das Beste der Bundesliga“: Kwasniok warnt vor den „Hyänen“

Lukas Kwasniok warnt vor den Bremer "Hyänen". (Foto: Bucco)
Lukas Kwasniok warnt vor den Bremer "Hyänen". (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln hat nur zweimal in 30 Jahren beim SV Werder Bremen gewonnen. Am Samstag soll es wieder klappen. Lukas Kwasniok jedoch warnt vor der Mannschaft von Horst Steffen.

Nur wenige Fans des 1. FC Köln werden sich wohl aus dem Stegreif an die beiden letzten Siege der Geißböcke beim SV Werder Bremen erinnern: in der Saison 2014/15 dank eines Tores von Anthony Ujah mit 1:0 und fast auf den Tag genau vor 30 Jahren, am 1. Dezember 1995, mit 1:0 dank eines Tores von Stefan Kohn. Gelingt nun der nächste Dreier an der Weser?

Für müssen die Geißböcke einen unangenehmen Gegner bespielen. Bremen war schlecht in die Saison gestartet: nur vier Punkte nach fünf Spielen, dazu das Pokal-Aus in Runde eins gegen Bielefeld. Doch dann folgten fünf Spiele ohne Niederlage und nur zuletzt ein 0:2 in Leipzig. Bremen ist unter seinem neuen Trainer Horst Steffen ins Tabellenmittelfeld geklettert, liegt nun sogar einen Punkt und einen Platz vor dem FC.

Bremen ist der Abfangjäger hinter Leipzig

„Tabellennachbarn? Ich hätte nichts dagegen, wenn das die gesamte Saison so bleiben würde, weil die Bremer eine etablierte Bundesliga-Mannschaft sind“, sagte Lukas Kwasniok am Freitag vor der Partie gegen den Tabellennachbarn. Und dann hatte der 44-Jährige gleich noch eine Warnung im Gepäck. Denn Bremen ist vor allem eines: neben Leipzig der Abfangjäger der Liga.

Nur RB hat mehr Bälle im gegnerischen Spielaufbau abgefangen als Werder. Der FC liegt in dieser Statistik auf Rang acht. Die Bremer laufen die gegnerischen Aufbauspieler zwar nicht hoch an, schlagen dann aber im Mittelfeldpressing zu und setzen auf schnelle Kontermomente. „Sie spielen ansehnlichen Fußball und sind in Umschaltsituationen mit das Beste, was die Bundesliga zu bieten hat“, lobte Kwasniok. „Sie warten wie Hyänen auf Bälle, die sie abgreifen können, um den Gegner dann überfallartig auf dem falschen Fuß erwischen zu können.“

Neuzugänge bislang kaum in Erscheinung

Dabei war das vor der Saison nicht zwingend absehbar. Bremen tätigte nur eine großen Transfer, holte Linksaußen Samuel Mbangula für satte zehn Millionen Euro von Juventus Turin. Doch der Neuzugang schwächelt noch, stand zuletzt nicht in der Startelf. Das gilt auch für Leihstürmer Victor Boniface, während Rechtsverteidiger Yukinari Sugawara als Sofortverstärkung einschlug.

„Sie haben zwar einen Umbruch hinter sich, aber ich schätze den Trainer sehr“, sagte Kwasniok über Steffen, der als Nachfolger des überraschend nach Leipzig gewechselten Ole Werner aus Elversberg gekommen war. „Horst hat den Umbruch sehr gut hinbekommen. Der Saisonstart war nicht so einfach, aber sie haben sich stabilisiert, haben ganz klare Abläufe, vor allem im Spiel mit dem Ball.“ Abläufe, die der FC am Samstag durchbrechen und knacken will, um wieder einmal einen Dreier im Weserstadion einzufahren. Lang genug ist’s her.

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