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Neuzugänge im Check: Marco Höger ragt heraus


Vier neue Spieler hat der 1. FC Köln zur Saison 2016/17 verpflichtet. Manager Jörg Schmadtke und Trainer Peter Stöger mussten im Sommer insbesondere den Abgang von Yannick Gerhardt kompensieren. Zudem wollten die Verantwortlichen den Kader noch flexibler machen. Ist das gelungen?

Köln – Durch die Verkäufe von Yannick Gerhardt und Kevin Vogt kassierte der Effzeh im Sommer rund 15 Millionen Euro. Zudem verließen Dusan Svento, Daniel Mesenhöler und Philipp Hosiner den Verein. Für die Verpflichtung der Neuzugänge gab der Verein etwa fünf Millionen Euro aus. Das nötige Kleingeld für weitere Transfers wäre also vorhanden gewesen, doch bei Salif Sané (Hannover 96) holte man sich eine Absage.

Den Transfer von Marco Höger hatte Schmadtke schon im Laufe der vergangenen Rückrunde eingetütet. Die Verpflichtung von Sehrou Guirassy zog sich dagegen wegen einer Knieverletzung des Franzosen in die Länge. Mit Konstantin Rausch verpflichtete der Manager einen alten Bekannten, der Transfer von Artjoms Rudnevs überraschte zunächst. Zudem wurde nach Salih Özcan, der bereits in der Rückrunde 15/16 fest bei den Profis mittrainierte, Jung-Geissbock Sven Müller hochgezogen.

1. Sven Müller

Sven Müller bei seinem Bundesliga-Debüt im Spiel des 1. FC Köln gegen den VfL Wolfsburg. (Foto: CM)

Sven Müller bei seinem Bundesliga-Debüt im Spiel des 1. FC Köln gegen den VfL Wolfsburg. (Foto: CM)

Der Torhüter stieg Anfang der Saison aus der U21 in die Profi-Mannschaft auf. Müller übernahm den Posten der abgewanderten Nummer drei von Daniel Mesenhöler. Der junge Keeper sollte eigentlich lernen und sich langsam an den Profi-Fußball gewöhnen. Doch nachdem Timo Horn erst bei Olympia weilte und sich später verletzte und in dieser Zeit auch Vertreter Thomas Kessler ausfiel, sprang Müller ins kalte Wasser.

Müller gab sein Profi-Debüt im DFB-Pokal gegen den Sechstligisten BFC Preussen Berlin. In der Bundesliga durfte er dann beim 0:0 in Wolfsburg ran. Der 20-Jährige machte seine Sache gut und blieb in beiden Spielen ohne Gegentor. Trotz anfänglicher Wackler konnte Müller bereits andeuten, dass er es zum Bundesliga-Keeper bringen kann. Die Feuertaufe bestand er also bravourös, zwei Einsätze sind jedoch zu wenig für eine Bewertung.

Note: ohne Bewertung

2. Konstantin Rausch

Sandro Wagner im Duell gegen Konstantin Rausch. (Foto: MV)

Sandro Wagner im Duell gegen Konstantin Rausch. (Foto: MV)

Konstantin Rausch wechselte im Sommer ablösefrei von Darmstadt 98 zu den Geissböcken. Der 26-Jährige sollte auf links dafür sorgen, dass Jonas Hector häufiger im Zentrum spielen konnte – was auch passierte. Zudem brauchte Peter Stöger neben Filip Mladenovic eine weitere Alternative für die linke Seite. Rausch gehörte in der Vorbereitung zu den Gewinnern, doch eine hartnäckige Rückenverletzung warf den Linksfuß vor dem Saisonstart zurück.

In seinen ersten Spielen für den Effzeh wusste der ehemalige U21-Nationalspieler zu überzeugen. Doch Mitte der Hinrunde rutschte Rausch in ein Formtief, das ihn lange hemmte. In der Offensive zwar einsatzfreudig, aber häufig zu ungenau. Auch seinen Standards fehlte zu oft die Präzision. Immerhin kam er bisher auf zwei Assists. In der Defensive nicht immer fehlerlos. Insgesamt waren seine Leistungen noch nicht stabil genug (Einzelkritik-Notenschnitt: 3,7). Für die taktische Variabilität der Mannschaft ist Rausch jedoch ein echter Gewinn.

Note: 3,5

Weiterlesen: Marco Höger und Artjoms Rudnevs

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