Mit sechs Toren und zwei Vorlagen gehört Tim Lemperle zu den Top-Scorern der TSG Hoffenheim. Nach seiner Verletzung wird die Zeit bis zum Spiel bei seinem Ex-Club 1. FC Köln jedoch knapp.
Seine Zeit beim 1. FC Köln endete im Mai 2025 mit einem großen Knall. In der Woche vor dem großen Saisonfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern feierte Tim Lemperle auf dem Party-Schiff Rhein Roxy – und zog sich dabei bei einer Auseinandersetzung mit einem anderen Gast einen Nasenbeinbruch zu. Zwar konnte Lemperle als Joker und mit Spezial-Maske den Aufstieg mit einem 4:0-Erfolg über die Roten Teufel mit auf dem Platz feiern, seinen Abschied von seinem Ausbildungsclub hatte sich der Stürmer jedoch sicherlich anders vorgestellt.
Lemperle selbst hat sich kürzlich bei Sport1 noch einmal zu den Vorfällen geäußert. „Natürlich zieht man da selbst seine Schlüsse draus. Wenn man ein Aufstiegsspiel hat, das alles entscheidende Spiel, worauf man die ganze Saison hinarbeitet, dann kann man sich vielleicht eine Woche vorher so was sparen“, sagte der gebürtige Frankfurter. „Am meisten wehgetan“ habe ihm dann, „dass ich im letzten Spiel nicht von Anfang an spielen konnte. Das hat ein bisschen an mir genagt, auch noch über die freien Tage im Sommer.“
Gerüchte über 50 Millionen Angebot von der Insel
Inzwischen hat sich Lemperle jedoch bei seinem neuen Club aus Hoffenheim voll und ganz eingelebt. Sechs Tore und zwei Vorlagen hat der Stürmer in 18 Bundesliga-Partien bereits erzielt. Im Winter soll es dabei bereits erste Angebote in Höhe von rund 50 Millionen Euro aus der Premier League gegeben haben. Die TSG wollte den 24-Jährigen jedoch unter keinen Umständen nach nur einem halben Jahr wieder ziehen lassen.
Nun könnte Lemperle jedoch ausgerechnet seine Rückkehr nach Köln verpassen. Denn der Angreifer steht Trainer Christian Ilzer seit dem 3:1-Sieg über Union Berlin nicht mehr zur Verfügung. Damals war Lemperle im ersten Durchgang umgeknickt und musste zur Pause ausgewechselt werden. Die folgenden Spiele gegen den FC Bayern München und den SC Freiburg verpasste der Spieler.
Bülter hofft auf Lemperle-Ausfall
„Bei Tim ist eine Innenbandverletzung am Sprunggelenk, die noch nicht so weit ausgeheilt ist, dass er fit genug ist, um im Kader zu stehen“, hatte Ilzer im Vorfeld des Freiburg-Spiels erklärt. Allerdings zeigte sich der Trainer für das Spiel in Müngersdorf zuversichtlich: „Wir sind guter Dinge, dass es fürs Köln-Spiel reicht.“ Ob sich Lemperle tatsächlich mit auf den Weg in seine ehemalige Heimat machen kann, dürfte sich zeitnah entscheiden.
Beim FC dürfte man angesichts der Form und Kölner Vergangenheit jedoch hoffen, dass sich Lemperle noch ein paar Tage länger mit seiner Rückkehr in den Spielbetrieb Zeit lässt. „Ich habe ihn noch zwei, drei Wochen bei Hoffenheim erlebt und mich gut mit ihm verstanden“, sagte am Mittwoch Marius Bülter, der im vergangenen Sommer den Weg in die andere Richtung gegangen war. „Ich glaube, er spielt eine super Saison. Ich weiß gar nicht, ob er jetzt fit ist für das Wochenende“, ergänzte Bülter und schob lachend hinterher: „Hoffentlich nicht. Er macht es diese Saison super.“








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