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Europa wird zum Tabu-Thema – nicht nur beim Effzeh


Es ist fast schon lächerlich: Kein Bundesligist scheint sich für die Europa League qualifizieren zu wollen. Es hagelt Niederlagen für fast alle Kandidaten. Nicht nur beim 1. FC Köln steht deshalb nun das Wort Europa auf dem Index.

Köln – Falls die Geissböcke am Sonntag das Spiel des SV Darmstadt 98 gegen den FC Schalke 04 verfolgt haben, dürften einige ihren Kopf geschüttelt haben. Die Königsblauen unterlagen dem Fast-Absteiger dank eines Treffers in der Nachspielzeit mit 1:2.

Sieben von acht Teams patzen reihenweise und synchron

Zuvor hatte mit dem SV Werder Bremen die einzige Mannschaft aus dem Topf der Europa-League-Anwärter an diesem Wochenende einen Sieg eingefahren. Das 2:1 gegen den Hamburger SV bedeutete für Werder den Sprung auf Rang acht. Nur noch einen Punkt liegt der ehemalige Abstiegskandidat damit hinter dem Effzeh. Doch der Rest?

  • 5. Platz: Hertha BSC – Niederlage in Mainz
  • 6. Platz: SC Freiburg – Niederlage in Leipzig
  • 7. Platz. 1. FC Köln – Niederlage in Augsburg
  • 8. Platz: SV Werder – Sieg gegen den HSV
  • 9. Platz: Borussia M’Gladbach – Niederlage in Hoffenheim
  • 10. Platz: Eintracht Frankfurt – Niederlage in Dortmund
  • 11. Platz: FC Schalke 04 – Niederlage in Darmstadt
  • 12. Platz: Bayer Leverkusen – Remis gegen den FC Bayern

Es ist das Schneckenrennen des Jahres. Es geht um Europa, doch keiner will so recht die Patzer der Konkurrenz ausnutzen. Reihenweise lassen von Berlin bis Leverkusen alle Teams seit Wochen die Punkte liegen. Doch weder der Effzeh noch irgendein anderes Team konnte bislang dauerhaft profitieren.

In drei Wochen kommt Bremen nach Köln

Bis auf den SV Werder, seit neun Spielen ungeschlagen, von den möglichen 27 Zählern holte Bremen in dieser Zeit überragende 23. Plötzlich ist das Team des im Winter schon zweimal fast entlassenen Alexander Nouri dick im Geschäft. Und aufgrund der anhaltend starken Form sind die Hanseaten sogar einer der heißesten Anwärter auf Platz fünf, sechs oder zumindest sieben. Ob das auch noch in drei Wochen gilt? Dann kommt Bremen nach Köln.

In der Domstadt will dagegen zunächst einmal niemand mehr etwas von Europa wissen. Das Wort alleine sorgt bei Verantwortlichen und Spielern nicht erst seit der Pleite in Augsburg für Augenrollen. Solange sich Köln derart inkonstant präsentiert, stellt sich die Frage nach Europa alleine nur noch aufgrund der Unfähigkeit der Konkurrenz, aus der Schwächephase des Effzeh einen Nutzen zu ziehen. Ob Jörg Schmadtke, Peter Stöger oder die Spieler es hören wollen oder nicht, bedeutet der Umkehrschluss aber trotzdem weiterhin, dass noch immer alles möglich ist. So absurd es nach sechs Niederlagen aus zehn Spielen auch klingen mag.


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