,

Stöger zieht um: Stühlerücken auf der Trainerbank

Unkonventionelle Maßnahme beim 1. FC Köln: Peter Stöger zieht um. Schon gegen den FC Ingolstadt 04 saß der Coach des 1. FC Köln nicht auf seinem angestammten Platz auf der Trainerbank. Auch im RheinEnergieStadion will er künftig einen neuen Sitzplatz einnehmen. Der Grund: mehr Distanz zu den Schiedsrichtern.

Köln – Normalerweise sitzen die Trainer zweier Bundesliga-Mannschaften während eines Spiels jeweils der Mittellinie am nächsten. Aber nicht nur der Mittellinie, sondern auch dem Vierten Offiziellen, mit dem die Trainer im Austausch stehen. Im besten Fall höflich, im schlechtesten Fall hitzig.

Kein Affront gegenüber den Schiedsrichtern

Für den letzteren Fall haben sich die Geissböcke nun dazu entschieden, die Seiten zu wechseln. Stöger saß schon in Ingolstadt auf der entgegen gesetzten Seite der Trainerbank ganz außen, möglichst weit entfernt von Felix Zwayer, der als Vierter Offizieller am Dienstagabend im Audi-Sportbank gewesen war.

Peter Stöger war mit den Schiedsrichtern gegen Hoffenheim nicht einverstanden. "Das ist nicht mehr lustig…" (Foto: MV)

Peter Stöger und die Schiedsrichter – ein Dauerthema 2015/16. (Foto: MV)

Ein Affront gegenüber den Schiedsrichtern? Mitnichten, sagen die Kölner! Stöger und auch Jörg Schmadtke wollen so die Schärfe aus den ständigen Diskussionen um Entscheidungen der Referees rausnehmen. Ganz nach dem Motto: Wenn der Weg erst einmal weiter ist, überlegt man sich zweimal, ob man ihn geht, nur, um sich zu beschweren, was ohnehin nichts bringt.

Für beide Seiten ist der Weg weiter

„Vielleicht können wir die Situation so etwas beruhigen“, sagte Stöger am Donnerstag. „Für beide Seiten ist jetzt der Weg weiter.“ Stöger und Schmadtke informierten in Ingolstadt das Schiri-Gespann, alles war also abgesprochen, alle Seiten einverstanden. Ein Modell für die Zukunft? Stöger will diese Praxis zumindest auch am Samstag gegen den FC Schalke 04 beibehalten.

Der Hintergrund ist klar: Seit Monaten fühlen sich die Geissböcke benachteiligt, mussten schon diverse strittige oder offensichtlich falsche Entscheidungen zu ihren Ungunsten hinnehmen. Es folgten ständige Diskussionen mit dem Schiedsrichter-Gespann während und nach den Spielen. Nachdem Schmadtke vom DFB zu einer Geldstrafe (6.000 Euro für „Eierköppe“) verurteilt worden war, folgte nun eine Maßnahme, um die Situation zumindest im Laufe der 90 Minuten zu beruhigen. Ob’s hilft, wird wohl erst die nächste falsche Entscheidung zeigen.


Das könnte Euch auch interessieren


0 Kommentare

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar