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Nach HSV-Blamage: Köln geht auf Nummer sicher

Der Hamburger SV hat in der Vorbereitung zur ersten Zweitliga-Saison der Vereinsgeschichte ein Fiasko erlebt und das erste Trainingslager abbrechen müssen. Der 1. FC Köln wollte ein ähnliches Szenario unbedingt vermeiden und ging daher im Vorfeld des Aufenthalts in Bad Gögging auf Nummer sicher.

Aus Bad Gögging berichtet Sonja Eich

Der HSV kommt auch nach dem Abstieg nicht aus den negativen Schlagzeilen raus. Der Bundesliga-Absteiger musste das erste Trainingslager in der Marineschule Mürwik (Flensburg) abbrechen, weil die Fußballplätze in einem zu schlechten Zustand waren. Die Verantwortlichen hatten zwar im Vorfeld noch versucht zu retten, was ging. Selbst ein Rasenmäher wurde nach Flensburg geschickt. Am Ende half es nichts – die Blamage war perfekt.

Anfang kennt Hotelchef persönlich

Einen solchen Start in die Vorbereitung wollte man beim Effzeh unbedingt vermeiden. Also gingen die Geissböcke gleich doppelt auf Nummer sicher. Markus Anfang entschied sich für Bad Gögging als Ort für sein erstes Trainingslager als FC-Coach. Erstens, weil er schon als Spieler einst im „Marc Aurel Spa & Golf Resort“ wohnte und auf den unweit gelegenen Plätzen des TSV Bad Gögging trainierte. Zweitens, weil er bis heute zum Hotelchef Kontakt gehalten hat – und dieser FC-Fan ist.

„Ich bin mir sicher, dass wir uns keine Sorgen machen müssen“, sagte Markus Anfang noch am Tag vor der Anreise nach Bad Gögging. „Ich war als Spieler schon mal da. Die Voraussetzungen sind gut. Ich kenne auch den Besitzer des Hotels gut. Deswegen fahren wir dahin.“ Tatsächlich war die Entscheidung auf Bad Gögging gefallen, weil der Hotelier den Kontakt zu Anfang gesucht hatte. „Er hat mich angeschrieben, weil er ein Fan des FC ist. Das ist eine lustige Randgeschichte.“

Kölner Probleme vor zwei Jahren

Eine Geschichte, die wohl garantieren dürfte, dass die Geissböcke gute Bedingungen in Niederbayern vorfinden, zumal Teambetreuer Max Vollmar erst kürzlich noch einmal vor Ort war, um sich von allem zu überzeugen.

Zur Erinnerung: Vor zwei Jahren hatte der FC noch in Bad Tatzmannsdorf sein erstes Trainingslager verbracht und war durchaus nicht begeistert gewesen. Denn der Trainingsplatz in Österreichs Burgenland hatte mehrere größere Löcher aufgewiesen, die erst noch gepflegt werden mussten, ehe die FC-Spieler den Rasen betraten. Aus lokalpolitischen Gründen wurde der Vertrag mit dem Burgenland im Jahr 2016 schließlich nicht verlängert. Der Umzug im Folgejahr nach Bad Radkersburg war also kein Zufall. Genauso wenig wie nun der Umzug nach Bad Gögging – denn Bad Radkersburg dürften die Geissböcke alleine aus Aberglaube so schnell nicht wiedersehen. Dort hatte der Abstieg in die Zweite Liga schließlich begonnen.

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