Bis zu 60 Mio. Euro: Macht dieser Bundesligist jetzt bei El Mala ernst?

Said El Mala im Heimspiel gegen RB Leipzig. (Foto: Bucco)
Said El Mala im Heimspiel gegen RB Leipzig. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln geht von einem Verbleib von Said El Mala aus. Nun berichtet die Bild, RB Leipzig bereite ein Angebot vor. Um diesen Transfer zu realisieren, müsste RB ein Prinzip über den Haufen werfen – und der FC bereits Ersatz für El Mala haben.

Bereits am 7. August berichtete der GEISSBLOG, dass RB Leipzig bereit sei, in den Kampf um Said El Mala vom 1. FC Köln einzusteigen. Die Roten Bullen hatten gerade Yan Diomande für 125 Millionen Euro plus Boni an Real Madrid verkauft. Derweil war Borussia Dortmund darum bemüht, den Deal mit El Mala unter Dach und Fach zu bringen, weil auch die Schwarz-Gelben fürchteten, RB könne noch zum Konkurrenten werden.

Zehn Tage später ist der Deal zwischen El Mala und dem BVB vom Tisch, nicht aber das Interesse der Leipziger. Eigentlich sollte Diego Moreira von Racing Straßburg als Ersatz für Diomande kommen. Doch der 22-Jährige könnte zu teuer werden. Die Franzosen verlangen bis zu 70 Mio. Euro für den Linksaußen. Sportchef Marcel Schäfer bestätigte jüngst, dass es keine Einigung mit Spieler- oder Vereinsseite gebe.

Will Leipzig bis zu 60 Mio. Euro zahlen?

Nun soll sich laut Bild das RB-Interesse doch wieder in Richtung El Mala bewegen. Schäfer hatte befürchtet, wegen der Dortmunder Verhandlungen beim 19-Jährigen zu spät zu sein. Nachdem sich der BVB aus dem Poker zurückgezogen hat, könnte Leipzig nun aber vorstoßen. El Mala soll sich einen Wechsel nach Sachsen vorstellen können. Allerdings: Sein Bruder würde wohl nicht mitwechseln, schließlich hat RBL keine zweite Mannschaft im Verein.

RB hat aber neben dem Bruder noch ein zweites Problem: Sky hatte zuletzt mehrfach berichtet, dass RB nicht bereit sei, eine Fixsumme von 50 Mio. Euro zu investieren, egal für welchen Spieler. Diese wäre noch im Juli aus FC-Sicht nicht zwingend nötig gewesen, aufgrund der fortgeschrittenen Zeit auf dem Transfermarkt aber inzwischen schon. Unter 50 Mio. Euro plus Boni plus Weiterverkaufsklausel will der FC El Mala in diesem Sommer nicht mehr ziehen lassen.

Darum ist ein El-Mala-Verkauf jetzt fraglich

Leipzig soll bereit sein, 50 Mio. Euro plus fünf Mio. Euro realistische Boni plus fünf Mio. Euro für außergewöhnliche Erfolge zu bezahlen. Zur Weiterverkaufsklausel, für den FC relevant, gab es keine klare Aussage. Aber wäre der FC überhaupt noch bereit, den 19-Jährigen abzugeben? Wohl nur, sollte ein neuer Deal schnell über den Tisch gehen und unter der Prämisse, dass der FC einen El-Mala-Nachfolger bereits unterschriftsreif an der Angel hätte. Die Geißböcke müssen bekanntlich noch auf mehreren Positionen auf dem Transfermarkt nachlegen. Eine solche Ablöse würde die Pläne für alle anderen Transfers verändern.

Daher galt am Wochenende nach dem geplatzten BVB-Deal als unwahrscheinlich, dass die Personalie noch einmal Fahrt aufnehmen könnte. RB müsste praktisch sofort handeln und sich die Genehmigung des Aufsichtsrats – als Red Bull als Konzern – für die Ablösesumme einholen. Der FC wiederum müsste bereit sein den Spieler doch noch abzugeben und die eigenen Aktivitäten auf dem Transfermarkt zu verändern. In dem Wissen, dass dann jeder andere Deal deutlich teurer werden könnte. Unwägbarkeiten, die einen Transfer zwei Wochen vor Ende des Transferfensters zwar nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich erscheinen lassen.

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