Der 1. FC Köln leistet sich bei Werder Bremen in Hälfte eins einen Totalausfall. Erst durch die Wechsel und Bremens Fehler kommt der FC ins Spiel zurück. Die Stimmen zum 1:1.
Aus dem Weserstadion berichtet Marc L. Merten
Tom Krauß
„Am Ende nehmen wir jeden Punkt mit. In der letzten Minute so ein Tor zu machen, tut gut, aber wir hatten Glück, dass wir vorher nicht das 0:2 kassieren. So nehmen wir den Punkt gerne mit. Die erste Halbzeit war nicht gut, das müssen wir analysieren. Wir haben gewisse Zweikämpfe nicht gewonnen, aber am Ende haben wir einen Punkt für den Abstiegskampf geholt. Wir sind Aufsteiger, wir wollen uns nicht kleiner machen, als wir sind. Aber das erste Ziel, ist, die Klasse so schnell wie möglich zu halten. Da zählt auch ein Punkt in Bremen dazu. Aus so einem Punkt ziehen wir auch wieder Selbstvertrauen.“
Rav van den Berg
„Es war natürlich überraschend, als sich Heintzi verletzt hat, aber ich bin froh, dass ich wieder da bin. Es war schwierig, weil ich so lange draußen war. Deswegen bin ich sehr glücklich mit der Leistung und mit dem Punkt. Es war kein Problem, so kurzfristig aus dem Nichts reinzukommen. Die Schulter ist zwar noch ein bisschen steif, aber die Stärke ist zurück. Ich kann noch deutlich besser spielen, aber das ist klar nach dem ersten Spiel nach einer so langen Zeit.“
Marvin Schwäbe
„Das Tor war enorm wichtig. Erstens, dass wir wieder in der Schlussphase getroffen haben, weil wir so den Glauben daran erhalten, dass wir das schaffen können. Und dann der Punkt auswärts in Bremen, der gut tut. Wir hatten frühzeitig einen verletzungsbedingten Wechsel, der Unruhe reingebracht hat. Dann hatten wir die einen oder anderen Spieler, die so noch nicht miteinander gespielt haben. Rav wurde nach seiner Verletzung ins kalte Wasser geworfen, trotzdem hat er es sehr gut gemacht, wenn man sieht, wie er gegen Schmied im Sprint zurückkommt und ihn noch rechtzeitig stört. Ich habe absolutes Vertrauen in die Verteidigung. In der zweiten Halbzeit haben wir uns das dann hart erarbeitet, Bremen hat mit der Viererkette offenbar nicht gerechnet. Das war gut für uns.“
Lukas Kwasniok
„Die erste Nachricht, die ich bekommen habe in Köln, war: Et hätt noch emmer joot jegange. So kann man es zusammenfassen. Wir haben eine richtig schlechte erste Halbzeit gespielt. Horst wird es ähnlich sehen mit Blick auf die Bremer Leistung in der zweiten Halbzeit. Bremen hat uns am Leben gehalten, weil sie das zweite Tor nicht machen. So sind wir ins Spiel zurückgekommen. Wir hatten ein Energie- und ein Zugriffsproblem in der ersten Halbzeit. Das konnten wir dann in der Pause revidieren. Wir hatten keine brutalen Torchancen, aber schon das Gefühl, dass das noch fallen kann. Luca Waldschmidt hatte dann die große Chance. Und wir hatten ja noch Said, der das 1:1 erzielen konnte. Das war nicht unverdient, aber glücklich, weil die Bremer uns hätten richtig bestrafen können. Deshalb sind wir happy, vor allem moralisch war das ein unheimlich wichtiger Punkt, sodass wir in einer guten Verfassung in die nächste Woche vor dem wichtigen Spiel gegen St. Pauli gehen gehen können.“
Horst Steffen
„Lukas hat das gut zusammengefasst. Wir hatten eine gute erste Halbzeit, das sah nach Spielfluss aus. Aber wir haben es versäumt das 2:0 zu machen, auch mit den Chancen von Romano und dem Abseitstor. Vielleicht hat das die Kölner geweckt und ins Spiel zurückgerufen. Köln hat am Ende Druck gemacht, aber ohne Großchancen zu bekommen – außer Waldschmidt. Da hatten wir Glück und haben unsere Situationen wiederum nicht gut genug zu Ende gespielt. Wir müssen uns den Vorwurf gefallen lassen, den Deckel nicht drauf gemacht zu haben. So ist dann immer ein Ausgleich drin, umso ärgerlicher, dass es ein abgefälschtes Ding war.“






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