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Stöger: "Meine Chefs haben mich halt nicht gekündigt"


Am Samstag zieht Peter Stöger mit einem ganz Großen des 1. FC Köln gleich: Gegen Borussia Mönchengladbach wird der Österreicher zum 130. Mal in einem Liga-Spiel an der Seitenlinie stehen, so oft wie vor ihm nur der bisherige Rekordtrainer Hennes Weisweiler.

Köln – Statistiken sind Peter Stöger meist ein Graus. Für den 50-Jährigen gibt es zu jeder Zahl eine andere Zahl, die genau das Gegenteil dessen belegen kann, was die eine Statistik auszusagen scheint. Doch drei Tage vor seinem 51. Geburtstag kommt es zu einer statistischen Randnotiz, die selbst dem Wiener schmeichelt.

Für FC-Verhältnisse bin ich relativ lange hier

130 Liga-Spiele am Stück, das schaffte zuvor eben nur Hennes Weisweiler in der Geschichte des 1. FC Köln. Der Double-Trainer mag zwar in jener Zeit insgesamt mehr Pflichtspiele absolviert haben, schließlich durfte Weisweiler auch europäisch mit dem Effzeh antreten. Doch Stöger ist sich bewusst: „Für FC-Verhältnisse bin ich relativ lange hier.“ Doch Stöger wäre nicht Stöger, wenn er dafür keine einfache Erklärung hätte. „Das ist wohl dem geschuldet, dass meine Chefs mich halt nicht gekündigt haben. Daher Danke!“

Noch immer merkt man dem Österreicher eine gewisse Demut an, an der Seitenlinie eines Bundesligisten zu stehen. Sein Weg über Graz, Wiener Neustadt und Austria Wien zum Effzeh war alles andere als klar vorgezeichnet. Auch nicht, dass er in Köln diesen Erfolg haben würde. „Für mich bleibt noch immer jede Woche etwas Besonderes. Das hat sich in vier Jahren nicht verändert. Jedes Heimspiel ist ein Genuss.“

Im richtigen Moment außergewöhnliche Spiele gemacht

Als den Höhepunkt seiner bisherigen Ära in Köln sieht Stöger weiterhin den Aufstieg im ersten Jahr. Der FC-Coach betont aber auch, dass es einige Momente gab, in denen das Trainerteam mit der Mannschaft kurz davor war, in ernsthafte Probleme zu geraten. „Manchmal waren wir kurz davor, dass es schwieriger und schwieriger hätte werden können. Aber dann war die Mannschaft immer bereit, im richtigen Moment außergewöhnliche Spiele zu machen. Deshalb auch Danke an die Jungs.“ Ob diese Jungs ihrem Trainer am Samstag einen Sieg zum Rekord schenken? Es würde zum bisherigen Weg der Geissböcke unter Stöger passen.


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