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U17-Talente: Was machen Yabo und Basala-Mazana?

Sie galten einst als zwei der größten Talente im Nachwuchs des 1. FC Köln. Inzwischen sind Reinhold Yabo und Bienvenue Basala-Mazana gänzlich unterschiedliche Wege gegangen. Während Yabo im vergangenen Jahr zumindest noch auf Leihbasis in der 2. Bundesliga zu sehen war, hat sich Basala-Mazana komplett aus dem Profifussball verabschiedet. 

Köln – Reinhold Yabo und Bienvenue Basala-Mazana erlebten ihren bisherigen Karriere-Höhepunkt mit gerade einmal 17 Jahren. 2009 wurden sie gemeinsam mit der deutschen U17-Nationalmannschaft Europameister. Mit im damaligen DFB-Kader: die heutigen Weltmeister Marc-André ter Stegen, Shkrodan Mustafi und Mario Götze. Yabo führte die Deutschen damals sogar als Kapitän zum Titel.

Über Karlsruhe nach Salzburg 

Ein Jahr nach dem großen Erfolg im Nachwuchs gab Yabo sein Profidebüt für den Effzeh. Im April 2010 durfte der zentrale Mittelfeldspieler gegen den VfL Bochum ran. Auf seinen Durchbruch wartete er jedoch vergebens. Nach einer Ausleihe zu Alemannia Aachen wollte sich Yabo endlich beim Effzeh durchsetzen. Doch Zweitliga-Coach Holger Stanislawski sortierte den ehemaligen Junioren-Nationalspieler endgültig aus. Daraufhin wechselte der Mittelfeldspieler zum Karlsruher SC und blühte dort auf. Schnell avancierte der Deutsche mit kongolesischen Wurzeln zum Leistungsträger und trug maßgeblich dazu bei, dass es der KSC in der Saison 2014/2015 Dritter in der Zweiten Liga wurde.

Doch die Relegation gegen den Hamburger SV ging verloren – obwohl Yabo traf, rettete sich der HSV im inzwischen legendären Rückspiel in letzter Sekunde, Karlsruhe blieb zweitklassig. Yabo selbst hatte jedoch längst Begehrlichkeiten bei einigen Bundesligisten geweckt – doch der heute 25-jährige entschied sich für einen Wechsel nach Österreich zu RB Salzburg. Beim österreichischen Meister warf ihn eine Knieverletzung schnell zurück, und so wurde er zur Rückrunde 2016/2017 wieder nach Deutschland zu Arminia Bielefeld verliehen. Für Yabo der richtige Schritt: In 14 Partien erzielte er auf der Alm vier Tore und bereitete weitere vier vor. Seine Zukunft muss der ehemalige Kölner jetzt sortieren, seine Zukunft in Salzburg ist ungewiss, obwohl Yabo nach eigener Aussage dort weiter spielen möchte.

Während die Karriere für Yabo zwar nicht ganz so erfolgreich verlaufen ist, wie es sein Start mit dem Gewinn der U17-Europameisterschaft hätte vermuten lassen, hat sich der Mittelfeldspieler dennoch im Profifußball etabliert. Ganz anders sieht es bei Bienvenue Basala-Mazana aus. Auch das zweite Kölner Eigengewächs durchlief alle deutschen Junioren-Nationalmannschaftsteams und kann sich U17-Europameister nennen. Beim Effzeh galt der gebürtige Bonner stets als großes Talent auf der rechten Seite, zu einem Einsatz in der Profimannschaft kam Basala-Mazana jedoch nie.

Aus der Arbeitslosigkeit nach Portugal

So wechselte er auf Leihbasis 2012 zum österreichischen SV Ried. Nach 20 Einsätzen war seine Zeit dort beendet und Basala-Mazana spielte für ein weiteres Jahr in der zweiten Mannschaft des Effzeh. Doch auch hier kam der Rechtsverteidiger nicht mehr regelmäßig zum Einsatz, sodass sein Vertrag nicht verlängert wurde. Daraufhin fand sich der Deutsch-Kongolese in der sportlichen Arbeitslosigkeit wieder – und kam dort zunächst nicht wieder raus. Erst 2016 änderte sich dies – allerdings nicht, wie erhofft. Basala-Mazana kickt inzwischen in Portugal beim Amateurverein GC Alocbaça und kann nur noch zusehen, wie seine ehemaligen Nationalmannschaftskollegen große Titel feiern.

2 Kommentare
  1. Hans-Peter Neuse says:

    Ja. Da hat einer ein Riesentalent vergeudet.
    Was eine Schande.
    Aber wieder einmal, Talent alleine macht gar nix. Die Einstellung, der Wille sich zu quälen und auch unterzuordnen, das macht es.
    Das allerbeste Beispiel bleibt für mich immer Berti Vogts. Vom Talent her nicht gesegnet.
    Aber mit einer ungeheuren Einstellung, mit Willen und ja, auch ein wenig Glück (Weisweiler). Was hat er errreicht!

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