,

Kommentar: Welch schmaler, spektakulärer Grat!

Der 1. FC Köln hat erstmals seit sieben Jahren wieder einen Auftaktsieg gefeiert. Die Art, wie die Kölner diesen Triumph beim VfB Stuttgart erreichten, unterschied sich radikal von den meisten Matchplänen der letzten Saison. Das Spiel dürfte ein Vorgeschmack auf die kommende Saison gewesen sein. Ein Kommentar.

Stuttgart – Mutige Menschen, so heißt es, sollen belohnt werden. Nur wer Mut hat, kann etwas erreichen. Immer nur Sicherheitsdenken mag zum Erreichen von Minimalzielen (zum Beispiel Klassenerhalt) führen. Wer aber weiterkommen will, der braucht Mut.

GBK-Reporter Marc L. Merten.

GBK-Reporter Marc L. Merten

Spektakel ja – aber nicht um jeden Preis

Diesen Mut haben die Kölner bewiesen. Nicht nur in Stuttgart, sondern schon in der Vorbereitung auf diese Saison. Mit einer Kaderplanung, die nicht ganz ohne Risiken ist – siehe die dünne Personaldecke in der Innenverteidigung. Mit der Überzeugung, dass junge Spieler dem Effzeh nicht nur perspektivisch, sondern schon jetzt weiterhelfen können – siehe Horn, Heintz, Sörensen, Bittencourt, etc. Mit dem klaren Ziel, sich spielerisch in der neuen Saison weiterentwickeln zu wollen. Nicht Spektakel um jeden Preis, sondern kontrolliertes Spektakel.

Sofern sich Spektakel kontrollieren lässt. Welch schmalen Grat dieser Kurs darstellt, hat das Spiel in Stuttgart perfekt simuliert. Abschlussstärkere Mannschaften hätten dem FC eine empfindliche Niederlage zugefügt. Denn im Gleichgewicht sind Defensive und Offensive beileibe noch nicht. Wohl dem, der in solch schwierigen Momenten auf Altbewährtes (Stichwort: Doppelsechs) zurückgreifen kann. Mut bedeutet auch zu erkennen, wann man einen Schritt zurück machen muss, um zwei voran zu kommen.

Das gibt Selbstvertrauen für die nächste Aufgabe. Und die hat es in sich. Am Samstag kommt der VfL Wolfsburg ins RheinEnergieStadion.

Weitere News

0 Kommentare

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar