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Lehmann im Interview

Matthias Lehmann ist auch in der kommenden Saison stellvertretender Kapitän des 1. FC Köln. Der 32-Jährige hat sich bei den Geissböcken als Leistungsträger etabliert, wird von Trainer Peter Stöger geschätzt. Sein Vertrag läuft 2016 aus, Lehmann und der Klub wollen sich im Herbst zusammensetzen. 

Köln – Im Interview mit dem GEISSBLOG.KOELN spricht der Abräumer über seine Entwicklung beim Effzeh, die Kapitänsbinde und die Frage, ob er in Köln seine Karriere beenden wird.

GBK: Herr Lehmann, Sie sind im Trainingslager in Bad Tatzmannsdorf als Vize-Kapitän bestätigt worden. Hatten Sie damit gerechnet?
MATTHIAS LEHMANN: Nein, es war nichts abgesprochen. Ich habe es da erst erfahren. Aber es ist nicht so, dass ich nicht mehr schlafen konnte, weil die Entscheidung noch ausstand. Das ist eine Auszeichnung, die mich ehrt, und ich nehme sie natürlich gerne an. Aber das heißt nicht, dass ich etwas Besonderes bin.

Ich muss mich selbst runtermachen

Kapitän ist weiterhin Miso Brecko, den sie auf dem Platz in der letzten Saison häufiger vertreten haben. Wie läuft bei ihnen beiden die Kommunikation?
Die läuft hervorragend, auch mit dem Mannschaftsrat. Wir versuchen, immer alles erst einmal direkt mit dem Team zu besprechen und zu klären. Und ich glaube, die letzten Jahre haben gezeigt, dass es gut geht, dass man Probleme innerhalb der Mannschaft regeln kann, wenn etwas aus dem Ruder zu laufen droht. Da gibt es von Trainerseite keine Gründe gegen zu steuern, weil alles sehr gut läuft.

Sie hatten ein erstes, schweres Jahr, über das schon viel gesprochen wurde. Wie haben Sie sich verändert, seitdem es bei Ihnen wieder läuft?
Ich habe mich weiterentwickelt, eindeutig. Auch als älterer Spieler veränderst du dich, vielleicht nicht mehr groß im Fußballerischen, aber persönlich. Ich habe in den zwei Jahren unter Peter Stöger sehr viel dazu gelernt, auch, dass ich an mir nicht mehr immer alles kritisch sehen darf. Ich brauche das eigentlich, das ist ein Teil von mir: mich selbst runterzumachen, um mich dann wieder zu pushen.

Das brauchen Sie?
Ja, ich muss mir manchmal selbst in den Arsch treten. Das gehört für mich dazu.

Zum 2. Teil des Interviews: „Um Gottes Willen, das würde ich nie sagen“ 

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