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„Er ist eine Legende!“ Das besondere Pizarro-Debüt

Als das Signal von der Bank kam und Claudio Pizarro vor der Südkurve in Richtung Einwechslung sprintete, brannte Jubel im RheinEnergieStadion auf. „Als er reinkam, dachte ich, wir hätte ein Tor geschossen“, beschrieb Leonardo Bittencourt den Moment. Ein Moment, der für den 1. FC Köln noch wichtig werden könnte.

Köln – Wenn sich noch irgendjemand fragen sollte, warum der Effzeh den Peruaner am vergangenen Freitag als Neuzugang präsentiert hat, muss sich nur noch mal den Jubel anhören, der aufbranndete, als Pizarro in der 54. Minute eingewechselt wurde. Die Energie, die Pizarros Einwechslung mitbrachte, das Gefühl einer neuen Stärke, einer neuen Gefahr, ist genau das, was sich die FC-Verantwortlichen vom Stürmer erhoffen.

Claudio wird nicht der alleinige Heilsbringer sein

Es hätte zu seiner Vita gepasst, zum besten ausländischen Bundesliga-Stürmer der Geschichte, zu seinen 191 Toren und 73 Vorlagen in 431 Spielen. Es war einer seiner ersten Ballkontakte, ein Pass auf Leonardo Bittencourt und der versenkte den Ball im langen Eck. Alleine, Leo hatte im Abseits gestanden. Doch genau solche Momente erhoffen sich die Geissböcke von Pizarro, das Gefühl, mit dem Angreifer eine Qualität auf dem Feld zu haben, an der es in den letzten Wochen mangelte: die Qualität des unbändigen Torinstinkts.

Ihm gelang beileibe nicht alles und Pizarro wird die Länderspiel-Pause nutzen müssen, um sich an das Team zu gewöhnen und seinen Körper wieder vollends in Schuss zu bringen. Am Dienstag feiert der Peruaner seinen 39. Geburtstag, so, wie seine Rückennummer es verrät. Dann wird er die Zeit haben, alles rund ums Geißbockheim kennen zu lernen und Einfluss zu nehmen auf die kommenden Wochen. Denn obwohl Peter Stöger nach dem Spiel sagte, dass Pizarro „nicht der alleinige Heilsbringer sein wird, wird er uns trotzdem gut tun“.

Pizarro beweist seine Rolle als spielender Mentaltrainer

Dieses Gefühl bekam man bereits, wenn man die FC-Profis nach der Partie hörte. Sie schienen fast schon erleichtert, einen Mann wie den Altstar in den eigenen Reihen zu wissen. „Wir sind sehr froh, dass er so kurzfristig dazu gestoßen ist“, sagte Timo Horn. „Er bringt unglaublich viel Erfahrung mit. Man sieht die spielerische Qualität, und auch menschlich ist er ein sehr wichtiger Spieler.“ Der GEISSBLOG.KOELN nannte ihn am Samstag den „spielenden Mentaltrainer“. Am Sonntag war klar, dass Pizarro genau das sein wird.

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