„Dann holen wir jemanden dazu!“ Wagner erhöht den Konkurrenzkampf

Tom Krauß hört René Wagner zu. (Foto: Bucco)
Tom Krauß hört René Wagner zu. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln zieht die Zügel an. Die Mannschaft muss spuren, sonst wird es für einzelne Spieler eng. René Wagner will Reize setzen, auch durch Transfers.

Am Donnerstag in Bergisch-Gladbach bekommt jeder Spieler des 1. FC Köln erneut 45 Minuten Einsatzzeit, sofern es die Gesundheit zulässt. Noch ist die Vorbereitung nicht in der Phase angekommen, da Cheftrainer René Wagner die Spielzeit entsprechend des Stellenwertes der Spieler für die neue Saison verteilt.

Was nicht bedeutet, dass manche Spieler schon jetzt wissen, dass es für sie enger werden könnte als für andere. „Generell haben wir dafür gesorgt, dass nur Spieler auf dem Trainingsplatz stehen, die für uns eine Rolle spielen sollen“, sagte Wagner zwar am Mittwoch am Geißbockheim. Doch der Cheftrainer weiß, dass dies nur teilweise stimmt.

Maina in der Bundesliga nicht stabil

So trainierte am Mittwoch erstmals wieder Elias Bakatukanda mit der Mannschaft. Doch bei dem Innenverteidiger weiß man bereits, dass er erneut verliehen werden soll. Wagner muss eben Diplomat bleiben, also versucht er alle Spieler mitzunehmen, alle Spieler zu pushen. So früh in der Vorbereitung darf er keine Profis mental verlieren. Alle müssen mitziehen.

Auch jene, die wissen, dass der FC auf ihren Positionen nach Verstärkungen sucht. Linton Maina ist so ein Kandidat. In der Saison 2022/23 erlebte der Flügelspieler unter dem damaligen Co-Trainer Wagner noch eine starke Bundesliga-Saison (drei Tore, acht Assists). Danach jedoch ging auf Erstliga-Niveau nicht mehr viel: 55 Bundesliga-Spiele, drei Tore, vier Assists – viel zu wenig für einen Spieler, der in der Zweitliga-Saison der Geißböcke auf 14 Scorerpunkte kam.

Wagner will mit Transfers „neuen Reiz“ setzen

So muss sich Maina Sorgen um seinen Platz im Team machen, zumal mit Reigan Heskey bereits ein Neuer für seine Position gekommen ist und mindestens ein weiterer Flügelspieler noch gesucht wird. „Alles müssen wir während der Vorbereitung sehen“, sagte Wagner am Mittwoch zu Mainas Situation. „Hier wird niemand weggeschickt. Jeder Spieler hat die Chance sich in der Vorbereitung zu zeigen.“

Wagner machte aber auch klar: „Natürlich holen wir Spieler dazu, um die Qualität im Kader zu erhöhen. Wir wollen besser werden. Das haben wir gesagt. Dazu gehört auch Konkurrenzkampf. Wenn wir sagen, dass wir auf einer Position einen neuen Reiz brauchen, holen wir jemanden dazu. Das haben wir mit Reigan getan.“

Was der FC an Qualitäten sucht

Der FC will Tempo, der FC will Dribblingqualität, der FC will Tiefe im Spiel und noch mehr Körperlichkeit: Maina konnte auf Bundesliga-Niveau zuletzt nicht mehr zeigen, dass er diese Qualitäten konstant auf den Rasen bringen kann. Gleiches gilt für Jan Thielmann. Der Druck auf das Duo steigt. Und Wagner macht mit seinen Aussagen klar: Beim FC tut sich was. Wer sich diesem Konkurrenzkampf nicht stellen will, für den wird’s künftig schwer.

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