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Kein Protest! Aber Effzeh fordert Stellungnahme vom DFB

Der 1. FC Köln verzichtet nun doch auf einen Einspruch gegen die Wertung des Spiels bei Borussia Dortmund (0:5). Allerdings haben die Geissböcke den Deutschen Fußball-Bund zu einer Stellungnahme zum Zwischenfall rund um das irreguläre 0:2 durch Sokratis aufgefordert.

Köln – Am Montagnachmittag hatte es sich angedeutet, nachdem der Effzeh den Einspruch noch nicht hinterlegt hatte und die Führungsgremien der Geissböcke noch einmal zusammengekommen waren. Am Dienstag bestätigte der FC dann: kein Protest, kein Einspruch. Damit ist die 0:5-Niederlage des Effzeh bei Borussia Dortmund rechtskräftig.

Projekt Videobeweis wäre zum Scheitern verurteilt

Der Effzeh begründete seine Entscheidung damit, „dass die Erfolgsaussichten für einen solchen Protest gering sind“. Köln betonte in einer Stellungnahme, dass aus Sicht des FC dennoch ein „Regelverstoß des Schiedsrichtergespanns vorlag, der nach der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB einen Einspruch ermöglicht“ hätte.

Daher forderte der 1. FC Köln den DFB auf, sich zum Sachverhalt offiziell zu äußern. „Der FC hält es von der Frage des Protests unabhängig für dringend geboten, dass im Sinne der gesamten Liga Rechtssicherheit an den strittigen Punkten geschaffen wird“, hieß es weiter. „Der FC hat vom DFB daher zu einer entsprechenden Stellungnahme erbeten. Das vom 1. FC Köln immer unterstützte Projekt Videobeweis wäre zum Scheitern verurteilt, wenn die vereinbarten und vor der Saison kommunizierten Voraussetzungen nicht eingehalten werden.“

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8 Kommentare
    • Dieter
      Dieter says:

      Meiner Meinung nach ist das Thema Fußball auf dem absteigenden Ast. Das Handeln der Verantwortlichen verkommt immer mehr zu einer Lachnummer. Videobeweis sollte Klarheit bringen. Fakt ist, dass Timo Horn im 5-Meterraum angegangen wurde und er dadurch den Ball verloren hat. Dies ist nach den Regeln nicht korrekt und es hätte Freistoß für den FC geben müssen. Wenn man sich betrachtet, was momentan auf den Plätzen abgeht, dann kann es eigentlich nur eine Entscheidung geben. Bin am Überlegen, ob ich nicht meine Mitgliedschaft kündige, denn mit Fußball hat das alles nichts mehr zu tun. Millionenbeträge für Fußballer, damit sie in einem anderen Verein spielen können. Sponsorenverträge – immer höhere Summen sind da im Spiel. Kommerzialisierung wohin man auch sieht. Fußballübertragungen bald nur noch im Bezahlfernsehen. Ist das noch Volkssport oder nur noch ABZOCKE?
      Fifa, UEFA und DFB haben in der Vergangenheit nicht dadurch geglänzt, dass sie eindeutige Regelungen schaffen, sondern nur noch durch negative Schlagzeilen. Bestechung, sich selbst bereichern, Fußball-WM im Wüstenstaat. Kann es noch schlimmer kommen – ich befürchte JA. Am besten man sucht sich ein anderes Hobby, bei dem es ehrlicher und fairer zugeht. Solange wir uns auf der Nase rum tanzen lassen, wird es immer schlimmer – mit Sicherheit nicht besser.

  1. Max R
    Max R says:

    Keinen Protest einzulegen ist leider die einzige Möglichkeit. Der Spielplan von BVB und FC ist schon voll genug und wie hoch die Erfolgsaussichten auf eine Wiederholung sind, weiß man ja mittlerweile. Trotzdem finde Ich den Umgang mit dem Vorfall vor allem von Seiten der BVB-Verantwortlichen unter aller Sau.

  2. Klio
    Klio says:

    Da die Entscheidungen, wenn sich das irgendwie hinbiegen lässt, eh immer den Schiedsrichter stützen, gab es keine großen Erfolgsaussichten. Dass der DFB zur Stellungnahme aufgefordert wird, ist gut.

    Ursprünglich hieß es, dass der Videoschiri nur bei klaren Fehlentscheidungen eingreifen soll. Aber das ufert immer weiter aus. Jetzt kommen schon die ersten, die meinen, die Schiedsrichter auf dem Platz sollten mit dem Pfiff prinzipiell warten, damit der Videoschiri entscheiden kann. Das geht alles in eine Richtung, in die man nie wollte. Klarheit täte da gut.

