,

"Eine Schippe drauflegen, um Nörgler ruhig zu stellen"

Die Stimmung beim 1. FC Köln ist angespannt. Die Mannschaft hat etwas von ihrer Leichtigkeit aus der Hinrunde verloren. Die letzten sechs Pflichtspiele gelang kein Sieg. Nun scheint sich das Team zusammenzurotten, um eine Trotzreaktion zu zeigen.

Köln – Marco Höger ist zwar erst seit dieser Saison beim Effzeh dabei. Der Mittelfeldspieler hat aber bereits ein Gespür für das Team bekommen, wie es auf Anflüge einer Krise reagiert, wie es mit Misserfolgen umgeht. In der Vergangenheit gelangen nach Rückschlägen immer wieder bemerkenswerte Erfolge. Auch schon in dieser Saison. Gleiches soll am Samstag gegen Hertha BSC gelingen.

Spieler sind sich der Situation bewusst

„Die Leistungen in den letzten Spielen waren nicht so optimal wie in der Hinrunde“, sagte Höger. Die Spielern würden wahrnehmen, dass sich ihre Situation verändert habe, obgleich man seit vielen Wochen unverändert auf Rang sieben liegt. Die Kritik am Effzeh hat zugenommen, spätestens seit der schwachen Leistung in Ingolstadt. „Wir müssen wieder eine Schippe drauflegen, um die Nörgler, die jetzt etwas aufkommen, wieder ruhig zu stellen“, forderte der 27-Jährige.

Marco Höger im Training gegen Milos Jojic. (Foto: GBK)

In der Hinrunde vermochten es die Geissböcke, nach einer Niederlage wieder aufzustehen. Auf die erste Niederlage der Saison in Berlin folgte der Sieg gegen den HSV. Nach der Pleite in Frankfurt gewannen die Kölner das Derby in Gladbach. Und als nach dem 0:4 in Hoffenheim und der Kreuzband-Verletzung von Marcel Risse über eine mögliche Pleitenserie bis Weihnachten orakelt wurde, trotzte der Effzeh Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen je ein 1:1 ab.

Mit Heimstärke zurück zur alten Leichtigkeit?

Nun lässt die Trotzreaktion schon seit einigen Wochen auf sich warten. „Das sind alles keine Blinden, gegen die wir spielen“, sagte Höger, sparte aber nicht mit Selbstkritik. „Die Art und Weise, wie wir auftreten, muss sich ändern. Dessen sind wir uns bewusst.“ Gegen Hertha erwartet den Effzeh viel Arbeit gegen ein diszipliniertes, gut organisiertes und unangenehm zu bespielendes Team. Doch trotz der jüngsten Heimniederlage gegen den FC Bayern gilt: Zuhause präsentierte sich der Effzeh in den letzten Monaten eigentlich immer stark. Es wäre der geeignete Ort und die geeignete Zeit, die alte Leichtigkeit wiederzufinden.


Das könnte Euch auch interessieren:

17 Kommentare
  1. joot
    joot says:

    Die Nörgler ruhigstellen?? Eine Unverschämtheit gegenüber den Fans, die wie ich in den letzten Wochen tausende von Kilometern dem FC hinterhergefahren sind, um immer wieder
    dieses unengagierte Gekicke ansehen zu müssen.

    • LOCUTUS
      LOCUTUS says:

      Die Spieler sollten sich tatsächlich sensibler in Richtung Fan-Kritik äussern, nicht nur den treuen Auswärtsfahren (zu denen ich mich auch zähle) gegenüber!
      Vor allem wenn man gerade gegen Ingolstadt kollektiv eine unverschämt schwache unambitionierte Leistung gezeigt hat.
      Viele haben wohl vergessen, wie der mediale Gegenwind in dieser Stadt ausarten kann.. Dann war dieses „Nörgeln“ nur ein laues Lüftchen.
      Ich hoffe allerdings, dass diese Zeiten nie wieder kommen!

    • Jolle
      Jolle says:

      Genau so Leute wie euch meint Höger. Und das mit Recht!

