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"Es gab noch keine Krise"

Ich kann weitere Abgänge nicht ausschließen

Fürchten Sie über diese Saison hinaus weitere Abgänge von Leistungsträgern? Timo Horn hat eine Ausstiegsklausel…
Ich fürchte mich gar nicht. Ich sehe in so etwas immer Chancen. Das war auch schon so, als ich hier vor zwei Jahren angetreten bin und wir finanziell nicht gut da standen. Aber klar: Ich kann weitere Abgänge nicht ausschließen. Das werden wir deshalb auch von Anfang an im Hinterkopf haben und vorbereitet sein.

Auf welches Spielsystem ist denn Ihre Kaderplanung ausgerichtet? In der letzten Saison hat Peter Stöger ja öfter variiert.
Ich muss ganz ehrlich sagen: Mir geht diese System-Diskussion in Deutschland total auf die Nerven. Es wird immer so getan, als seien das starre Systeme. 4-2-3-1. 4-3-3. 4-4-2. Man will doch flexibel bleiben. Aber in Deutschland muss immer alles in Stein gemeißelt sein. Da spielt eine Mannschaft im 4-2-3-1. Und wehe, da bricht einer aus. Dann muss er ausgewechselt werden. Diese Diskussion ist echt speziell. Für uns Deutsche muss es immer das Baukastensystem sein.

Osako hat weitere Entwicklungsstufen in sich

Ist das der Grund, weshalb beispielsweise Yuya Osako so schwer zuzuordnen ist?
Genau, was ist er denn? Er ist ein Neuner, Neuneinhalber und Zehner. Und außen könnte er auch noch spielen, da bin ich mir sicher. Warum? Weil er einfach ein guter Stürmer ist. Fertig. Und ein guter Stürmer ist nicht an seine Position gebunden.

Gehört Osako zu den Spielern, denen Sie mit den größten Sprung in der nächsten Saison zutrauen?
Yuya hat sicher noch weitere Entwicklungsstufen in sich. Das glaube ich aber bei vielen unserer Spieler. Da sind die meisten noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung.

Wie soll diese Entwicklung generell in der kommenden Saison aussehen?
Wir hatten in den letzten zwei Jahren eine defensive Stabilität. Aber dahinter dürfen wir keinen Haken machen. Die Dinge verändern sich. Wir müssen daran arbeiten, dass es so bleibt. Und ich würde mir wünschen, dass unser Offensivspiel variantenreicher und schwerer ausrechenbar wird. Wenn wir auf stehende Formationen treffen, dass wir dann mehr Möglichkeiten haben, diese zu knacken. Und wir wollen uns in den Standards verbessern, ganz klar.

Teil III des großen Schmadtke-Interviews: „Es gab noch keine richtige Krise“

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