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Trainer wollen mehr: Duo auf rechts muss sich steigern

Die Vorbereitung ist vorüber, die erste Pokal-Runde und das Rhein-Derby liegen hinter dem 1. FC Köln. In den ersten beiden Pflichtspielen vertraute Trainer Peter Stöger der gleichen Startelf. Für Pawel Olkowski und Christian Clemens reichte es in beiden Partien nicht für einen Platz im Kader. Sind sie die ersten Verlierer der noch jungen Saison?

Köln – Der Konkurrenzkampf bei den Geissböcken ist größer geworden. Der Kader ist in der Breite stärker besetzt als in der Vorsaison. Von den 27 Profis, die beim Effzeh im Kader stehen, schaffen es an einem Spieltag lediglich 18 Spieler in den Kader. In dem ausgeglichenen Team kommt es daher bei jedem Spiel zu Härtefällen. Doch Peter Stöger macht den Ergänzungsspielern Mut: „Im Laufe einer Saison kann sich alles durchmischen.“

Manchmal ist es knapp, manchmal gibt es ganz klare Argumente

„Manchmal ist es knapp, manchmal gibt es ganz klare Argumente“, so der Österreicher. Im Fall von Christian Clemens und Pawel Olkowski sprechen die Argumente aktuell gegen einen Kader-Platz. Für das Duo auf der rechten Seite blieb zu Saisonbeginn nur ein Platz auf der Tribüne. Der Trainer beteuert zwar: „Bei uns ist niemand weit weg. Die Spieler, die im Kader sind, haben alle die Möglichkeit zu spielen.“

Clemens wurde im Winter der vergangenen Spielzeit aus Mainz zurückgeholt, überzeugen konnte der Rechtsaußen bislang nicht. Das zeigt sich auch daran, dass der Trainer aktuell lieber Simon Zoller den Vorzug als Ersatz für Marcel Risse oder Leonardo Bittencourt gibt, obwohl Zoller eigentlich auf der Position des Mittelstürmers zuhause ist.

Christian muss jetzt zeigen, dass er bereit ist

„Christian muss jetzt zeigen, dass er bereit ist. Seine Qualifikationen spricht ihm niemand ab. Das sind sein Zug zum Tor, seine Schnelligkeit und ein guter Abschluss“, sagte Stöger, fordert aber: „Auf Platz eins und im Franz-Kremer-Stadion muss er das eben zeigen, dass wir das Gefühl haben, er ist bereit.“ Davon kann der 26-Jährige das Trainerteam aktuell nicht überzeugen.

Pawel Olkowski gratuliert Artjoms Rudnevs zum zweiten Treffer im Testspiel des Effzeh gegen den Grazer AK. (Foto: GBK)

Ähnliches gilt für Rechtsverteidiger Pawel Olkwoski. Nach schwankenden Leistungen in der vergangenen Spielzeit hat ihm mittlerweile Lukas Klünter den Rang abgelaufen. Am 21-Jährigen ist für Olkowski aktuell kein Vorbeikommen. Bei einem Kader-Platz vertraute Stöger zuletzt lieber auf Jannes Horn als linker Außenverteidiger. Für Klünter auf rechts fehlte ein direkter Ersatz, der Pole ist momentan außen vor.

Clemens und Olkowski müssen sich hinten anstellen

Peter Stöger berücksichtigt bei der Zusammenstellung des Kaders nicht nur die Leistung: „Der Kader stellt sich manchmal auch so zusammen, dass es keinen Sinn macht, einen weiteren Offensivspieler oder drei Defensivspieler mitzunehmen, wenn wir nur drei tauschen können. Wenn wir einen Spieler nicht mitnehmen, heißt das also nicht, dass er vom Kader wahnsinnig weit entfernt ist.“

Im Kampf um einen Platz im Kader muss sich Christian Clemens aktuell aber deutlich hinter Risse und Zoller anstellen. Pawel Olkowski kommt nicht an Klünter vorbei und muss anderen Defensivspielern wie Jannes Horn, Dominic Maroh oder Jorge Meré den Platz auf der Bank überlassen. Für beide Spieler keine einfache Situation, denn beide wollen spielen: „Wenn ich das Gefühl habe, dass jeder, der nicht spielt, es versteht, habe ich ein Problem“, sagte Stöger. Durch den wahrscheinlichen Ausfall von Konstantin Rausch kann sich für das kommende Spiel zumindest Olkowski Hoffnungen auf einen Kader-Platz machen.


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