Werner Spinner.

Jetzt spricht der Präsident: Das große Spinner-Interview

Wir sagen nicht: Stadt, bau uns das Stadion aus!

Das Franz-Kremer-Stadion ist aktuell eine Großbaustelle. Nur leider werden dort nächste Saison die Effzeh-Frauen nicht mehr spielen. Sie müssen in der ersten Bundesliga ins Südstadion ziehen. War nur die geringe Größe der Grund?
Nein, es gab noch andere Aspekte wie die Fan-Trennung, das ist auch in der Frauen-Bundesliga Auflage des DFB. Nun sind wir kein Verein, der sagt: Liebe Stadt, jetzt baut uns bitte das Franz-Kremer-Stadion aus. Bei anderen Vereinen musste die Stadt eine Rasenheizung bezahlen und das Stadion für Millionen umbauen. Das macht mich sehr nachdenklich, denn so viel Geld haben wir in Köln ja nun auch wieder nicht. Wir haben uns für die am wenigsten schmerzvolle Lösung für die Stadt entschieden und gehen ins Südstadion. Natürlich würden wir gerne an unserem Heimatstandort spielen, das wäre für unsere Frauen hervorragend. Aber man kann dem DFB keinen Vorwurf machen. Wir haben mit dem Franz-Kremer-Stadion einfach nicht die Voraussetzungen.

Hätte man da nicht einen Kompromiss finden können?
Sicher. Aber auch der wäre teuer geworden. Wir bezahlen alles, was wir machen, selbst. Wir verlangen nicht dieses und jenes. Die Stadt hat uns bisher nichts geschenkt, wir zahlen eine der höchsten Stadionmieten in Deutschland. Der 1. FC Köln versucht, die Stadt nicht dazu zu drängen, Investitionen zu tätigen, die der Verein eigentlich selbst tätigen müsste.

Die Begeisterung hat noch Luft nach oben

Haben Sie manchmal das Gefühl, dass das Feedback der Stadt nicht dem entspricht, was in Ihren Augen der Klub für die Stadt tut?
Ich habe in den drei Jahren schon die eine oder andere negative Erfahrung mit Teilen der Kölner Politik gemacht. Das muss ich sagen. Allerdings sind die jetzigen Diskussionen, was die Infrastruktur-Maßnahmen am Geißbockheim angeht, sehr positiv, zielführend und im Interesse dessen, was eine Stadt wie Köln sich wünschen müsste: Dass ein Verein, der die Stadt in Deutschland repräsentiert, entsprechende Bedingungen hat, unter denen er trainieren und spielen kann.

Noch mal zu Ihrer Frauen-Mannschaft: Glauben Sie, dass mit dem Aufstieg in Köln eine Begeisterung für den Frauen-Fußball ausgelöst werden kann?
Unsere Frauen laufen bei uns nicht nur so nebenbei. Wir sind froh, dass sie es geschafft haben aufzusteigen. Die Zuschauer-Begeisterung für Frauen-Fußball in Deutschland hat noch Luft nach oben. Das stimmt. In Köln, glaube ich, wird sie zunehmende Akzeptanz finden, weil die Marke 1. FC Köln eine große Strahlkraft hat. Und ich glaube, dass eine Frauen-Mannschaft unter dem Label des FC in der Lage ist, Begeisterung in Köln zu erzeugen.

Wird Hennes dann auch ins Südstadion kommen? Oder Anneliese?
(lacht) Darüber haben wir noch nicht gesprochen. Ich bin ja der Pate von Anneliese. Wir müssten uns darum kümmern, dass die Umgebung für unseren Geißbock angemessen ist. Aber ich glaube, dass das kleine Geißbockheim im Zoo und das RheinEnergieStadion die präferierten Orte für Hennes sind.

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