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Nach dem Abstieg: Die schwierige Frage der Schuld

Die fehlende Lernkurve der Spieler

Der 1. FC Köln hat seinen sportlichen Erfolg der letzten Jahren in nur einer Saison gehörig an die Wand gefahren. Nach dem sechsten Abstieg der Vereinsgeschichte wollen die Verantwortlichen nicht mehr zurückschauen. Doch die Frage nach den Schuldigen bleibt – und ist nicht leicht zu beantworten. 

Eine Analyse von Sonja Eich und Marc L. Merten

Köln – Vier Jahre lang ging es bei den Geißböcken kontinuierlich bergauf. Man war sich sicher, wieder ein etablierter Bestandteil der Bundesliga zu sein. Doch im fünften Jahr der gemeinsamen Zusammenarbeit von Mannschaft, Trainerteam und Geschäftsführung lief alles schief, und auch die neuen starken Männer am Rhein schafften es nicht, den freien Fall aufzuhalten. Am Ende bleibt die schwierige Frage, wer den Abstieg wann und wie hätte verhindern können.

Die Spieler

Sowohl Jörg Schmadtke und Peter Stöger als auch Armin Veh und Stefan Ruthenbeck haben die FC-Spieler im Verlaufe der Saison fast immer in Schutz genommen. Doch klar ist: Am Ende standen die Spieler auf dem Platz und entschieden über Sieg oder Niederlage. Am Ende fehlte es der Mannschaft an allen Ecken und Enden an der nötigen Qualität, um in der Bundesliga bestehen zu können. Mittlerweile haben einige Profis selbst zugegeben, es sowohl vor als auch in der Vorbereitung schleifen gelassen zu haben. Die Spieler bereiteten sich nicht optimal auf die schwierige Saison mit der Dreifachbelastung vor. Die schwachen Testspiele hätten eine erste Warnung sein sollen. Stattdessen schenkte man den offensichtlichen Problemen (mangelnde Fitness, schwache Offensive, fehlende Stabilität) keine größere Aufmerksamkeit. Die Quittung folgte auf dem Fuße. Die ersten fünf Saisonspiele gingen alle verloren. Die Kölner liefen ihren Gegnern nur hinterher, waren nicht wettbewerbsfähig. Dafür trug die Hauptverantwortung zwar das Trainerteam. Doch kaum ein Spieler kümmerte sich eigenverantwortlich um seine Fitness oder forderte härteres Training. Selbst, als Timo Horn im Herbst erstmals laut nach Veränderungen rief, verhallte dieser Ruf beim Trainerteam und den FC-Bossen ungehört. Das Vertrauen in Trainer Peter Stöger war grenzenlos – und blind. Der Mannschaftsrat und Kapitän Matthias Lehmann reagierten nicht.

Doch damit nicht genug. Auch mental ließ sich die Mannschaft zu lange nicht auf den Abstiegskampf ein. Der Glaube an die eigene Stärke aus der Vorsaison sorgte nicht für bessere Leistungen, sondern für das Gefühl, man würde die Kurve irgendwann schon bekommen, der Knoten müsse sich nur lösen. Der Knoten löste sich aber zu keinem Zeitpunkt der Saison. Stattdessen zog er sich mit jeder Niederlage immer weiter zu. Und wenn das Team in der Rückrunde tatsächlich mal in Reichweite kam, konnte es kein einziges der entscheidenden Spiel (Augsburg, Hannover, Stuttgart, Bremen, Mainz) gewinnen. Spätestens nach dem 2:0-Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen hätte allen Kölnern klar sein müssen, dass das Wunder gar nicht so groß gewesen wäre. Doch anstatt die sich bietende Chance zu nutzen, trafen sich diverse Spieler während der Länderspielpause mit ihren Beratern und sprachen über die Angebote anderer Klubs. Die Folge: Statt den Rückstand weiter zu verkürzen, ließen sich die Geißböcke in Hoffenheim widerstandslos abschießen und verpassten gegen Mainz den Befreiungsschlag.

Während sich der chaotische, zerstrittene HSV, den die Kölner zwischenzeitlich hinter sich gelassen hatten, derzeit mit einer starken Aufholjagd im Abstiegskampf zurückmeldet, verlor der auf seine Einheit schwörende Effzeh das Ziel komplett aus den Augen. Ruthenbeck und Veh sowie die Spieler betonten, nicht aufgeben zu wollen. Doch aus den letzten acht Spielen holte der FC nur noch einen einzigen Sieg. In der Rückrunde stehen nach 15 Spielen 16 Punkte zu Buche: die Bilanz eines Abstiegskandidaten. Die Aufholjagd endete, als sie eigentlich erst hätte beginnen sollen. Das lag vor allem daran, dass die Spieler in dieser Saison viele Tugenden vermissen ließen, die die Mannschaft über viele Jahre ausgezeichnet hatte: körperliche Fitness, Konzentration in der Defensive, taktische Stabilität, offensive Durchschlagskraft, der Wille, einen Matchplan über 90 Minuten strikt zu befolgen. Die nackten Zahlen sprechen für sich: 22 Punkte und 63 Gegentore – die Leistungen in dieser Saison waren nicht bundesligatauglich.

40 Kommentare
  1. mal im Ernst says:

    Es haben alle beim FC auf Wolke 7 geschwebt. Alle waren selbstzufrieden. Bei einem provinziellen * Verein hätte hier das Präsidium den Finger gehoben. Doch Spinner ist kein Profi im Fußball- Geschäft und hat sich auf seine neben Leute verlassen. Wenn ich Zahnarzt bin kann ich nicht auf Architekt machen. Nur bei den Verpflichtungen im Sommer hätte sogar der Schuhmacher feststellen müssen das es so nicht geht, in einer dreifach Belastung. Es gibt Fotos wo Schmathke und Werle sich selbst feiern hinsichtlich des Verkaufes vom Modeste. Trauig aber wahr. Man hätte , und hatte die Möglichkeit im Winter alles auf links zudrehen, doch bei diesem Präsidium ging nix zusammen. AV ist eine Farce. Anfang muss nicht das Ende sein. Doch wenn der schönste Ex -Trainer AV vom Sonnenstudio zum Platz kommt , um seine 100% Aufstellung dem Trainer mitzuteilen , und er sich dieses gefallen lässt , dann geht es ab in Liga drei.

  2. Karl Heinz Lenz says:

    Meine Güte! Da haben Sonja Eich und Marc Merten einen Artikel geschrieben, in dem die ganze Wahrheit drinsteht. Ich bin überrascht, dass alles das, was wir Fans in diesem Forum im Laufe dieser Saison an Beobachtungen, Analysen und Kritik zusammengetragen haben, in diesen Artikel eingangen ist und dort bestätigt wird. Das heißt, dass wir gar nicht so falsch lagen, zeigt aber auch, wie traurig die FC-Wirklichkeit tatsächlich in vielerlei Hinsicht gewesen ist. Zu ergänzen wäre, dass die Medien – auch auch der Geissblog! – sehr lange an der Verherrlichung des alten Cheftrainers mitgewirkt haben. Es hat auch lange gedauert, bis sich in den Medien herumgesprochen hat, dass auch die Mannschaft Mitverantwortung trägt und die Jungs nicht nur Pech gehabt haben.
    Interessant finde ich auch, wie im Artikel die Rolle des Vorstandes dargestellt wird. Dass der Tünn mit Peter Stöger im Duett gesungen hat, dass wussten wir ja. Dass Werner Spinner hingegen willens war, frühzeitig aufzuräumen, ahnten wir ja bloß. Kurios, dass in manchen Fankreisen gerade er der Buhmann ist, während unser Tünn in diesen Tagen wieder durch die Medien tingelt als sei nichts gewesen.

  3. Uli Scherber says:

    Ein sehr sachlicher und treffender Kommentar von den beiden.
    Kompliment!
    Dort wurde fast alles zusammengetragen was, ich betone DIE MEISTEN hier im Forum seit Wochen schreiben.
    Wenn die betreffenden Personen daraus lernen bzw. richtige Schlüsse ziehen ist mir vor der Zukunft nicht bange.
    Auch positiv, dass endlich mal der Präsident was die Trainerfrage betraf, aus der Schußlinie gezogen wurde, nicht wahr Troll und Großfamilie!?

    • Paul der Troll says:

      Nein, Nein, Nein, Werner Spinner ist als Präsident für alles verantwortlich! Toni, die Pappnase, ist nur Vizepräsident, das mag im Innenverkehr eine Rolle spielen, verantwortlich ist der Spinner, Sonnenkönig des Mobbings, der die Verantwortung für alles trägt! Außerdem gilt meine Forderung dem Gesamtpräsidium! PRÄSIDIUM RAUS!!!

  4. Klaus-Uwe Saiko says:

    Kompliment an die GBK Redaktion. Zutreffender hätte man es nicht schreiben können. Ein Punkt nach der Frage der Schuld bleibt allerdings offen., auch wenn er außerhalb des Vereins zu suchen ist. Das Thema Video-Schiedsrichter. Dieser hatte oftmals in Kooperation mit dem Schiedsrichtergespann auf dem Platz die falschen Entscheidungen gegen den Verein getroffen, wodurch einige Punkte im Kampf gegen den Abstieg verloren gegangen sind. Dieses Thema sollte im Grundsatz nochmals überdacht werden, ob es in den kommenden Saisonen so weitergeführt werden soll.

    Aber es soll nicht darüber hinwegtäuschen, daß innerhalb dem Verein deutlich zu viele Mißstände zum Tragen gekommen sind.

  5. udo schmidt says:

    Diesen kritischen Journalismus hätte ich mir schon früher gewünscht.Die beschriebenen offenkundigen Probleme existieren ja bereits länger,denn bereits in der Rückserie 2016/17 gab es fast nur Rumpelfußball mit langen Bällen auf Modeste der dann irgendwie was daraus machte.Die Euroliga wurde nicht erreicht,weil wir so gut waren sondern die anderen alle patzten.Dann wird der Garant des Erfolges verkauft,aber statt ein neues Spielsystem einzustudieren schweben alle auf Wolke 7 und reden sich die Dinge schön.
    Wo waren zu diesem Zeitpunkt die kritischen Fragen auf Pressekonferenzen oder Talkshows?Aufkeimende Ansätze hierzu wurden von Stöger und dem Präsidium regelmäßig abgebügelt.Das wars dann.Nachhaken und unbequem sein ,wie ich es mir von guten Journalisten wünschen würde fand nicht statt.Schmadtke hatte alle mit seinem „Ruuuuuig,ganz ruuuuuig“ eingelullt.Und manch kritische Beiträge in diesem Forum haben es sicherlich nicht bis nach draußen geschafft.
    Also: Wenn schon die Schuldigen benennen,dann auch die Medien mit einbeziehen.Wenn man mit einem Finger auf andere zeigt ,zeigen 3. auf einen selbst

    • J B says:

      Schmadtkes „Ruhig, ganz ruhig“ kommt nun wirklich aus einer ganz anderen Zeit der FC Historie.
      Sicherlich hat Schmadtke auch in der Hinrunde versucht die Wogen zu glätten, alles andere wäre ja auch ein Eingeständnis seiner Schuld gewesen. (die kam ja dann erst vor ein paar Wochen)

      • udo schmidt says:

        Natürlich kommt der Spruch aus einer anderen Zeit und sollte seinerzeit vor zu viel Euphorie warnen.Aber er wirkte auch leider zu lange nach , als die gedämpfte Euphorie in Wohlfühlen,Bequemlichkeit und Kritiklosigkeit überging.

  6. Alf Krispin says:

    Soviel Müll, der hier geschrieben wird findet man sonst nur im Express! Verdrehungen von Tatsachen am laufenden Band! Leute, habt ihr alle vergessen wem ihr überhaupt diesen Erfolg zu verdanken hattet. Ohne Stöger würde der FC heute noch im Elend sitzen. Modeste, Hector, Heinz, Osak, Vogt usw. waren zu Beginn beim FC nicht unumstritten, ganz im Gegenteil! Hätte Stöger nicht immer wieder, trotz massiver Kritik aus allen Lagern, seine schützende Hand über diesen Misthaufen an Spielern gehalten, wären die meisten vielleicht schön längst abgewandert. Vier Jahre musste Stöger immer mit dem selben Müll eine BL-taugliche Mannschaft formen, dass ihm erstaunlicher weise immer gelungen ist, obwohl Schmadtke es mit andauernder Sicherheit immer wieder schaffte noch größeren Müll an Spielern herbei zu schaffen. Dass das irgendwann einmal nicht mehr gut geht war klar. Gott sei Dank kann jetzt Stöger seine hohe Qualität beim BVB erneut beweisen und zeigt allen Verwirrten und Ahnungslosen wie man eine Mannschaft aus dem Mittelfeld in kurzer Zeit wieder in die Spur und an die Spitze bringt. Mahlzeit!

    • Uli Scherber says:

      Wer ist Osak, vor allem Vogt?
      Qualität an hochwertigen Spielern besitzt Herr Stöger en masse in Dortmund.
      Was hat Ihrer Meinung nach der hochqualifizierte Trainer bisher damit anstellen können?
      2-3 gute bis sehr gute Spiele, das wars.
      Wenn man schon den „überragenden“ Schürrle als Leistungsträger bzw. Stammspieler einsetzt sagt schon vieles…
      Mit den „Ahnungslosen“ und „Verwirrten“ hier im Forum würde ich ein wenig vorsichtiger sein, oder meinen Sie prinzipiell eine bestimmte Zielgruppe?!

      • Alf Krispin says:

        Es werden sich bestimmt die Richtigen angesprochen fühlen! Wichtig scheint mir aber, dass man Antisymphatie von realer Leistung klar trennen muss, das hier aber des öffteren nicht gegeben ist. Nicht Stöger ist abgestiegen, auch nicht das Präsidium, sondern ganz alleine diese BL-untaugliche Mannschaft. Da hat es auch nichts genützt, den gesamten sportlichen Apparat auszuwechseln. Ganz im Gegenteil! Ich vermute, nur Stöger alleine hätte das sinkende Schiff noch retten können! Leider kann man das nicht mehr überprüfen! Aber mit den Mitteln, die Stöger zu Beginn zur Verfügung hatte soetwas geschafft zu haben ist fast unmöglich! Veh, dem die Taschen mit Geld zugestopft werden, traue ich trotzdem einen sofortigen Aufstieg, wie es uns damals Stöger zeigte, aus den letzten ersichtlichen Erkenntnissen nicht zu. Hoffe, ich irre mich!

        • Boom77 says:

          Also meinen Respekt (ernst gemeint), dass Sie sich nach wie vor als Stöger-Fan outen und auch für ihn einstehen. Das kann man von vielen anderen hier nicht sagen. In der Hinrunde waren diejenigen, die sich zu Stöger hier bekannt haben, zahlreich vorhanden und es waren auch die Leute, die den Vorstand dafür kritisierten, dass man sich von Stöger getrennt hat und nicht mit ihm in die 2. Liga gegangen ist (wo wir jetzt ja tatsächlich gelandet sind). Und wo sind diese Leute jetzt? Keiner mehr da, der für ihren „heiligen Stöger“ eintritt. Da lobe ich mir jemanden wie Sie, Alf Krispin. Und nochmals: Das meine ich durchaus positiv und ernst.

