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Effzeh gewinnt Auftaktspiel, verliert aber Maroh

Der 1. FC Köln hat den Bundesliga-Auftakt gegen den SV Darmstadt 98 perfekt bestritten. Gegen die Lilien schossen Marcel Risse (11.) und Anthony Modeste (61.) den Effzeh zum Sieg. Allerdings bezahlten die Geissböcke die drei Punkte teuer: Dominic Maroh musste kurz vor Schluss verletzt mit einer Trage in die Kabine und anschließend ins Krankenhaus gebracht werden.

Köln – Der Tag war wie gemacht für ein tolles Fußball-Spiel: ein FC-Gottesdienst im Kölner Dom, Silbermedaillen-Gewinner Timo Horn, der vor dem Spiel mit der goldenen Ehrennadel geehrt wurde, dazu ein ausverkauftes Haus und Effzeh-Fans, die den Anpfiff nicht erwarten konnten. Nur ein besonderes Wiedersehen war geplatzt. Weil Konstantin Rausch wegen Rückenproblemen nicht auflaufen konnte, musste Trainer Peter Stöger umbauen. Jonas Hector begann hinten links, dazu der kopfballstarke Frederik Sörensen rechts in der Viererkette. Und weil das noch nicht genug war, saß Dominique Heintz auf der Bank, für ihn spielte Mergim Mavraj. Dafür kamen Marco Höger und Artjoms Rudnevs zu ihren Heim-Debüts im FC-Dress.

Moment des Spiels

Es lief die 11. Minute, als Rudnevs einen Einwurf schnell ausführte. Leonardo Bittencourt kam an den Ball. Von den Sekunden danach werden Artem Fedetskyy, Alexander Milosevic, Immanuel Höhn und Jerome Gondorf noch schlecht träumen. Bittencourt spielte sie alle aus und lieferte dann die Vorlage für Marcel Risse, der aus zehn Metern nur noch einschieben musste.

Das Spiel in zwei Akten

Knapp 30 Grad warm war es, als das Spiel begann. Noch heißer als das Wetter waren die Geissböcke. Was die Kölner in den ersten 15 Minuten für ein Feuerwerk abbrannten, kostete Darmstadt viele Nerven und die FC-Fans diverse erstickte Tor-Schreie. Bittencourt nach 78 Sekunden, Rudnevs mit einem Pfostenschuss nur eine halbe Minute später, Anthony Modeste per Kopf und wenig später ans Außennetz: Der Effzeh drückte, spielte und war in allen Belangen überlegen. Der Lohn: das 1:0 durch Risse (11.). Natürlich mussten die Kölner bei den Witterungen zwischendurch das Tempo rausnehmen. Doch Darmstadt wurde selbst dann nur über Standards gefährlich.

Die zweite Halbzeit begann identisch zur ersten: Der Effzeh gab Vollgas – und vergab dabei gleich reihenweise Großchancen. Bittencourt (48./52.) und Rudnevs (52./55.) hätten mindestens das 2:0, wenn nicht sogar das 3:0 erzielen müssen. Dann kam die kalte Dusche – aber nicht von den Lilien, sondern von oben. Ein Gewitter zog über Müngersdorf, das Spiel wurde in der 56. Minute für über zehn Minuten unterbrochen. Kaum waren die Spieler wieder auf dem Rasen, zappelte der Ball im Netz. Rudnevs mit der scharfen Flanke ins Zentrum, Modeste mit dem Schlappen – 2:0. Das Spiel war entschieden, der Effzeh hätte noch höher gewinnen können. Stattdessen verlor Köln noch, und zwar einen wichtigen Spieler. Dominic Maroh wurde von Darmstadt-Keeper Esser nach einem Eckball übersprungen und blieb minutenlang liegen. Erst die Sanitäter mit einer Trage konnten Maroh vom Platz bringen. Er wurde mit Verdacht auf eine Rippenverletzung ins Krankenhaus gebracht.

Fazit

Der 1. FC Köln hat ein einseitiges Spiel nie gefährdet gewonnen. Gegen harmlose und überforderte Lilien hätten die Geissböcke sogar noch deutlich höher gewinnen müssen. Das 2:0 spiegelte in keiner Weise das Chancenverhältnis wieder. Ein wichtiger Sieg zum Auftakt, der Selbstvertrauen und Sicherheit geben dürfte für die kommenden Aufgaben.

Das sagten die beiden Trainer

So spielte der Effzeh

Horn – Sörensen, Maroh, Mavraj, Hector – Risse, Lehmann, Höger, Bittencourt (74. Zoller) – Rudnevs (69. Osako), Modeste (86. Jojic)

Tore

1:0 Risse (11.), 2:0 Modeste (61.)


Alles rund um das 2:0 gegen Darmstadt


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