,

Statistiken zum Derby: Die Zahlen sprechen gegen Köln

Der 1. FC Köln trifft am Sonntag auf Bayer Leverkusen. Die Werkself ist allerdings wahrlich kein Lieblingsgegner für die Geissböcke. Kann der Tabellenletzte gegen die Mannschaft von Heiko Herrlich überraschen und im Abstiegskampf noch mal ein Lebenszeichen aussenden?

Köln – Die Zahlen sprechen eindeutig gegen den 1. FC Köln. Nur 14 Siege fuhr der Effzeh in 61 Bundesliga-Partien gegen Bayer ein. Selbst gegen den großen FC Bayern München haben die Geissböcke eine bessere Siegquote. Das zeigt, worauf sich die Fans im RheinEnergieStadion werden einstellen müssen. Für die Kölner wird es ein schwerer Gang gegen den ungeliebten Nachbarn.

  • Zuletzt gab es zwei Niederlagen und zwei Unentschieden für den FC.
  • Der letzte Sieg gelang in der Hinrunde 2015/16 (2:1 dank Maroh-Doppelpack).
  • Der FC gewann gegen Bayer 04 noch nie (!) nach einem 0:1-Rückstand.
  • Gegen kein anderes Team flogen so viele FC-Spieler vom Platz (10) wie gegen Leverkusen.
  • In der Saison 2016/17 landete der FC erstmals nach 20 Jahren wieder in der Abschlusstabelle vor Bayer 04.
  • Den höchsten Sieg über Leverkusen holte der FC im Mai 1997 mit einem 4:0 daheim.
  • Das 4:0 am 33. Spieltag 1997/98 ruinierte Bayers Chance auf die Deutsche Meisterschaft.
  • Seit dem ersten Abstieg vor 20 Jahren konnte der FC nur ein einziges Heimspiel gegen Leverkusen gewinnen.
  • Dieses 2:0 am 32. Spieltag 2010/11 unter Volker Finke verhalf Dortmund am 32. Spieltag zur Meisterschaft.
  • Unter Stefan Ruthenbeck verlor der Effzeh bislang noch nicht dreimal in Folge. Zuletzt gab es zwei Pleiten.
  • Der FC kassierte in dieser Saison die meisten Tore nach Kontern (neun). Leverkusen dagegen ist die beste Konter-Mannschaft der Liga und erzielte so bereits acht Treffer.

Der Effzeh wird also etwas Außergewöhnliches erreichen müssen, um drei Punkte im Heimspiel gegen Leverkusen einzufahren. Das wäre ohnehin nötig, wollten die Kölner noch das letzte Fünkchen Hoffnung auf den Klassenerhalt nicht verglühen lassen. Nie zuvor hat eine Mannschaft in der Bundesliga nach dem 26. Spieltag noch acht Punkte bis zum rettenden Ufer aufgeholt.

9 Kommentare
  1. Karl Heinz Lenz says:

    Herr Merten schaut in seinem Artikel sehr tief in die Kugel der Statistiken und kommt dann zu dem Ergebnis, dass „etwas Außergewöhnliches“ passieren muss, wenn der FC am Sonntag gegen Leverkusen etwas reißen will.

    So schlimm ist aber die Statistik nicht. In meinem Leib-und-Magen-Blatt „Kicker“ steht in der aktuellen Ausgabe folgende Statistik zu den bisherigen Heimspielen des FC gegen Vizekusen:
    Sieg Köln: 9 – Unentschieden: 13 – Sieg Leverkusen: 8
    Das heißt, dass unsere Mannschaft in 22 von 30 Spielen zu Hause gegen Leverkusen gepunktet hat. Mein Taschenrechner sagt, dass dies 73 Prozent sind!
    Also: Kopf hoch, Herr Merten! Lassen wir uns überraschen!

