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„Wir hatten Kontakt“: Stöger sollte Nationaltrainer werden

Peter Stöger hat dem Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB) einen Korb gegeben. Der Trainer des 1. FC Köln sollte Nationaltrainer Marcel Koller beerben. Skurril: Das bestätigte ÖFB-Präsident Leo Windtner in dem Moment, als Franco Foda als neuer Coach der Österreicher bestätigt wurde.

Köln/Wien – Foda, das ist nun klar, war nur die zweite Wahl für den ÖFB. Eigentlich wollte der Verband Stöger aus Köln abwerben. Doch dieser habe laut Windtner „schweren Herzens abgesagt“. Es sei eine „Hängepartie“ gewesen, „wir haben fast täglich miteinander telefoniert“, so der ÖFB-Präsident. Auch Peter Schöttel, ein langjähriger Weggefährte Stögers und heutiger Sportdirektor des Verbands, hatte sich mehrfach beim FC-Coach gemeldet.

Die größte Auszeichnung für einen Trainer im eigenen Land

„Wir hatten Kontakt“, bestätigte Stöger dem GEISSBLOG.KOELN. „Sie haben mich auch noch mal am Sonntag angerufen. Aber es war zum jetzigen Zeitpunkt völlig klar, dass es keine Möglichkeit gibt.“ Auch, wenn Stöger, wie er betonte, in einer anderen Situation zu einem anderen Zeitpunkt in seiner Karriere liebend gerne zugesagt hätte. „Grundsätzlich ist die Position des Teamchefs die größte Auszeichnung für einen Trainer im eigenen Land“, sagte der 51-Jährige. „Aber meine Einstellung zu meinem Job beim FC hat sich nicht verändert.“

Bei den Geissböcken ist Stöger seit vier Jahren und vier Monaten für die Profis verantwortlich und damit der Rekordtrainer des Effzeh. Er führte Köln aus der Zweiten Liga als Meister zurück in die Bundesliga und in der vergangenen Saison erstmals seit 25 Jahren wieder in die Europa League. Aktuell liegen die Geissböcke mit nur zwei Punkten aus zehn Spielen auf dem letzten Tabellenplatz. Das aber will Stöger korrigieren.

10 Kommentare
  1. Hans-Peter Neuse
    Hans-Peter Neuse says:

    Wäre er es doch nur geworden……
    ….hätte dem FC viel Kummer erspart.
    Jetzt gehen wir mit fliegenden Fahnen und sehenden mit dem unangreifbaren heiligen St. Stöger in den Untergang.
    Wozu eigentlich haben wir einen Vorstand,d er Geld kassiert? Wozu einen Aufsichtsrat?

    • mal im Ernst
      mal im Ernst says:

      Und was ist dein geistreicher Beitrag? Auch einer von denen die keine andere Meinung dulden außer ihre eigene . Wenn Stöger sagt “ Schweren Herzens habe ich den Job als Ösi Trainer abgesagt“ dann muss er doch damit geliebäugelt haben oder nicht? Der Vorstand hätte beide in die Wüste schicken sollen, denn es haben / hatten beide die Verantwortung für den Club. Immer wird gesagt , der Club steht an erster Stelle und nicht einzelne Personen. Wie man an der Aufstellung gegen Asperin sehen konnte versucht er immer etwas besonderes zu bringen und greift wiederum ins Klo. Im GB steht irgend wann , HÄTTE MAN SICH MAL FRÜHER VON STÖGER GETRENNT . Jetzt kommen wieder die geistreichen Einwände vom Hellseher Nick , ein Herr H2O Kopf usw. Die Stöger – Geistheiligen. Unser gut bezahlter Vorstand ist halt Spürbar anders. Ach ja Herr Nick, ich hatte vorher hier keinen anderen Namen wie von ihnen behauptet . Nur sollten Sie es mal sein lassen Behauptungen aufzustellen die ihr klein Hirn Ihnen mit auf den Weg gibt. Das gleiche betrifft auch H2O Kopf.

  2. udo schmidt
    udo schmidt says:

    Diese Entscheidung ist ein Signal an die Mannschaft,daß man gemeinsam da unten rauskommen kann.Es wäre leicht für Stöger gewesen,sich galant aus der Verantwortung zu stehlen.Solange die Mannschaft sich so präsentiert wie in den letzten Spielen (Ausnahme 2.HZ Lev) ist Stöger der richtige Trainer.Es kommen Spieler zurück (Risse,Cordoba),es zeigen einige Spieler klare Aufwärtstendenzen (Guirassy,Öczan) und es kann im Winter nachgelegt werden.
    Ziel ist der Relegationsplatz (oder 1 besser).Da haben wir aktuell 5 Punkte Rückstand und noch 24 Spiele.Erst wenn die Mannschaft sich aufgibt (wie Bremen) macht es Sinn über den Trainer nachzudenken.
    Come on FC

    • ossi72
      ossi72 says:

      Besser kann man die Situation beim FC nicht beschreiben.
      P. St. wird hoffentlich nicht bald zwischen 2 Stühlen sitzen.
      Leider gibt es immer wieder Leute, die ihr Mütchen an den falschen Leuten kühlen.
      Stöger war ein super Fussballer, ist ein guter Trainer und wird hoffentlich (wie Streich in Freiburg) vom Club nicht wie eine heisse Kartoffel fallen gelassen.

    • prinzikai
      prinzikai says:

      Ich bin froh das Schmadtke ein Feigling ist und seine beste Entscheidung in dieser Saison war sein Abgang. Er hat uns Spieler wie Gregoritsch (für 5 Mio.), Bebou (für 5 Mio.), Baumgartlinger wegen seiner Sturrheit gekostet, ganz zu schweigen, dass er 17 Mio. für Cordoba ausgegeben hat (das wäre das Geld für die eben genannten Spielr) – ich halte Cordoba auch für einen guten Spieler der hoffentlich noch seinen Weg machen wird (am besten bei uns) aber 17 Mio. ist einfach schlecht verhandelt worden.
      Ich finde auch dass man an Stöger festhalten kann, aber nur wenn endlich mal eine moderne Spielphilosophie gestartet wird und man sich an Beispiele wie Hoffenheim und Leipzig orientieren soll, wenn er dies bereit ist zu ändern, dann gerne auch mit dem Umweg 2.Liga.

      • Robert H.
        Robert H. says:

        Niemand von uns kennt die genauen Umstände der Verhandlungen, niemand kennt die Preise, die für die genannten Spieler gegenüber des FC aufgerufen wurde und nicht einmal der Preis für Cordoba ist irgendwo bestätigt. JS da also „Sturheit“ vorzuwerfen ist schlicht ein Vorurteil.
        Und wenn wir uns an den Geschäftsmodellen Hoppenheim und Rotzbrause Leipzig orientieren sollen, dann gute Nacht Tante Käthe…

        • prinzikai
          prinzikai says:

          Ich meinte zwar nicht das Geschäftsmodel, aber auch da muss man sich offener präsentieren als vor 30 Jahren – es sollte mittlerweile doch schon jedem klar sein, dass Tradition keine Spiele gewinnt, aber schwelge weiterhin in den 70-er. Mir geht es um die Spielphilosophie – Tempofussball / Positionsspiel / Überfallspiel / Balleroberung / Pressing dies alles vereinen wie es Hoffenheim und Leipzig machen. Auch moderne Technik verwenden – vor allem in der Trainingsmethodik – einfach immer neue Wege gehen zu wollen – das fehlt mir – hier wäre wirklich mal ein Klinsmann oder Sammer gefragt. Für mich gelten Jörg Jacobs und Wehrle zu den Machern – die haben den Klub saniert – Schmadtke stand nur in der Sonne und hat den Applaus abgeholt (ist jetzt alles überspitzt, aber musste mal raus) – und zu deinem Kommentar bzgl. Sturrheit – andere Manager haben dies ja geschafft und dies mit weniger Kohle und ohne Europapokal – Bonus.

          • Horst Simon
            Horst Simon says:

            Das sehe ich genauso. Schmadtke konnte in den
            vergangenen Jahren (Aachen, Hannover, Köln) nur
            deshalb glänzen, weil er Jakobs an seiner Seite hatte.
            Seit der Saison 16/17 u. 17/18 war Jakobs nicht mehr im
            Profibereich tätig. Das Ergebnis sieht man.

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