          Ich bin nun kein Stöger-Fan aber auch kein Stöger-Hasser. Er hat hier vier Jahre lang gute Arbeit geleistet. Und tatsächlich muss man sagen, dass er es durch sein Spielsystem geschafft hat, den FC auch mit mäßigen Bundesligaspielern gesichert über drei Jahre in der Bundesliga zu halten.

          Für die anstehenden Aufgaben in dieser Saison war er aber nicht mehr der richtige Trainer. Dabei bleibe ich. Ein Grund dafür ist, dass Stöger nach meiner Meinung nur dieses eine Spielsystem konnte, was gut funktionierte, als der FC sich hinten reinstellen und aus einer guten Defensive heraus mal ein paar Nadelstiche setzen konnte. Das ging diese Saison aber nicht mehr, da es nun die Gegner waren, die sich hinten rein gestellt und gewartet haben, dass wir das Spiel machen (siehe das Heimspiel gegen den HSV oder das Auswärtsspiel in Augsburg). Dafür hatte Stöger keine Lösungen parat. Aber will man ihm vorwerfen, dass er nur das eine System kann? Das kann man gerne tun, sollte aber nicht verkennen, dass dies bei vielen auch hochgelobten und sog. „Trainern von Weltklasseformat“ der Fall ist. Ein Pep Guardiola zum Beispiel kann auch nur ein System, wozu er die passenden Spieler braucht. Und mit Pep Guardiola als Trainer wären wir sicherlich schon in unserer ersten Bundesligasaison abgestiegen, da wir nicht die Spieler hatten und bis heute nicht ansatzweise haben, um dessen System zu spielen.

          Aber Stöger hat in dieser Saison unbestreitbar viele Fehler gemacht, die nun letztlich auch zum Abstieg führten. Da wäre zunächst die Tatsache, dass er sich überhaupt nicht bemüßigt sah, bei der Kaderplanung mitzuwirken. Es wäre doch auch seine Aufgabe gewesen, zu sagen, dass er einen Spieler überhaupt nicht will und welchen Spieler/Spielertyp er will und braucht. Das hat er – und das hat er bei 11-Freunde selbst gesagt – aber überhaupt nicht gemacht.

          Auch ist er dafür verantwortlich, dass die Defensive so schwächelte. Er hätte ja auch sagen können, dass es ihm wuppe ist, ob man selbst das Spiel machen muss, man es einfach nicht macht. Dann hätte es in Augsburg und gegen Hamburg halt zwei trostlose Unentschieden gegeben, so what. Wären schon zwei Punkte mehr gewesen. Er hat sich aber entschieden, von seinem Spielstil abzugehen und zu versuchen, etwas zu machen, was er nicht kannt.

          Er ist (neben den Spielern selbst) ebenfalls dafür verantwortlich, dass die Spieler nicht fit waren. Das ist seine Aufgabe als Trainer. Dazu war die Sommervorbereitung da. Auch dies hat er nicht gemacht und nicht geschafft, was sein Fehler ist.

          Auch die Fehler von Stöger in der Trainingssteuerung sind offensichtlich und eklatant. Ich kann mich noch gut an die Diskussionen hier zu diesem Thema erinnern. Es war die Zeit als ich mich hier im Forum anmeldete, als die Verletzungen überhand nahmen und so ein Quatsch gefaselt wurde, der Hybridrasen sei daran Schuld. Das wurde sowohl von Stöger selbst lanciert als auch von seinen Fans hier im Forum vehemennt vertreten. Da wurde sogar ein Interview eines sog. „Rasen-Pabstes“ von den Stöger-Fans hier bemührt, der dies gesagt haben soll. Dies stand da aber überhaupt nicht in diesem Interview. Der gute Mann sagte nur, dass es auch am Hybridrasen auf dem Trainingsgelände liegen könnte, dies aber schwer zu sagen sei. Er hat also gerade nicht gesagt, dass der Hybridrasen an den Verletzungen schuld ist. Das war und ist nämlich Quatsch, wie ich damals schon sagte und wie sich in der Rückrunde rausgestellt hat. Fast jeder Verein hat einen Hybridrasen, auf dem auch regelmäßig trainiert wird. Keiner hatte solche Verletzungen. Auch unter Ruthenbeck hatten wir Dreifachbelastung und auf dem Hybridrasen trainiert. Hatten wir unter Ruthenbeck so viele Verletzte, also Spieler, die aufgrund des Trainings von Ruthenbeck sich verletzten? Nein! Das zeigt, dass der Herr Kügel recht hatte und es an der mangelhaften Trainigssteuerung und überhaupt nicht an dem Hybridrasen lag. Und was macht der Herr Stöger? Statt an seiner Trainingssteuerung etwas zu ändern, sorgt er dafür, dass der Herr Kügel freigestellt wird.

          • Alf Krispin says:

            Wenn das, was sie hier alles anführen, Hauptgründe für das Versagen der Mannschaft wären, dann müsste durch Veh und Co, die neben der wiedergenesenen Star-Spieler und weit mehr Zeit als Stöger hatten, ja alles ganz schnell und easy korrigiert werden können. War es aber nicht, es fehlt einfach schon immer die individuelle Klasse, die Stöger geschickt verdecken konnte. Ist aber bereits alles Geschichte, nur Stöger zum Sündenbock zu machen ist einfach billig, so billig wie der FC nun einmal zur Zeit ist.

          • Elke L. says:

            Das mit dem Hybridrasen ist zwar immer noch nicht so richtig geklärt. Ich bin mir aber sicher in den letzten Wochen gelesen zu haben, dass der FC sich nach Rücksprache mit anderen Vereinen doch von dem Hybridrasen getrennt hätte, um nichts unversucht zu lassen. Kann das allerdings nicht finden. Habe ich doch nicht geträumt?

        • Boom77 says:

          Hallo Alf Krispin, wie kommen Sie darauf, dass Ruthenbeck und Veh mehr Zeit hatten als Schamdtke/Stöger? Das stimmt doch nicht.

          Stand heute (02.05.2018) – und der Abstieg steht ja schon fest, hatte Stöger genauso viel Zeit, um die Fitness hinzubekommen wie Ruthenbeck.

          Trainigsbeginn des Fc war am 03.07.2017. Das letzte Spiel unter Stöger gegen Schalke fand am 02.12.2017 statt. Das sind 22 Wochen.

          Nimmt man den Tag nach dem Schalke-Spiel am 03.12.2017 als Startpunkt für Ruthenbeck, sind das bis heute ebenfalls 22 Wochen.

          Klar ist, dass man die notwendigen Grundlagen für die Fitness aufgrund des laufenden Spielbetriebes in der Sommervorbereitung schaffen muss.

          Auch wenn man die jeweiligen Vorbereitungszeiten sich anschaut, stimmt ihre Aussage nicht. Das erste Saisonsspiel fand am 20.08.2017 statt. Da Trainingsbeginn der 03.07.2017 war, hatte Stöger 6 Wochen Zeit, um die Mannschaft fit zu bekommen.

          Ruthenbeck hatte (Feier- und Urlaubstage nicht mitberücksichtigt) im Winter aber vom letzten Spiel im alten Jahr am 16.12.2017 bis zum ersten Spiel im neuen Jahr am 14.01.2018 dagegen 4 Wochen zur Verfügung.

          Und nach meiner Meinung war unter Ruthenbeck zu erkennen, dass er die Mannschaft fitter bekommen hat als unter Stöger, wenn auch nicht fir genug.

          Das mit der individuellen Klasse, die uns im Vergleich zu vielen fehlt, stimmt zwar, aber das war es meiner Meinung nach nicht. Denn individuell hätte es tatsöchlich zumindest für Platz 16 oder 15 reichen müssen.

          • Alf Krispin says:

            hätte, hätte…, Tatsach ist das Stöger etwa ein und die selbe Mannschaft Jahr für Jahr erfolgreicher und besser gemacht hat und das ohne wenn und aber!!! Durch besonders schlechte Einkaufspolitik dann das ganze Werkl zusammengebrochen ist aber sicher nicht durchs Stögers Trainingsmethoden, die ja unentwegt den Erfolg gebracht haben. Also bleibt weiter selig in eurer zementierten Einbildung, und redet euch weiter ein „der Stöger wars!“ Ich bin halt anderer Meinung! Mahlzeit!

    • Uli Scherber says:

      ….sorry, Sie meinen natürlich den Kevin!
      Sicherlich hat er mit seiner behäbigen Spielweise einigen Kredit bei den Fans verspielt. Es war sein Wunsch uns zu verlassen… obwohl, wie man sieht bei Hoffenheim sehr gut angekommen ist.

      • Boom77 says:

        Tatsache ist, dass Stöger in etwa ein und dieselbe Mannschaft nach 14 Spieltagen mit 3 Punkten (Schnitt: 0,21 Punkte / Spiel) auf dem Konto hinterlassen hat und Ruthenbeck dafür gesorgt hat, dass die in etwa ein und dieselbe Mannschaft nach 18 Spieltagen 19 Punkte (Schnitt: 1,06 Punkte / Spiel) gesammelt hat. So wird ein Schuh draus ;-)

        • Nippeser says:

          Ein anderer Schuh wird daraus, wenn man bedenkt, dass Ruthenbeck eine Runde hingelegt hat, mit der man Stöger in den Jahren zuvor jederzeit geteert und gefedert hätte. Der FC liegt in der RR-Tabelle 3 Punkte vor dem Reliplatz, und dieser Abstand wird sich gegen die Bayern eher nicht erhöhen, so dass wir am 34. ein echtes Abstiegs-Endspiel hätten.

          Mal ehrlich: Ruthenbeck war ein Bauernopfer. Veh wollte nicht noch mehr Geld verbrennen, da er sowieso vom Abstieg ausging. Mit der Perspektive hätte man allerdings auch Stöger behalten können.

          • Boom77 says:

            Im Grunde hat sich Stöger mit seiner Pressekonferenz (war sie direkt vor oder nach dem Schalke-Spiel – ich meine direkt danach) selbst entlassen. Danach war er nicht mehr haltbar und das wusste der Herr Stöger meiner Auffassung nach auch und wollte dies genau so. Denn ich halte den Herrn Stöger für einen durchaus sehr intelligenten und gevieften Menschen. Er wusste genau, zu was seine Aussagen führen werden.

            Ich gebe Ihnen nicht recht damit, dass man Stöger mit der Bilanz von Ruthenbeck geteert und gefedert hätte. Und ich beleg dies damit, dass Peter Stöger bis zum 13. Spieltag weder geteert noch gefedert wurde. Ganz im Gegenteil hat man an ihm festgehalten und ihn bis dahin nicht ernsthaft in Frage gestellt, obwohl seine Bilanz bis dahin desaströs war (schlechter als Tasmania Berlin). Man hat sich sogar lieber vom Geschäftsführer Sport getrennt als von Stöger. Also was verleitet Sie zu dieser Aussage?

          • Nippeser says:

            @Boom77
            Ich nehme an, du meinst die PK, in der Stöger mangelnde Werte anprangerte und eine Entscheidung für oder gegen ihn forderte, weil er den wochenlangen Eiertanz satt hatte? Die war vor dem Schalke-Spiel. Ich sehe nicht, warum er danach „nicht mehr haltbar gewesen sein soll“. Zumal der FC danach auswärts bei starken Schalkern ein beachtliches 2:2 erkämpfte und kurz zuvor auch in der EL gegen Borisov und Arsenal (!) siegte. Alles deutete darauf hin, dass die Truppe noch auf Stöger hörte und er auch persönlich so langsam wieder die Kurve bekam.

            Der einzige Sportler im Vorstand hat diese Dynamik offensichtlich erkannt – Toni Schumacher weiß, wie das ist, wenn man durch sportliche Krisen geht und wie wichtig Rückendeckung und Vertrauen in solchen Momenten dann sind. Und just in dem Moment, als die Mannschaft und Stöger dieses Vertrauen zurückzahlen, wirft man den Vater der Erfolge der letzten vier Jahre vor die Tür. Anscheinend musste Spinner intern ein Machtwort sprechen und brauchte Stöger als Spielfigur.

            Das Vertrauen hat sich Stöger über vier Jahre hart erarbeitet. Er hat gezeigt, dass er ein vorzüglicher Trainer ist, der den FC überragend repräsentiert. Mehr als die halbe Liga hat neidisch auf unseren Trainer geschaut. Ich ergänze meinen Satz, auf den du dich beziehst: „Ohne die Erfolge der letzten 4 Jahre wäre Stöger bei Ruthenbecks Schnitt geteert und gefedert worden.“ Ich hoffe, es ist so klarer, was ich meine.

            Der FC will „Spürbar anders“ sein und hat die erste Bewährungsprobe dafür kläglich versiebt. Der Fehler war nicht, Stöger zu spät gefeuert zu haben, sondern ihn überhaupt gefeuert zu haben.

  7. J B says:

    Schöne und nicht allzu reißerische Analyse.
    Natürlich etwas fokussiert auf das was schief lief, aber es ist ja auch eine Analyse der derzeitigen Situation und keine Retrospektive.
    Dennoch will ich kurz noch anmerken dass die Verpflichtungen von Clemens, Subotic und Pizarro zu dem Zeitpunkt an dem sie getätigt worden sind sehr einleuchtend waren.
    Subotic wurde beim BVB, trotz seiner Verdienste, nicht mehr berucksichtigt und war von seinem Potential her ein adäquater Ersartz für Mavraj.
    Clemens: Nach dem Kreuzbandriss von Risse musste man im Winter aktiv werden. Am besten ein Spieler der eine kurze Eingewöhnungsphase braucht. Wer wäre besser geeignet als ein Ex-Spieler, den Stöger vielleicht zu alter Stärke coachen kann.
    Pizarro: Ein Knipser, der immer für ein Tor gut ist und die selbe Sprache spricht wie das Sorgenkind Cordoba.

  8. Alf Krispin says:

    @Nippeser
    Freut mich, dass es noch andere hier im Zirkus gibt, denen die enttäuschende Vorgangsweise des Vorstandes mit Peter Stöger missfällt! Ich vermute, Stöger konnte Schmadtkes immer aufs Neue herangeschleppten Abfall nicht mehr länger ertragen und es gab den ersten groben Widerstand von Stöger! Schmadtke, das Mimöschen wollte sich beim Vorstand ausweinen und der Ausgang der Geschichte ist bekannt!

    • Nippeser says:

      Mir gefällt das Wort „Abfall“ im Zusammenhang mit Menschen/Spielern nicht, aber in der Sache – die letzten drei Transferfenster wurden von JS versiebt – gebe ich dir Recht.

      Witzig ist ja auch, dass man, wenn man die Stöger-PK vor dem Schalke-Spiel googlet und die Geissblog-Ausgabe auf YT anklickt, nur negative Kommentare Richtung Vorstand zur Stöger-Entlassung liest. Von den Fans ist er nach dem Spiel noch gefeiert worden. Durch die einseitige Propaganda der Vereins-Verantwortlichen (Ruthenbeck und insbesondere Veh) ist er nachträglich quasi zur persona non grata in Köln geworden. Wehrle ist der einzige, der sich moderat und ausgleichend äußert, von den anderen bleibt nur der Eindruck widerlichen Nachtretens gegen unseren Ex-Coach.

    • Boom77 says:

      Nein, von Stöger gab es da überhaupt keinen Widerstand. Das hat er bei 11-Freunde selbst zugegeben. Das ist es ja, was ich u.a. Stöger vorwerfe. Er hatte einen sehr starken Fürsprecher im Vorstand auf seiner Seite (T. Schumacher). Wie stark seine Stellung war, zeigte sich ja. Vor die Wahl gestellt Stöger oder Schmadtke, entschied sich der Verein für einen Verbleib von Stöger. Mit Schmadtke lag Stöger ohnehin schon menschlich überkreuz. Warum ist er dann nicht zum Vorstand gegangen und sagte, dass der Schmadtke nur an Spielern dran ist, die er (Stöger) nicht gebrauchen kann und hat denen keine Liste von Spielern vorgelegt und gesagt, diese spieler brauche/will ich? Er hat gar nichts getan und es einfach hingenommen und dann zu allem Überfluss auch noch die Spieler nicht fit gemacht in der Sommervorbereitung.

      Bestes Beispiel Meré: Jetzt kommt raus, Schmadtke hat den für eine Dreierkette verpflichtet. Warum hat Stöger nicht gesagt, dass er nur mal in Ausnahmen Dreierkette spielen lassen wird, wenn es der Spielverlauf erfordert und deshalb keinen Spieler für eine Dreierkette sondern spieler für eine Viererkette braucht? Hätte er doch mal tun können, hat er aber nicht. Ihm war es schlicht egal.

      Ich möchte die Leistungen von Peter Stöger in den vier Jahren zuvor nicht schmälern. Diese waren toll! Aber jetzt alles, was an diesem Kader falsch ist, nur dem Schmadtke in die Schuhe schieben, halte ich für richtig billig. Zur Ehrenrettung von Schmadtke kann man auch sagen, dass er einfach die Spieler geholt hat, von denen er glaubte, sie würden weiterhelfen und sich um andere bemüht hätte, wenn er Feddback von Stöger bekommen hätte, was einfach nicht der Fall war. Am falsch Zusammengestellten Kader trägt Stöger auch seine Schuld.

      Beste

  9. NICK says:

    D’r hellije Pitter Stöjer, dat wor ne jode Mann,
    dä jof de Kinder Kääzcher un stoch se selver an.
    Butz, butz wieder butz, dat wor ne jode Mann.
    Er ist jetzt ein reicher Mann, der uns nix mehr geben kann.
    Schwarz-gelb wollt er leben, jetzt muss er Brinkhoffs heben.
    Kommt nich mehr nach Kölle, sonst kommt er in die Hölle
    Lass uns einfach lange, lange steh’n, denn wir müssen neu anfang…Neu-Anfang…

    Oder so ähnlich…

    • Boom77 says:

      Warum sehen Sie ihn denn so kritisch? Gut, er hat keinen rechten Verteidiger geholt. Ich meine gelesen zu haben, dass er diesen Fehler schon eingesehen hat. Aber es bleibt doch die Frage, wen er hätte holen können. Im Winter ist nachjustieren immer schwer und teuer. Gute Außenverteidiger wachsen auch nicht auf den Bäumen oder warum glauben Sie, dass RB Leipzig den J. Horn haben möchte? Weil der eine Weltklassesaison beim FC gespielt hat? Oder weil man den Alaba für zu wenig Geld haben kann und weniger als € 40 Mio. unter der Würde von RB ist? Aufwachen! Das ist eine Position wo man kaum/schwer gute Leute bekommt und die dann auch noch teuer sind, wenn man einen findet, da die Vereine für gute Außenverteidiger Schlange stehen!

      Bedenkt man das schwierige Wintertransferfenster, finde ich, dass Veh ganz gut eingekauft hat. Koziello und Terodde für zusammen etwas um die € 6 Mio. Da haben andere Sportdirektoren (auch in anderen Vereinen) schon schlechter und für mehr Geld eingekauft (und dies sogar im Sommer). Wenn man böse sein will, könnte man sogar behaupten, dass es gar nicht auszudenken wäre, wie viel Kohle der Jörg Schmadtke für diese beiden rausgehauen hätte (€ 10 Mio. für jeden der beiden??).

      Ich war auch skeptisch, was Armin Veh betraf. Hatte eher auf Klaus Allofs als Schmadtke-Nachfolger gehofft, da der in Bremen schon gezeigt hat, dass er mit schmalem Geld auskommen kann. Auch bin ich der Ansicht, dass Veh erst noch zeigen muss, dass er Sportdirektor kann. Ich bin aber bereit ihm diese Chance, das zu zeigen, zu geben. Warum Sie nicht? Warum warten wir die kommende Saison nicht ab, was Veh uns da für einen Kader hinstellt und beurteilen ihn dann?

  10. Boom77 says:

    Übrigens muss ich jetzt hier auch mal etwas „negatives“ an die „Stöger-Fans“ richten. Wie gesagt, finde ich es positiv, wenn sich jemand nach wie vor zu Stöger bekennt.

