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Doppelte Elfer-Frage: "Wie soll er das sehen?"

Dominique Heintz und Leonardo Bittencourt haben am Dienstagabend im Zentrum zweier schwieriger Situationen gestanden. In der ersten Halbzeit fiel Salomon Kalou im Kölner Strafraum nach einem Tackling von Heintz. In Hälfte zwei war es Bittencourt, der aufs Tor schoss und anschließend Hand von Berlins Niklas Stark reklamierte. Die Fernsehbilder hinterher zeigten: man hätte in beiden Situationen Elfmeter geben können. Bei einer der beiden sogar müssen.

Berlin – Die Szene in der 14. Minute war absolut unstrittig: Heintz traf nur die Beine von Kalou, der Stürmer der Herthaner fiel, doch die Pfeife von Florian Meyer blieb stumm. Dem Schiedsrichter war leicht, aber entscheidend die Sicht versperrt gewesen. Sonst hätte er keine Sekunde gezögert und auf Foulelfmeter entschieden.

Man kann ihn geben

Glück für Köln, das sich später ausglich. Nicht nur durch die beiden Tore von Vedad Ibisevic (44./90.), durch die der Effzeh mit 0:2 verlor. Auch durch eine Szene mit Leo Bittencourt, der in der zweiten Hälfte im Strafraum der Hauptstädter abzog und Niklas Stark an der Hand traf. „Erst dachte ich, dass Niklas Stark zu nah an mir dran war, um die Hand noch wegzubekommen“, sagte Bittencourt hinterher. „Jetzt habe ich es noch mal gesehen: Man kann ihn geben.“

Doch Bittencourt wollte die Szene nicht als Ausrede für die Niederlage gelten lassen. „Wie soll er (der Schiedsrichter, Anm. d. Red.) das sehen?“, nahm „Leo“ Schiri Meyer in Schutz. „Mit etwas Glück gibt es die Lücke, durch die er das sieht. Beim Linienrichter sind noch fünf, sechs andere davor. Es ist schwierig. Aber daran hat es nicht gelegen, dass wir verloren haben.“ Zwei Szene, zweimal Elfmeter – kein Pfiff. Ausgleichende Gerechtigkeit an einem Abend, an dem am Ende die Gastgeber verdient gewannen.

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