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Erst der handgreifliche, dann der verbale Schlagabtausch

Am Samstagabend ist es am Düsseldorfer Hauptbahnhof zu Handgreiflichkeiten zwischen Anhängern des 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach gekommen. Im Nachgang dieser Auseinandersetzungen schieben sich die Fanprojekte beider Klubs den Schwarzen Peter zu.

Düsseldorf – Es sind Szenen, die niemand braucht. Der Spieltag am Samstag war eigentlich vorüber, da ging die Rivalität zwischen FC-Fans und Gladbacher Anhängern in eine der berüchtigten „dritten Halbzeiten“. Aus Worten wurden Würfe, aus Würfen fliegende Fäuste. Ein Gladbacher Fan musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei ermittelt gegen Anwesende beider Fan-Lager.

Der Tenor: Immer die Kölner, nie die Gladbacher!

So viel zu dem, was die Polizei hatte verlautbaren lassen. Nun zur Wahrnehmung der beiden Fan-Lager: In der Vergangenheit hatte der FPMG Supporters Club auf Gladbacher Seite schon mehrfach mit überraschenden Äußerungen von sich Reden gemacht. Während sie die Kölner Anhängerschaft diffamierten, lobte sich das Gladbacher Fanprojekt selbst als eine der friedlichsten Fan-Gemeinschaften der Bundesliga. Der Tenor: Immer die Kölner, nie die Gladbacher!

Nun folgte eine weitere Replik dieser Redart: „Was muss noch passieren, damit ein Umdenken erfolgt?“, fragte das Fanprojekt in einer Stellungnahme. „Müssen wir erst warten, bis jemand nicht mehr aufsteht, für immer liegen bleibt?“ Neben einer besser abgestimmten Terminierung der Spieltage sowie dem vorausschauenderen Arbeiten der Sicherheitskräfte, forderten die Gladbacher den 1. FC Köln dazu auf, „endlich an die Ursachen heranzugehen“.

Weiterlesen: „Die eigenen Fans als harmlose Opfer darzustellen, ist ein Irrweg“

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