    Wie ich aber ebenfalls schon sagte, war es um die „Stöger-Fans“ hier im forum über die vergangenen Wochen/Monate recht still, obwohl auch während dieser Zeit viele sich hier negativ zu Stöger geäußert haben. Da war keine da, um sich schützend vor ihren „heiligen Stöger“ zu stellen und den zu verteidigen. Oder wo wart ihr da? Sabbatical eingelegt? Internet gelöscht?

    Ich finde es (im negativen Sinne) schon auffällig, dass die „Stöger-Fans“ erst jetzt wieder um die Ecke kommen, wo feststeht, dass Ruthenbeck den Klassenerhalt nicht geschafft hat. Da wollte wohl erstmal jemand abwarten und auf Nummer sicher gehen, da er sonst seine nicht belegbaren Sprüche wie „mit dem Stöger hätten wir den Klassenerhalt geschafft“ oder „unter Stöger war die Mannschaft fitter und besser“ nicht hätte anbringen können.

      • Boom77 says:

        Das ist Ihnen Unbenommen. Ich kann mich aber auch nicht erinnern, von Ihnen mal gelesen zu haben, der Stöger hätte am Abstieg überhaupt keine Schuld und mit ihm wären wir nie abgestiegen. Oder habe ich einen solchen Kommentar von Ihnen überlesen oder vergessen?

        Wie gesagt, ich habe nichts gegen Stöger und will seinen Verdienst für den FC keinesfalls schmälern. Der Aufstieg war maßgeblich mit sein Verdienst. Ich danke ihm herzlichst dafür! Dass wir danach drei Jahre immer recht frühzeitig nichts mit dem Abstieg zu tun hatten, war auch maßgeblich sein Verdienst. Auch hierfür herzlichst Danke an Herrn Stöger! Und, dass wir nach 25 Jahre uns wieder für einen internationalen Pokalwettbewerb qualifiziert haben, ist auch unbestreitbar maßgeblich mit sein Verdienst! Auch hierfür dankt ihm sicherlich jeder FC-Fan. Aber nun im Gegensatz so zu tun, als würde Stöger keinen maßgeblichen Anteil am Abstieg tragen und hätte auch in seiner letzten Saison für den FC alles richtig gemacht, ist genauso falsch wie billig. Wie kommt man darauf, dem Stöger nur das Positive aber nicht das Negative anzulasten? Wer sich (zu recht) im Erfolg feiern lassen kann, ist auch (ebenfalls zu recht) im Missverfolg negativ zu kritisieren, oder nicht?

        Auch der Abstieg ist maßgeblich der Verdienst von Peter Stöger. Und dafür danke ich ihm halt nicht.

        • Peter Josef says:

          wir sind fast zusammen. Ich reibe mich an dem Wort „maßgeblich“. Für mich war maßgeblich der epische Zusammenprall aller Faktorn. Der Teil Stöger ist hier: Stöger ist schlecht in die Hinrunde gekommen und hat schon zu Beginn der Saison darauf gewartet, später darauf hingearbeitet, dass man ihn rauswirft, statt „Zug reinzubringen“. Das war sein Beitrag. Aber ohne Schiris und Verletzungen hätte er sich durchgewurschtelt. Nicht schön, wohl nur 35 Punkte, hätte aber geklappt. (Und hätte er Zug rein gebracht, hätten uns die Schiris und Verletzungen nichts anhaben können, ich weiß….)

        • Alf Krispin says:

          Ich glaube nicht, dass Stögerfans dauern Lust haben jeden Stöger-feindliche Quatsch regelmäßig zu kommentieren. Da sich der Grundkonsens der Stögerhater ja ohnehin nicht ändert, reicht es, dem häuffig unterbelichteten Textwerk einiger Experten hier nicht die Plattform alleine zu überlassen und hin und wieder mal der Manie einiger, mit Gedächtnislücken behafteten, etwas entgegenzutreten. Betrachte es als besinnliche Gedankenhilfe an bessere FC Zeiten.

  11. OlliW says:

    Hm…hat mal jemand über die Parallelität des U21-Absturzes nachgedacht? Sportlich scheint also nicht nur bei den Profis was schief gelaufen zu sein. Und da war keine Stögers und Ruzhenbecks am Wek, bzw. sind.
    Und auch die Damenmannschaft ist ja nicht soooo grandios gewesen diese Spielzeit. Alle drei kämpften sie also gegen den Abstieg. Die Herren-Profis hat es nun erwischt. Der ganze Club hängt sportlich am Tropf, so scheint es.

    • Peter Josef says:

      Die U21 ist nicht abgestürzt. Die kämpfen schon seit Jahren um’s Überleben in der 4. Liga. Die konsolidieren sich gerade. Die könnten es sogar schaffen, sich da unten rauszukämpfen, was eine riesiger Leistung des jetzigen Trainers wäre. Naja – und die Frauen, da ist das Leistungsgefälle in der Liga schon riesig. Da gewinnen die ersten 6 gegen die letzten 6 immer zweistellig. Da steigt jede Aufsteigerin direkt wieder ab.

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