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Fünf Tore bei Anfangs Premiere: Effzeh souverän in Eichstätt

Der 1. FC Köln hat sein erstes Testspiel der Vorbereitung gegen den VfB Eichstätt mit 5:2 (2:1) gewonnen. Der Effzeh trat in den zwei Halbzeiten mit zwei komplett unterschiedlichen Mannschaften an. Dabei kamen alle Feldspieler zum Einsatz. Die Verletzung von Marco Höger nach nur einer Minute war jedoch ein Wermutstropfen an einem sonst gelungenen Nachmittag.  

Aus Eichstätt berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

In den vergangenen Jahren hat der 1. FC Köln sein erstes Testspiel der Vorbereitung stets gegen eine bunt durchgemischte Auswahlmannschaft des Gastgebers aus dem Trainingslager bestritten. In diesem Jahr testete die Elf von Markus Anfang gleich gegen einen ambitionierten Regionalligisten aus Bayern. Für den VfB Eichstätt war die Partie zwölf Tage vor dem Regionalliga-Saisonstart ein echter Härtetest.

Ausgangslage

Am siebten Tag der Vorbereitung auf die anstehende Zweitliga-Saison traten die Kölner zum ersten Spiel unter Markus Anfang an. Bislang hatte der neue FC-Trainer fast ausschließlich Taktiktraining betrieben, um seinem Team das System so schnell wie möglich beizubringen. Gegen Eichstätt sollte dieses erstmals auf den Platz gebracht werden. Dafür setzte Anfang auf zwei verschiedene Aufstellungen: Zur Halbzeit wechselte der Trainer einmal komplett durch. Nicht dabei waren lediglich Vincent Koziello und Milos Jojic (mehr dazu hier).

Moment des Spiels

Es waren keine 60 Sekunden in Eichstätt absolviert, als Marco Höger nach einem Zusammenprall mit Julian Kügel schmerzverzerrt liegen blieb. Der als Kapitän aufgelaufene Mittelfeldspieler wurde über drei Minuten lang behandelt, ehe klar war, dass es für ihn nicht weitergehen würde. Mit einer Verletzung an der linken Schulter musste Höger ausgewechselt werden. Eine genaue Diagnose wird erst am Montag erwartet. „Marco war kurz benommen und ist dann sofort in die Kabine. Er wird morgen nach Köln gebracht und dort in Ruhe untersucht“, berichtete Anfang nach der Partie.

Die wichtigsten Szenen

Der 1. FC Köln erwischte einen guten in die Partie und überzeugte mit gelungenem Kombinationsspiel. Die erste Chance des Spiels hatte Simon Zoller, der den Ball nach Zusammenspiel mit Clemens und Schaub knapp neben das Tor setzte. In der 21. Minute folgte die verdiente Führung für die Gäste: Erst setzte der auffällig spielende Cordoba den Ball an den Pfosten, den Abpraller konnte Neuzugang Louis Schaub abstauben. Mitte der ersten Halbzeit ließen die Kölner jedoch nach und Eichstätt zeigte sich mehrfach in der Offensive. Folgerichtig fiel in der 38. Minute der Ausgleich durch Fabian Eberle, als die Zuordnung in der Kölner Hintermannschaft nicht stimmte und der VfB-Stürmer mit einem einfachen Pass freigespielt werden konnte. Doch noch vor der Pause konnte der Effzeh erneut in Führung gehen. Clemens tankte sich auf der linken Seite durch und legte perfekt auf den einlaufenden Zoller ab, der keine Mühe hatte, zum 2:1-Halbzeitstand einzuschieben.

Im zweiten Durchgang erwischte die komplett neu formierte Kölner Elf einen Start nach Maß: Nach einem Freistoß in die Mauer spielte Nartey Risse stark frei, dessen Flanke punktgenau bei Salih Özcan landete, der per Kopf die Führung auf 3:1 ausbaute. Nach einem unnötigen Foul von Benno Schmitz kamen die Eichstätter jedoch noch einmal per Elfmeter heran. Wieder war es Eberle, der für den Gastgeber traf. Dennoch waren die Kölner im weiteren Verlauf näher an nächsten Tor dran als die Eichstätter am Ausgleich. Terodde, Guirassy und Sörensen hatten gute Gelegenheiten, die Führung auszubauen. Es dauerte jedoch bis fünf Minuten vor dem Ende der Partie, ehe sich Terodde per Foulelfmeter in die Torschützenliste eintragen konnte. Zuvor war Salih Özcan gefoult worden. Den sehenswerten Schlusspunkt setzte der kurz zuvor eingewechselte Chris Führich, der von der rechten Strafraumkante aus abzog und den Ball trocken in den linken Winkel hämmerte. Das 5:2 war gleichzeitig die letzte Szene des Spiels.

Fazit

Markus Anfang zeigte sich durchaus zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft in Eichstätt: „Man hat schon gesehen, wie wir spielen lassen wollen. Im Spielaufbau haben wir flach von hinten herausgespielt. Wir sind teilweise gut in die Räume vor der Kette reingekommen, waren aber über die Außen noch zu breit“, bilanzierte der Coach die 90 Minuten. Weiter geht es mit einer genauen Videoanalyse: „Wir werden den Jungs jetzt die guten und weniger guten Szenen vorführen. Aber es ist klar, dass wir erst am Anfang sind.“

Aufstellung

Erste Halbzeit: Horn – Bader, Czichos, Sobiech, J. Horn – Höger (5. Lehmann) – Clemens, Schaub, Hauptmann, Zoller – Cordoba

Zweite Halbzeit: Kessler – Schmitz, Mere, Sörensen (79. Bisseck), Handwerker – Lehmann (72. Schaub) – Risse (79. Führich), Özcan, Nartey, Guirassy – Terodde

Tore

0:1 Schaub (21.), 1:1 Eberle (38.), 1:2 Zoller (45.), 1:3 Özcan (51.), 2:3 Eberle (61., Foulelfmeter), 2:4 Terodde (88., Foulelfmeter), 2:5 Führich (90.)

8 Kommentare
  1. Adam Klöppel says:

    Ich war vor Ort. Wen es interessiert eine kurze Meinungsäußerung meinerseits:
    1Hz. Positiv auffällig fand ich Sobiech (gefühlt jeden Zweikampf gewonnen, sehr präsent), Schaub (technisch stark, Ball fordernd, hier und da etwas zu spät vom Ball getrennt) und Clemens (sehr agil, schnell unterwegs/dynamisch, engagiert).
    2Hz. Positiv Öczan (sehr engagiert, in die Zweikämpfe gehend, giftig), Führig (20 Minuten gespielt, sehr schönes Tor und auch sehr engagiert in der kurzen Zeit).
    Das war es von meiner Seite.

  2. Adam Klöppel says:

    Cordoba war zentral unterwegs. Häufig kurz angeboten und die Bälle verteilt. Engagiert und bissig. Zentral war sehr viel Betrieb. Ist selbst kaum durchgekommen. Terodde hatte in der 2Hz in meiner Wahrnehmung etwas mehr Platz. Aber bei 45 Minuten ist eine Einschätzung schwer.

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