    • C W
      C W says:

      Denke auch das ein Protest hier wenig erfolgversprechend ist. Mal ganz davon abgesehen, dass man das Wiederholungsspiel in keinster Form verdient, sondern zu recht haushoch verloren hat.

      Nichts desto trotz handelt es sich hierbei in meinen Augen klar wieder um einen Punkt der die gesamten Nachteile des Videoschiedsrichters aufzeigt. Zum Einen ist der Fußball schlicht zu schnell um hier ähnlich wie im Eishockey oder Football Minuten zu warten bis alle Bilder gesichtet sind. Von daher wird der Video-Schiri gezwungen ähnlich wie der Feld-Schiri in Sekundenbruchteilen zu entscheiden.

      Das führt zu Punkt 2 dem antrainierten Ego unserer Schiedsrichter die laut Reglement ja nur eingreifen können wenn sie zu 100% davon überzeugt sind das ihr Kollege auf dem Platz falsch entschieden hat. Und dieses braucht es um wie Herr Brych in der Szene mit Horn einzugreifen. Denn hier kann man wenn man will in beide Richtungen pfeifen ohne das sich wer beschweren darf (wenn man denn nicht zu früh pfeift^^).

      Die zweite Szene mit Klünter wiederum ist das Paradebeispiel warum es den Videoschiri gibt. Der Feldschiri siehts nicht, der Videoschiri ja. Klare Sache.

  3. ralf brostewitz
    ralf brostewitz says:

    ….ich finde es schade den protest zurück zu ziehen, und es geht hierbei nicht um eine neuansetzung oder ähnliches sondern ganz klar mit dem protest einen ganz klaren regelverstoss zu ahnden ! für was gibt es regeln wenn sie jeder auslegen kann wie er will ? das ist aber in dieser jetzigen gesellschaft das mass aller dinge , da kann man ungestraft gesetze , regeln, verträge etc. brechen oder umgehen wie es den herrschenden geradeso in den kram passt ! klar ist natürlich auch das der effzeh bei der DFB MAFIA keine chance bekommen hätte was die verantwortlichen bestimmt auch gewusst haben ! und ein schiri dem unmittelbar darauf sein regelverstoss erklärt wird und er nicht reagiert – ist für diesen job ungeignet !

  4. OlliW
    OlliW says:

    Ja, das ist die Krux an der Sache: Es ändert nichts. Protest wäre juristisch absolut gerechtfertigt. Das sehen auch viele Ligakollegen wohl so. Man mag sich nur mal dezent ausmalen, was los wäre in München oder Dortmund, wenn so ein Tor zur Vorentscheidung gegen Bayern oder den BVB geführt hätte! Wahnsinn!
    Das Tor war nicht wirklich Spiel entscheidend. Allerdings war es definitiv der mentale Nackenschlag gegen den FC. Das war selbst an den TV-Bildschirmen mit Händen greifbar. Wenn Kampf nicht ausreicht und dann so was passiert, was will man da als durchschnittlicher Verein gegen den momentanen BVB noch ausrichten!? Die Mannschaft brach zusammen in der 2. HZ. Wäre es beim 2:0 geblieben, und der FC auf Augenhöhe gespielt, hätte man mAn protestieren müssen und hätte dann auch ganz andere Karten in der Hand, zumindest emotionale.

    Kein Protest ist am Ende vernünftiger, denn:
    1. ist es „nur“ der FC, den eh immer noch keiner wirklich ernst nimmt, vor allem nicht da unten am Ende der Nahrungskette. 2. Das Pochen auf Fakten und Regeln gegenüber den großen Fußballinstanzen muss man sich „leisten können“. 3. Wäre eine Neuansetzung sehr eben darum extrem unwahrscheinlich und wenn, dann viel zu belastend gewesen. 4. Kann jetzt keiner behaupten, damit solle von der schlechten Leistung abgelenkt werden (die offiziell mehrfach zugestanden wurde, aber das ist Tatsachenallergikern ja egal). 5. Hat der FC so ggf. etwas mehr Kredit gewonnen in der Öffentlichkeit (bilde ich mir zumindest ein). und 6. ist der Käse jetzt gegessen und der Blick kann und muss nach vorne gehen!

    (Unrealistische Idee aus dem Land des träumenden Fußballfans:
    Der DFB untersucht die Angelegenheit trotzdem, der Regelverstoß wird als solcher anerkannt, es gibt eine Erklärung aller Beteiligten und das Tor wird nachträglich aberkannt. Das wäre immerhin besser für unser Torverhältnis ;-). Und alle behielten ihr Gesicht.)

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