Trainer Peter Stöger im Spiel gegen den VfL Wolfsburg.

Jetzt spricht Peter Stöger: "Bei uns ist jeder angreifbar"

Zwei echte Spitzen – das machen nicht viele

An wen denken Sie da beispielsweise?
An Tony Ujah, ganz sicher. Als Patrick Helmes letztes Jahr ausgefallen ist, hat er sich in die Mannschaft reingearbeitet und war dann nicht mehr wegzudenken. Er hat sich gut entwickelt und zieht das jetzt auch in Bremen weiter durch. Bei uns gibt es keine Hierarchie, in der keiner angreifbar ist. Das macht es aus. Jeder weiß, dass er sich ins Team arbeiten kann. Und mancher ist dann eben plötzlich gesetzt, der zwei Wochen vorher noch auf der Tribüne gesessen hat.

Der Deutsche mag Zahlenspiele: 4-1-4-1, 4-2-3-1, 4-3-3, 4-4-2. Sie haben in der Vorbereitung deutlich sichtbar ein 4-1-4-1 spielen lassen, sind dann auf eine Doppel-Sechs zurückgegangen. Empfinden Sie das als Schritt zurück?
Ich glaube nicht, dass es ein Schritt zurück war. Wichtig ist, dass wir diese Varianten haben. Wir haben hier lange 4-2-3-1 gespielt, aber auch in der 2. Liga schon ein 4-1-4-1 praktiziert. In der letzten Rückrunde und auch zuletzt haben wir dann mit zwei echten Spitzen gespielt. Das machen auch nicht so viele Vereine in Deutschland. Wir brauchen diese Variabilität, weil wir nicht wie die Bayern rausgehen und sagen können: Mit dem System X werden wir immer Dominanz ausüben.

Wenn wir drei Spiele verlieren, dann…

Sie sagen gerne, dass Sie viel von Ihren Spielern verlangen, auch taktisch. Jetzt arbeiten Sie mit einem sehr jungen Kader. Ist das für Sie von Vorteil, weil die Spieler lernfähiger sind oder auch ein Risiko, weil ihnen die Erfahrung fehlt?
Die, die wir geholt haben, sind zwar jung, haben aber schon etwas erlebt. Mit 21 Jahren hat da einer plötzlich schon Routine. Es geht ja immer darum, welche Erfahrungen der Einzelne schon gemacht hat – positiv wie negativ. Die sind schon weiter als die Jungs, die bei uns aus der eigenen Jugend rauskommen. Aber klar ist, wir werden erst sehen, wie es wirklich ist, wenn man mal drei Spiele verliert. Darauf arbeiten wir natürlich nicht hin, aber irgendwann wir das wohl so kommen. Und dann müssen wir sehen, wie die Gruppe und die Spieler mit der Situation umgehen.

Weiterlesen: “Es muss für jeden ersichtlich werden, dass sie weiter sind als ihre Mitspieler”

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

simple-ad

This is a demo advert, you can use simple text, HTML image or any Ad Service JavaScript code. If you're inserting HTML or JS code make sure editor is switched to 'Text' mode.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen