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Stöger macht Druck: "Jeder für sich selbst verantwortlich"

Das 2:1 (0:0) des 1. FC Köln gegen den SC Cambuur hat bei den Verantwortlichen der Geissböcke nicht gerade Begeisterungsstürme ausgelöst. Torschütze Bard Finne konnte zwar Eigenwerbung betreiben, viele andere Spieler fielen in ihrer Leistung dagegen deutlich ab. Das gefiel Trainer Peter Stöger gar nicht. Der 49-Jährige machte anschließend deutlich: „Es muss jedem klar sein, dass die Konkurrenz breit aufstellt ist.“

Kitzbühel – Das Spiel der Kölner gegen den Sport-Club aus Leeuwarden war wirklich nichts für Fußball-Feinschmecker. Die erste Halbzeit verlief ohne echten Torchancen hüben wie drüben. Erst in der zweiten Hälfte spielte der Effzeh zumindest phasenweise so, wie sich das Trainerteam um Peter Stöger das vorgestellt hatte. Gerade Bard Finne, der in der Pause eingewechselt worden war, hatte daran großen Anteil. Erst erzwang er das erste Tor (ein Eigentor des niederländischen Kapitäns) mit einem von mehreren starken Flügelläufen. Dann erzielte er nach Vorlage von Peszko das zwischenzeitliche 2:0 selbst.

Zu wenig Überwindung

Diese Art der Eigenwerbung konnten aber längst nicht alle Spieler im Kölner Dress für sich in Anspruch nehmen. Diverse Unkonzentriertheiten, Abstimmungsprobleme und individuelle Fehler führten auf der anderen Seite zu Torchancen für den Ehrendivisionär. Was Stöger wiederum überhaupt nicht passte. „Wir haben viele Chancen vorgefunden, aber auch viele Chancen zugelassen“, kritisierte Stöger den Spielverlauf. Für die Schwächen in der Defensive sah er zwei Gründe: „ein bisschen Müdigkeit und ein bisschen zu wenig Überwindung“.

Zu wenig Überwindung – deutlicher hätte es Stöger eigentlich gar nicht aussprechen müssen. Dass er mehr erwartet hatte von seinen Spielern. Dass er trotz der schweren Trainingswoche mit hoher Intensität mehr hatte sehen wollen, mehr Willen, sich bei der hohen Leistungsdichte, die im Kader herrscht, ins Rampenlicht zu spielen. So wie Bard Finne. Doch Stöger war es ein Anliegen, seine Enttäuschung deutlich zu machen. „Es muss jedem klar sein, dass die Konkurrenz breit aufgestellt ist. Auch, wenn es nur ein Testspiel ist, wollen wir was sehen.“

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