Glücksschütze El Mala: „Es ist immer wieder der Wahnsinn!“

Said El Mala dreht in der Nachspielzeit jubelnd ab. (Foto: IMAGO / Eibner)
Said El Mala dreht in der Nachspielzeit jubelnd ab. (Foto: IMAGO / Eibner)

Said El Mala trifft beim SV Werder Bremen in der Nachspielzeit zum Ausgleich für den 1. FC Köln. Der 19-Jährige war einer der wenigen FC-Spieler mit Normalform.

Aus dem Weserstadion berichtet Marc L. Merten

Der 1. FC Köln kann sich bei Said El Mala bedanken, dass die Geißböcke nicht erstmals in dieser Bundesliga-Saison in eine kleine Krise abdriften. Nach zwei Niederlagen in Folge sicherte der 19-Jährige den Geißböcken mit seinem Tor in der zweiten Minute der Nachspielzeit einen Punkt beim SV Werder Bremen.

El Mala hatte es im Laufe der Partie immer wieder versucht, war zwar auch immer wieder hängen geblieben, hatte jedoch nicht aufgegeben. Dann schnappte er sich noch einmal den Ball an der Seitenauslinie, zog in Richtung Strafraum und schoss dann in der Box mit rechts – eigentlich in Richtung langes Eck. Doch der Ball wurde glücklich abgefälscht und schlug so im kurzen Eck zum 1:1-Endstand ein.

Das sagt El Mala zu seinem Tor

Es war El Malas fünftes Saisontor (bei drei Vorlagen). Der 19-Jährige demonstrierte damit einmal mehr seinen Wert für den FC. „Wenn du so einen Spieler hast, der auch in der letzten Minute noch ins Eins-gegen-Eins geht, hast du auch mal Glück, dass der Ball abgefälscht wird“, sagte Tom Krauß hinterher. „Wir als Mannschaft halten ihn auf dem Boden und versuchen ihn zu seinen Stärken zu bringen. Dann kann er uns noch sehr helfen.“

Der Torschütze selbst freute sich, wieder vor den eigenen Fans jubeln zu können, denn seinen Treffer hatte er direkt vor der Gästekurve erzielt. „Es ist immer wieder Wahnsinn, vor unseren Fans ein Tor zu machen“, sagte El Mala bei FC-TV. „Natürlich wünscht man sich, dass es schon früher klappt, aber solange es am Ende klappt und das eine unserer Waffen ist, warum nicht?“

El Mala freut sich auf Heimspiel gegen St. Pauli

Der FC war einmal mehr spät ins Spiel zurückgekommen und belohnte sich dieses Mal auch mit einem Punkt. „Ich glaube, in der ersten Halbzeit haben wir uns schwer getan“, sagte El Mala. „Wir hatten eigentlich einen guten Matchplan, haben uns sehr gut vorbereitet. Ich weiß aber die Gründe nicht, warum es nicht geklappt hat. In der zweiten Halbzeit, auch mit den beiden Wechseln, hatten wir mehr Stabilität im Anlaufen und bei den zweiten Bällen. Da waren wir dann deutlich besser.“

Damit fahren die Geißböcke nun als vorläufig Tabellen-Neunter zurück nach Köln. Mit nun 15 Punkten steht der FC weiter im gesicherten Mittelfeld. Nun kommt der FC St. Pauli nach Müngersdorf, die Hamburger verloren am Samstag unglücklich dank zwei später Gegentore beim FC Bayern mit 1:3. „Wir wissen, dass Pauli ein ekliger Gegner wird. Die haben das 1:1 in München bis zur 90. Minute gehalten“, sagte El Mala. „Aber wir spielen zuhause. Was gäbe es da Schöneres, als drei Punkte einzufahren?“

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