Transfer-Duell mit Gladbach? Dieser Verteidiger war schon im Sommer ein Thema

Zeno Van den Bosch (r.) ist Stammkraft bei Royal Antwerpen. (Foto: IMAGO / Photo News)
Zeno Van den Bosch (r.) ist Stammkraft bei Royal Antwerpen. (Foto: IMAGO / Photo News)

Der 1. FC Köln auf der Suche nach Verstärkung für die Abwehr. Bereits im Sommer haben die Verantwortlichen über einen aufstrebenden belgischen Innenverteidiger diskutiert: Zeno Van den Bosch. Auch Borussia Mönchengladbach soll sich für den 22-Jährigen interessieren.

Im Sommer war der 1. FC Köln bereit, eine üppige Millionensumme in einen talentierten Innenverteidiger zu investieren. Die Wahl fiel bekanntlich auf Middlesbroughs Rav van den Berg. Doch nach GEISSBLOG-Informationen haben sich die Geißböcke damals auch mit Zeno Van den Bosch beschäftigt.

Der Belgier in Diensten von Royal Antwerpen gilt als eines der größten Innenverteidiger-Talente der Jupiler Pro League, ist unumstrittener Stammspieler – und im Winter, wo der FC nun erneut nach Verstärkung fürs Abwehrzentrum sucht, womöglich unter seinem Marktwert zu haben. Denn Van den Boschs Vertrag läuft zum 30. Juni 2026 aus, ab dem 1. Januar darf der frühere U21-Nationalspieler offiziell über einen ablösefreien Wechsel im Sommer verhandeln.

Van den Bosch hält sich alles offen

Gegenüber Het Nieuwsblad sagte der 22-Jährige im Oktober: „Vielleicht setzen wir uns doch noch mit Antwerpen an einen Tisch, oder sie versuchen, mich im Winter zu verkaufen.“ Man werde sehen, was passiert. Im vergangenen Sommer soll Antwerpen bereits einem Wechsel nach Lecce zugestimmt haben. Damals war von fünf Millionen Euro Ablöse die Rede. „Finanziell gab es keine Probleme. Und aus sportlicher Sicht war es eine Überlegung wert. Aber ich muss sagen, dass ich nicht das richtige Gefühl hatte“, so Van den Bosch rückblickend.

Jetzt, bei nur noch einem halben Jahr Vertragslaufzeit, dürfte Antwerpen seine Ablöseforderung nach unten korrigieren. Transfermarkt.de schätzt Van den Boschs Wert auf acht Millionen Euro. Gut möglich, dass am Geißbockheim bei der Suche nach Abwehr-Alternativen erneut über den Belgier, der noch viel Entwicklungspotenzial hat, diskutiert wird.

Erfahrung in der Dreierkette, die Lukas Kwasniok überwiegend spielen lässt, würde Van den Bosch mitbringen. Antwerpen setzt in dieser Saison konsequent auf eine Dreierreihe, wobei der Rechtsfuß innerhalb der Kette flexibel einsetzbar ist.

Gladbach im Sommer mit intensivem Interesse

An Interessenten dürfte es nicht mangeln. Aus der Serie A sollen die AC Mailand und die AC Florenz die Entwicklung von Van den Bosch beobachten. Aus der Bundesliga galt Borussia Mönchengladbach schon im vergangenen Sommer als großer Interessent, doch den Fohlen mangelte es damals am notwendigen Budget.

FC-Vizepräsident Jörg Alvermann sagte im Podcast Dreierkette Köln bezüglich Wintertransfers: „Wir werden uns das anschauen. Aber: Keine Panikkäufe, keine Panikverpflichtungen. Nur, wenn es wirklich Sinn macht und finanzierbar ist.“ Und am liebsten noch vor dem Abflug ins Trainingslager am 2. Januar.

Generell rechnet Alvermann damit, dass die bevorstehende WM viel Dynamik auf den Markt bringt, dass vor allem Leihen ein Thema werden könnten. „Die Winterpause ist kompliziert. Welche Spieler kriegt man? Nicht die, die gerade total glücklich bei ihrem Verein sind und die Sterne runterspielen. Es ist auch kein Transferfenster, wo man in erster Linie mit großen Verpflichtungen, mit Ablösesummen arbeitet – typischerweise. Aber wir können reagieren.“ Auch wenn das Kölner Budget nicht riesig ist, könnte sich bei Spielern mit einem auslaufenden Vertrag ein Schnäppchen auftun.

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