  2. OlliW says:

    Jede Statistik kann Angst machen und auch Mut. So viele Serien sind beim FC diese Saison zu Ende gegangen, einige statistische „Wahrheiten“ wurden schon relativiert. Warum dann auch nicht mal morgen?
    Wenn noch nie einer Mannschaft vorher die Rückstand-Wende nach dem 26. Spieltag geschafft hat, wird es Zeit, dass es eine schafft.
    Wenn der FC noch nie nach einem 0:1-Rückstand gegen Leverkusen gewonnen hat, dann geraten sie halt morgen nicht in Rückstand oder kippen diese Statistik eben, wenn sie es tun.
    Und warum sollte der FC nicht morgen mal eine Führung – so sie denn kommt – über die Zeit bringen?
    Kann alles passieren, man muss nur was dafür tun und es WOLLEN.

    • Franz-Josef Pesch says:

      da gebe ich ihnen vollkommen recht. Man muss nur wollen !! Statistiken sind da um widerlegt zu werden. Es wird wohl die letzte Chance für den FC sein, vielleicht auch die Hoffnung die rote Laterne endlich einmal abzugeben. Durch Abwanderungs-
      Gedanken sind bei einigen Spielern die Köpfe sicherlich nicht mehr frei.

      • Stefan Schmitz says:

        Seit Wochen sprechen wir hier von „letzten Chancen“ und vor allem darüber, dass der FC sie immerzu vergeigt. Grundsätzlich steckt da auch eine ganze menge Wahrheit hinter, aber man sollte auch mal die andere Seite der Medaille sehen. Nicht nur der FC sondern auch alle anderen Kellerkinder haben permanent nicht gepunktet. Mainz und Wolfsburg hätten sich in den vergangenen Wochen genauso wie Bremen und Stuttgart aus der direkten Gefahrenzone verabschieden können. Haben sie aber nicht! Der HSV hätte genauso wie der FC den Anschluss herstellen können. Ist aber nicht passiert!

        Im Tabellenkeller ist, stand heute, seit 3 Wochen absoluter Stillstand.
        Das einzige, was sich ändert, ist die Anzahl der verbleibenden Spiele.

        Wenn wir morgen verlieren wird sich nichts ändern. Auch nächste Woche werden wir wieder von der „letzten Chance“ sprechen. Danach geht es gegen Mainz. Letzte Chance! Berlin. Letzte Chance! usw

        Es sind noch 8 Spiele, fast ein Viertel der Saison. Es kann noch viel passieren. Das gilt für alle, außer Bayern. Die Anzahl der noch verbleibenen Chancen wird die Zeit zeigen. Wenn es so weiter läuft wie jetzt, könnten es noch einige werden, wenn Mainz oder VW die Kurve kriegen, ist es bald vorbei. Warten wir es ab!

  3. Michael says:

    Und die Chance ist gut. Die Konkurrenz hat wieder nicht gepunktet.
    Morgen verlassen wir nach meinem Gefühl endlich Platz 18. Warum?
    Weil Statistik im Fußball nahezu sinnlos ist. Sie folgt nur dem unauslöschbaren Wunsch der Menschheit, die Zukunft voraussehen zu können. Das klappt aber zumindest im Diesseits nicht. Also lassen wir uns morgen von der Mannschaft positiv überraschen. Und wer dennoch eine unstillbare Lust an der Vergangenheit hat (mehr beschreibt Statistik nämlich nicht), der schaue sich zur Vorbereitung die Zusammenfassung des Spiels 2011 an, das der FC wider erwarten mit 1:4 für sich entscheiden konnte. Eine gute Blaupause für morgen.

  4. Stefan Schmitz says:

    „Weil Statistik im Fußball nahezu sinnlos ist.“

    So ist es. Jedes Spiel ist einzelnd und im hier und jetzt zu betrachten. Die Vergangenheit spielt dabei keine Rolle. Der FC ist zwar klarer Außenseiter, aber wenn man als solcher chancenlos wäre, würde nicht ein Wettanbieter nach dem anderen in den Markt drängen.

  5. OlliW says:

    Ja, unfassbar. WOB verschießt sogar Elfer und haut Eigentore rein dafür! Hatte die überschätztestes Mannschaft der Liga (Schalke) lange am Schlafittchen.
    Nicht auszudenken, wo der FC stehen würde, wenn….

    Egal. Vorbei. Morgen können sie tatsächlich schon wieder (!) auf 5 Zähler ran kommen!
    Na los, Come on Effteeehhh!

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar