Unvergessen: Maurice "Mucki" Banach. (Foto: GBK)

"Mucki" bleibt unvergessen – Alexander Bade erinnert sich

Es ist sein erstes Profi-Jahr. Alexander Bade ist nach drei Jahren im Nachwuchs beim 1. FC Köln gerade befördert worden und hinter Bodo Illgner die Nummer zwei, als er einen der schwersten Tage seines Lebens durchlebt. Noch heute denkt Bade, inzwischen Torwarttrainer bei seinem Effzeh, an diesen Tag zurück. Vor allem, wenn anderswo ähnliche Tragödien geschehen, so, wie im Mai in Hannover, als Niklas Feierabend bei einem Autounfall ums Leben kommt.

Den Tag werde ich nie vergessen

Der Trainingsauftakt des 1. FC Köln. (Foto: GBK)
Alexander Bade. (Foto: GBK)

„Das war eine ähnliche Situation, auch ein Autounfall spät in der Nacht“, erinnert sich Bade im Gespräch mit dem GEISSBLOG.KOELN. „Die Gedanken sind wiedergekommen, als ich das aus Hannover gehört habe. Den Tag werde ich nie vergessen.“ Bade erfährt von Banachs Tod am Tag nach einem 0:3 auf Schalke – doch anders als seine Teamkollegen, die von Jörg Berger nach dem Auslaufen informiert werden. „Ich sollte an dem Tag bei der zweiten Mannschaft spielen“, erzählt Bade. Doch als er mittags zum Geißbockheim kommt, verändert sich alles.

Wenige Tage später trägt Bade auf der Beerdigung sogar den Sarg. „Als wir aus der Kapelle traten, ist Muckis Frau zusammengebrochen. Wenn ich daran denke, kriege ich heute noch eine Gänsehaut. Da wäre mir der Sarg beinahe aus den Händen geglitten, weil mir das Ausmaß da erst bewusst geworden ist.“

Noch heute spürt man beim Effzeh und am Geißbockheim, dass Maurice Banach unvergessen ist. Mit Ehrfurcht und Bestürzung sprechen die Anhänger von dem Mann mit dem Schnauzbart, der heute 49 Jahre alt wäre. Banachs Geist ist erhalten geblieben. Der Mann, den sie „Mucki“ nannten, mag jung gestorben sein. Doch sein Erbe wirkt heute noch nach. Ein Erbe, das größer ist als jedes Tor, das er je erzielt hat.

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