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"Erst Verkauf, dann Ausbau!" Jochen Ott im Interview

Die Wahl zum Oberbürgermeister in Köln ist verschoben worden. Nichts desto trotz geht der Wahlkampf weiter. Auch der 1. FC Köln beobachtet ganz genau, wie sich gerade die beiden heißesten Kandidaten verhalten und äußern. Denn: Themen gibt es genug, die den Effzeh direkt und indirekt betreffen.

Köln – Der GEISSBLOG.KOELN hat sich deshalb mit beiden großen Kandidaten getroffen und exklusive Interviews nur und ausschließlich zum 1. FC Köln geführt. Henriette Reker und Jochen Ott – wer wäre der bessere Kandidat aus Sicht des Effzeh? Macht Euch selbst ein Bild! Heute im Interview: Jochen Ott. Das Interview mit Henriette Reker erschien bereits am Freitag hier beim GBK.

GBK: Herr Ott, in den letzten Jahren gab es immer wieder Unstimmigkeiten zwischen dem 1. FC Köln und der Stadt Köln. Woran lag es Ihrer Meinung nach?
JOCHEN OTT: Das Kernproblem war, dass Verabredungen an der Spitze ohne Folge geblieben sind. Wenn die Vereinsspitze mit dem OB etwas verabredet hat, muss das auch so kommen. Ansonsten macht das Gespräch keinen Sinn und führt nur zu Enttäuschungen.

Leverkusen hat attraktivere Angebote

Dennoch brauchen Sie für alle Beschlüsse Mehrheiten.
Selbstverständlich, aber nehmen wir doch die aktuelle Diskussion um den Ausbau des Geißbockheims. Der FC hat mit großer Sensibilität den Entscheidungsprozess um den Ausbau vorbereitet. Er hat intensiv mit allen Beteiligten gesprochen und die Ämter frühzeitig mit eingebunden. Dadurch ist es gelungen für das Projekt zu überzeugen. So finden sie auch spätere Mehrheiten. Dieser Kommunikationsprozess ist beispielhaft. Nach all den Fehlern aus der Schramma-Zeit, was das Stadion betraf, hat die FC Führung diesmal alles systematisch aufbereitet und jetzt sind wir an dem Punkt, dass wir darüber entscheiden können und das dann im Weiteren auch umsetzen müssen. Ich bin mir sicher, dass wir das auch schnell können.

Warum?
Weil der Ausbau notwendig und die Planungen gut sind. Es werden Fußballplätze gebaut und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Das wertet den Grüngürtel auf. Die ökologischen Ausgleichsmaßnahmen, die auch notwendig sind, sind ebenfalls gelungen. Für die Zukunft des FC schaffen die Sanierung und der Ausbau des Geißbockheims die notwendigen Voraussetzungen. Als Profi-Verein hat der Klub nicht nur für die Profis, sondern auch für den Nachwuchs, aktuell Bedingungen, die so unattraktiv sind, dass schon Bayer Leverkusen im Jugendbereich attraktivere Angebote hat. Es ist also zwingend, diesen Ausbau auf den Weg zu bringen.

Weiterlesen: „Der FC kann keine Mondpreise zahlen, aber…“

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