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"Das kann er!" Stöger nimmt Jojic in die Pflicht

Peter Stöger hat Sorgenkind Milos Jojic am Dienstagnachmittag in einem persönlichen Gespräch deutlich gemacht, was er vom Serben erwartet. Nach dem Training stand der Trainer des 1. FC Köln mit seinem Schützling zusammen. Der Inhalt des Gesprächs: Wie der 24-Jährige doch noch eine Verstärkung werden könnte.

Köln – Seine Bilanz ist bekannt und sie ist eine einzige Enttäuschung: elf Bundesliga-Spiele, 313 Minuten, null Tore, null Assists. Kölns Nummer acht hat in dieser Saison kein Bein auf den Boden bekommen.

Lob und Tadel zugleich: „Es sind eben Kleinigkeiten“

Immer wieder, ob im Training oder in den Testspielen, wechselten sich gute Momente und die Hoffnung auf Besserung mit haarsträubenden, mitunter arrogant und nachlässig wirkenden Aktionen ab. Eine solche war am Dienstag auch der Anlass für Stögers Sermon, den Jojic nach dem Training zu hören bekam. Dieser hatte zuerst gut trainiert und im Trainingsspiel mehrere Tore gemacht. Dann aber hatte er mit einem unmotivierten Lupfer versucht, ein Tor zu erzielen. „Das ist scheiße“, war Stögers unmittelbare Reaktion auf diese Aktion.

Später erklärte der Österreicher Jojics Situation so: „Er hat heute viele Dinge gut gemacht im Abschlussspiel, dann aber wieder gekünstelt, was nicht nötig gewesen wäre“, so der FC-Coach. „Wenn er sich Selbstvertrauen aufbauen will, funktioniert das mit den Abschlüssen, so, wie er sie mit links oder rechts mit 80 bis 100 km/h ins Eck genommen hat. Das kann er“, lobte Stöger. „Das wollen wir von ihm sehen. Das habe ich ihm gesagt. Wir waren mit ihm sehr zufrieden, aber es sind eben diese Kleinigkeiten. Wenn du 20 Tore in der Meisterschaft gemacht hast, dann kannst du das im Training mal machen.“ Wenn nicht, dann eben nicht. Und von 20 Toren ist Jojic bislang Lichtjahre entfernt. Da wäre ein bisschen weniger Show und ein bisschen mehr konzentrierte Arbeit eher angebracht. Ob er die Predigt verstanden hat?


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