      Die Mannschaft ist sich mit Sicherheit bewusst, wie viel vor allem die Alles-Fahrer zeitlich und auch finanziell auf sich nehmen. Aus dieser Richtung ist mir auch noch kein großflächiges Nörgeln zu Ohren gekommen. Klar, auch ich war bedient, als ich 18 Stunden unterwegs war um die Mannschaft in Hamburg zu unterstützen und dann solch eine nicht gekannte Leistung zu sehen bekomme.

      Allerdings glauben wieder viele, der FC habe bereits ein Abo auf die Europapokalplätze. Grade jetzt heißt es zusammen stehen und nicht rumheulen, dass es angeblich diese Saison gegen den Abstieg geht!

  2. schmiddel1111
    schmiddel1111 says:

    Heißt ja im Umkehrschluß: Wenn keine „Nörgler “ da wären bräuchte man keine Schippe draufzulegen und könnte so weiterkicken.
    Sehr seltsame Äußerung eines Profis (wenn er es denn so gesagt und gemeint hat) ,wobei ich Höre für sein Auftreten und seine Leistung ansonsten sehr schätze.

  3. Rudi
    Rudi says:

    Die haben doch alle Realitätsverlust . Mit ihren überbewertenden Leistungen und Gehälter als Fußballer leben die doch in einer Scheinwelt. Nicht nur die Spieler sondern auch die Manager usw. Alle Fans müssten mal einen Spieltag in kein Stadion gehen und die Superhelden vor leeren Rängen spielen lassen. Na ja, das wird leider nicht funktionieren. Man(n) kommt schon in die Lage ,als Fan , sich zu fragen , für was mache ich das eigentlich noch. Da laufen junge Spieler über den Platz mit Monatsgehälter die unsereins nicht mal im Jahr verdient und geben solche Leistungen ab. Ich habe am Geissbock- Heim Folgendes erlebt. Zwei Profis unterhielten sich beim aussteigen wie folgt: Lass uns hintenrum reingehen dann brauchen wir keine Autogramme geben. Seit diesem Erlebnis spare ich mir den Weg zum FC- Training.

  4. Dirk Holzem
    Dirk Holzem says:

    Leute Ihr verlangt das der Effzeh mit Kritik und Nörgelerei von den Fans umgehen muss.
    Dann gilt das auch für uns Fans Kritik einzustecken. Was seit Ihr den für Fans hier die Spieler und den Vorstand zu Kritisieren und den noch vorzuwerfen das die für solche Leistungen bezahlt werden??? Euer Arbeitgeber bezahlt euch doch auch ob Ihr nun Gute Arbeit macht oder ob Ihr schlechte Arbeit macht. Es würde mich mal interessieren wie Ihr euch fühlen würdet wenn euer Arbeitgeber euch in Facebook für euere Arbeit nur Kritisiert.

  5. Klappskalli
    Klappskalli says:

    Endlich mal ein Spieler der sagt was sogar viele Fans denken. Diese ewige genörgel weil es mal nicht so gut läuft.
    Stöger macht nun alles falsch, Schmaddi hat die falschen Spieler transferiert und die Spieler haben das Fussball spielen verlernt. Einfach nur nervig das nun alles schlecht sein soll. Die selben „Fans“ haben in der Hinrunde alles gelobt und ach so toll gefunden.

    • LOCUTUS
      LOCUTUS says:

      Denke nicht, dass hier permanent nur genörgelt wird. Ganz im Gegenteil.
      Ich für meinen Teil bin HOCHZUFRIEDEN mit der Entwicklung meines EffZehs! Aber nach einem definitiv SCHLECHTEN Spiel, wie gegen Ingolstadt, sollte man auch mal Kritik üben können. Hat mit Nörgelei mMn wenig zu tun.

      • Jolle
        Jolle says:

        Loctus, ohne jetzt genau nachgezählt zu haben, beistzen 8 von 10 Kommentaren unter diesem Beitrag eine negative Aussage gegenüber den Spielern bze. der Mannschaft im Allgemeinen.

        Meiner Meinung nach spielgelt dies genau das wieder, was Höger kritisiert.

        Kritik nach schlechter Leistung ist definitiv angesagt. Aber viele hier haben nur wenig Ahnung, wie man als Fußballer tickt.

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar