Doch nicht Skhiri! Kessler: „Werden den passenden Kandidaten finden“

Ellyes Skhiri ist auf Vereinssuche. (Foto: Bucco)
Ellyes Skhiri ist auf Vereinssuche. (Foto: Bucco)

Ellyes Skhiri wechselt nicht zum 1. FC Köln. Das meldet der kicker. Dies deckt sich mit Aussagen von Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler, der sich im defensiven Mittelfeld weiter Zeit nehmen will.

Aus dem Trainingslager in Kitzbühel berichten Martin Zenge und Marc L. Merten

Thomas Kessler nahm sich am Donnerstagmittag im Trainingslager in Kitzbühel Zeit für die Journalisten. Erstmals seit einer kurzen Gesprächsrunde am Rande des Trainingsauftakts vor knapp drei Wochen stellte sich der Sport-Geschäftsführer des 1. FC Köln wieder den Medien und sprach vor allem über die Kaderplanung.

Im Mittelpunkt stand die Zukunft von Said El Mala. Doch nicht nur. Denn natürlich sprach Kessler auch über viele noch offene Positionen. So auch über die Planstelle im zentral-defensiven Mittelfeld. Dort buhlten die Geißböcke in den letzten Wochen unter anderem um Ellyes Skhiri. Der Ex-Kölner befand sich in Gesprächen mit dem FC.

Hat es zwischen FC und Skhiri nicht gepasst?

Doch das ist nun Geschichte. Am Donnerstag meldete der kicker, dass Skhiri zwar weiter von Eintracht Frankfurt für Gespräche freigestellt ist, diese aber nicht mit dem FC geführt werden. Zumindest nicht mehr. Schon in den vergangenen Tagen war durchgesickert, dass der Tunesier diverse Optionen abklopft und der FC womöglich sogar nur ein Plan B für den Sechser war.

Daher überraschte es nicht, dass Kessler im Teamhotel Kitzhof nicht über Skhiri reden wollte, sondern lediglich über die Position der Sechs. „Ich habe mich noch nie zu der Personalie geäußert. Das werde ich auch jetzt nicht tun. Aber wenn man auf die Position dieses Spielers schauen, sind wir da natürlich auf der Suche, etwas zu realisieren“, sagte der Sportchef. „Der Zeitpunkt ist jetzt noch nicht da. Natürlich wäre es schön gewesen, auf so einer Schlüsselposition schon jemanden im Trainingslager dabei zu haben, aber am Ende geht es um die bestmögliche Entscheidung für den Club.“

Wir wissen auch um unsere finanziellen Möglichkeiten, und die sind – gerade auch für den Faktor Zeit – so, dass es das Tempo etwas drosselt

Thomas Kessler

Letztlich kamen wohl beide Parteien, der FC und Skhiri selbst, zu dem Schluss, dass dies nicht in dieser Kombination der Fall sein würde. Gehalt, Ablöse, Leistungsniveau, Bekenntnis zum FC – all dies hätte passen müssen. Von beiden Seiten. „Wir wissen auch um unsere finanziellen Möglichkeiten, und die sind – gerade auch für den Faktor Zeit – so, dass es das Tempo etwas drosselt“, gestand Kessler. „Das ist keine Beschwerde, so ist einfach der Markt. Wir sind uns aber ziemlich sicher, dass wir einen passenden Kandidaten finden werden.“

Klar ist aber: Der FC sucht auf der Sechs eine Führungsfigur, einen Leuchtturm für die gesamte Mannschaft, gerade für die zahlreichen jungen Spieler. „Wir suchen einen Spieler, der der Mannschaft Stabilität gibt“, sagte Kessler. Der 40-Jährige wollte für die Verpflichtung keinen Zeitrahmen ausgeben. Aktuell hat Cheftrainer René Wagner mit Tom Krauß und Paul Okon-Engstler zwei Kandidaten für die Sechs im Aufgebot.

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