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Tünn will im Februar Ruhe

Mit Vollgas in die neue Saison: Der 1. FC Köln steht vor dem ersten Pflichtspiel des neuen Jahres. Vize-Präsident Toni Schumacher fordert für das Duell im DFB-Pokal beim Regionalligisten SV Meppen: „Da ist volle Pulle angesagt.“ Das soll auch das Motto für die neue Bundesliga-Spielzeit werden. Damit es mit dem Klassenerhalt so früh wie möglich klappt.

Köln – Die Ergebnisse vom Colonia Cup, sagte Schumacher am Dienstag, seien ihm nicht wichtig. Er hätte selbst früher erlebt, dass man in der Vorbereitung gut drauf gewesen sei und dann die ersten fünf Spiele verloren habe. Erfreulich sei der Sommer bislang aber trotzdem gewesen. Vor allem, weil man schon sehen könne, „dass wir uns fußballerisch sehr gut verstärkt haben“.

Mannschaft handelt Pokal-Prämien aus 

Der erste Fingerzeig wird das Spiel in Meppen sein. „Da muss jeder voll zur Sache gehen. Dann wird Meppen es irgendwann nicht mehr schaffen dagegen zu halten“, forderte Schumacher Vollgas von der ersten Minute. Auf böse Überraschungen hat nicht nur der Vorstands-Vize bei Effzeh keine Lust.

Das Erreichen der zweiten Pokal-Runde ist Pflicht. Das sehen offenbar auch die Spieler so. Kapitän Matthias Lehmann und der Mannschaftsrat haben sich laut „Bild“-Zeitung mit der Geschäftsführung darauf geeinigt, dass es wie schon im letzten Jahr für einen Erfolg in Meppen keine Extra-Prämien geben wird. Die Regelung aus dem letzten Jahr bleibt bestehen. Damals erhielt das Team für das Erreichen der dritten Runde beispielsweise 100.000 Euro.

DFB-Pokal als lukrative Einnahme-Quelle

Der Pokal ist für die Kölner eine wichtige Einnahme-Quelle. Zwar ist der Weg nach Europa durch die Änderung erschwert worden, dass nur noch der Pokalsieger für den internationalen Wettbewerb qualifiziert ist. Der Verlierer geht leer aus. Doch finanziell ist der Weg bis nach Berlin lukrativ. Über sechs Millionen Euro können Vereine in mehreren Stufen einnehmen, je weiter sie es schaffen. Geld, das den Geissböcken gut zu Gesicht stehen würde.

Toni Schumacher, Jörg Schmadtke und Alexander Wehrle.

Toni Schumacher, Jörg Schmadtke und Alexander Wehrle.

Könnte sich Schumacher vor der Saison aussuchen, ob er lieber bis ins Halbfinale des Pokals kommen würde oder schon vor Beginn der Spielzeit wüsste, der Klassenerhalt sei sicher – der Tünn würde sich wohl für letzteren entscheiden. „Das hätte ich schon gerne im Februar“, sagte der 61-Jährige, angesprochen auf das Saisonziel Klassenerhalt. „Ob es der zwölfte, elfte oder zehnte Platz wird, spielt keine Rolle.“ Über mehr wolle er ohnehin nicht nachdenken. „Die Fans sollen feiern, träumen, Theater machen. Aber nicht die Verantwortlichen.“

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1 Antwort
  1. Rolf Mörsch
    Rolf Mörsch says:

    Demut ist angebracht. So hat sich der Vizepräsident Toni Schumacher an eine gute Vorbereitung mit fünf darauf folgenden Niederlagen erinnert. Das muss diesmal nicht so kommen, aber der Mitwettbewerb hat auch eine gute Vorbereitung hingelegt (Stuttgart), Meppen sollte eine machbare Sache sein. Ob es für die Reise nach Berlin reicht, bleibt abzuwarten.
    Betrachtet man die Leistung in der letzten Saison und die Transfers, darf man mit ein wenig Optimismus in die neue Spielzeit blicken. Es müssen drei Dinge eintreten, die Neuen müssen einschlagen, der Trainer muss eine gute Integration hinbekommen und die Ersatzbank muss mitziehen. Zoff in der Mannschaft ist tödlich.

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