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"Mucki" bleibt unvergessen – Alexander Bade erinnert sich

Am 17. November 1991 stirbt Maurice Banach. Doch auch 25 Jahre später bleibt „Mucki“ unvergessen. Für die Fans des 1. FC Köln ist der einstige Hoffnungsträger ein Symbol, wie nahe Glück, Freude, Trauer und Schmerz beieinander liegen. Banach wurde nur 24 Jahre alt. Doch sein Erbe bleibt.

Köln – Viele Effzeh-Fans kennen die Strecke. Die A1 von Wuppertal nach Köln, nahe der Anschlussstelle Remscheid-Lennep. Hier, an einem düsteren, kalten Novembermorgen, an einem Sonntag, kommt ein blauer Opel Omega von der Straße ab, prallt gegen einen Brückenpfeiler, geht in Flammen auf. Der Fahrer, er ist sofort tot.

Ein Polizist informiert Trainer Jörg Berger

Es ist die Geschichte, es sind die letzten Minuten im Leben des Maurice Banach. Der Sohn einer Deutschen und eines US-Soldaten. Der Stürmer des 1. FC Köln. Das ehemalige Nachwuchstalent von Borussia Dortmund. Der Ehemann seiner Claudia. Der Vater seiner beiden Söhne, damals drei Jahre und nicht einmal ein Jahr alt.

Die Trauer ist groß, übergroß. Am Sonntagvormittag bei Trainer Jörg Berger, der von einem Polizisten informiert wird, ehe er die Nachricht den Spielern übermitteln muss. Beim Verein, der sein nächstes Ligaspiel gegen Dynamo Dresden absagen wird. Beim Deutschen Fußball-Bund, dessen Nationaltrainer Berti Vogts den jungen Angreifer bereits ins Visier genommen hatte. Vor allem aber bei seiner Frau und den beiden Kindern, die schwere Jahre vor sich haben, auch, weil die damals Verantwortlichen beim FC ihrer Rolle und Aufgabe nicht nachkommen, einen Riss zwischen der Witwe des FC-Idols und dem Klub entstehen lassen.

Was zählen all die Statistiken bei einer Tragödie?

Die FC-Fans trauern derweil um einen begnadeten Fußballer, um einen Instinktstürmer mit beachtlichen Fähigkeiten, der 28 Tore in 59 Pflichtspielen für die Geissböcke erzielt hat, als künftiger Nationalspieler gilt, als Angreifer in einer Reihe mit den ganz Großen des Klubs, als potentieller Nachfolger von Dieter Müller, Klaus und Thomas Allofs, als künftiger Torschützenkönig. Doch was sind schon Statistiken, sportliche Hoffnungen, wenn ein junger Mensch so früh aus dem Leben gerissen wird?

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