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Star wider Willen: Hector als schnörkelloses Gesamtpaket


Für Trainer Peter Stöger kommt die stetige Weiterentwicklung des sich immer vorbildlich und professionell verhaltenden Saarländers nicht von ungefähr. „Er ist auf der einen Seite seit Jahren hier beim FC ein wichtiger Spieler. Auf der anderen Seite sammelt er an der Seite der weltbesten Kicker in der Nationalmannschaft Erfahrung. So wird man eben immer besser“, erklärte der Österreicher jüngst im Trainingslager in Kitzbühel.

Zurück, um das Spiel noch mehr zu prägen 

Mittlerweile ist Hector, dessen Marktwert auf 20 Millionen Euro taxiert wird, wieder vermehrt im defensiven Mittelfeld beheimatet. Für Stöger hätte er jedoch auch das Potential, noch weitere Positionen auszufüllen. „Er ist für uns ein außergewöhnlicher Spieler, der zentral und außen spielen kann. Er hätte das taktische Verständnis, auch noch woanders spielen zu können.“ Mittlerweile wird Hector, der noch einen Vertrag bis 2021 beim Effzeh besitzt, auch im offiziellen Kader der Kölner als Mittelfeldspieler geführt. „Ich weiß nicht, wer das veranlasst hat. Aber vielleicht hat jemand in der Geschäftsstelle einen Fehler gemacht“, erklärte Hector mit einem Augenzwinkern und fügte hinsichtlich seiner Nationalmannschafts-Karriere an:  „Als Gefahr sehe ich das nicht. Ich fühle mich auch auf der Sechs wohl und werde mich sicher nicht dagegen sträuben. Das nehme ich an.“

Hector, ein Star, der keiner sein will 

Jonas Hector hat sich mit seinen Leistungen und seiner Bodenständigkeit längst in die Kölner Fan-Herzen gespielt. Dem Rummel um seine Person würde der ehemalige Spieler des SV Auersmacher aber lieber entgehen. Hector steht nicht gerne im Mittelpunkt, hält sich aus den sozialen Netzwerken heraus und konzentriert sich am liebsten auf das Fußballspielen. „Der Media Day vor jeder Saison ist für uns ja auch nicht so angenehm“, sagte der Confed-Cup-Sieger zu Saisonbeginn und deutete an, dass er auf das Rampenlicht vor den Kameras gut und gerne verzichten könnte. Dass dieses durch die Europa-League-Teilnahme jetzt noch einmal größer ist, ist ihm durchaus bewusst. „Es ist mehr geworden, bei den Fans und medial. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass vor fünf Jahren bei einem Interview fünf Kameras dabei waren.“

Dafür ist Jonas ein Paradebeispiel

Aber was genau macht Jonas Hector zum Musterprofi und Star wider Willen? Für Peter Stöger zählt das passende Gesamtpaket. „Er hat keine Schnörkel in seinem Spiel, er spielt Woche für Woche auf sehr hohem Niveau. Die Frage ist: Was ist Qualität? Für mich ist Qualität, dass ich das, was ich anbieten kann, über einen sehr langen Zeitraum auf dem gleichen Level bringen kann. Dafür ist Jonas ein Paradebeispiel.“

Nächster Feiertag am Freitag 

Mittlerweile hat Jonas Hector 170 Pflichtspiele für die Kölner absolviert. Am vergangenen Sonntag gegen Mönchengladbach erwischte er einen seiner deutlich schwächeren Tage. Das will er am Freitag im ersten Heimspiel gegen den Hamburger SV besser machen – es wird sein 100. Bundesliga-Spiel sein. Und was würde zu einem solchen Jubiläum besser passen, als der erste Saisonsieg vor heimischem Publikum.


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